Ladendiebstahl begangen? Was nun?

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Was jetzt auf Sie zukommt, bzw. welche Konsequenzen der Ladendiebstahl für Sie haben wird

Sie haben einen Ladendiebstahl begangen und fragen sich nun, was auf Sie zukommt? Müssen Sie vor Gericht oder sind Sie jetzt sogar vorbestraft? Sollten Sie am besten einen Rechtsanwalt einschalten?

Bei einem Ladendiebstahl läuft es in aller Regel wie folgt ab:

Marcel Blobel
seit 2022 bei
123recht.de
Rechtsanwalt
Hellabrunner Straße 5
81543 München
Tel: 0151/26216403
Web: http://www.strafverteidiger-blobel.de
E-Mail:
Strafrecht, Betäubungsmittelrecht, Verkehrsrecht, Mietrecht, Erbrecht
Preis: 48 €
Antwortet: ∅ 2 Std. Stunden

Sie werden vom Ladendetektiv „erwischt", werden daraufhin ins Büro gebeten und müssen nun Ihre Personalien angeben. Hinzu kommt meist eine „Vertragsstrafe" und ein 12-monatiges Hausverbot. Nun ist es so, dass sich die allermeisten Unternehmen trotz Zahlung der Vertragsstrafe nicht von einer Strafanzeige abbringen lassen.

Die Staatsanwaltschaft wird daraufhin ein Ermittlungsverfahren gegen Sie einleiten. Die Polizei wird diesbezüglich die Ermittlungen durchführen und Sie zu einer Vernehmung einladen. Dasselbe gilt für den Filialleiter und etwaige Zeugen der Tat (Ladendetektiv). Wichtig zu erwähnen ist, dass Sie als Beschuldigter das Recht haben zu schweigen. Sie brauchen gegenüber der Polizei keinerlei Angaben bzgl. der Tat zu machen!

Die Staatsanwaltschaft entscheidet daraufhin, ob gegen Sie Anklage erhoben wird, ein Strafbefehl erlassen werden soll oder das Verfahren eingestellt wird (oft: bei Geringfügigkeit und wenn keine einschlägigen Vorstrafen vorliegen).

Falls tatsächlich Anklage erhoben wird, kommt es i.d.R. zu einer öffentlichen Hauptverhandlung und in den meisten Fällen dann auch zu einer Verurteilung. Demzufolge empfiehlt es sich schon möglichst früh, einen Rechtsanwalt aufzusuchen. Dieser kann Akteneinsicht nehmen und Sie daraufhin konkret beraten, was nun am besten zu tun, bzw. zu unterlassen ist.

Der Diebstahl nach § 242 StGB sieht einen Strafrahmen von Geldstrafe bis hin zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren vor. Sind Sie nicht vorbestraft, bzw. v.a. nicht einschlägig vorbestraft, haben Sie mit einer geringen Geldstrafe zu rechnen. Dessen Höhe bemisst sich dann nach Ihrem Gehalt („Tagessatzhöhe")!

Sind Sie wegen einem kleinen Ladendiebstahl nun vorbestraft?

Streng genommen lautet die Antwort: Ja!

Allerdings dürfen Sie sich auch weiterhin als nicht vorbestraft bezeichnen, falls die Höhe der Geldstrafe max. 90 Tagessätze beträgt und Ihr Bundeszentralregister bisher noch keine Voreintragungen aufweist. Hintergrund ist, dass diese Verurteilung dann nämlich nicht in Ihr Führungszeugnis (ist i.d.R. bei Bewerbungen vorzulegen) aufgenommen wird!

Mit herzlichem Gruß

Rechtsanwalt Marcel Blobel
Strafverteidiger
Dipl.-Jur.

www.strafverteidiger-blobel.de
E-Mail: kontakt@strafverteidiger-blobel.de
Tel.: 0151/26216403
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