Abmahnung durch Waldorf Frommer Rechtsanwälte für Tele München: "Brake" und "Silent Hill: Revelation 3D"

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Vorwurf der Urheberrechtsverletzung durch Zurverfügungstellung über eine Filesharing-Börse

Zahlreiche Internetanschlussinhaber erhalten Abmahnschreiben der Münchener Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte. In diesen wird ihnen vorgeworfen, im Rahmen der unerlaubten Zurverfügungstellung eines urheberrechtlich geschützten Werkes in einem Peer-to-Peer-Netzwerk eine Urheberrechtsverletzung begangen zu haben. Die Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte wurde dazu von der Tele München Fernseh GmbH Co. Produktionsgesellschaft beauftragt. Deren Rechte sollen durch die behauptete Tathandlung verletzt sein. Die Anwälte verlangen Zahlung und Unterlassung für Ihre Mandantin.

Gegenstand aktueller Abmahnungen sind u.a. folgende Werke:

a) der seit 14. Februar 2013 im deutschen Handel erhältliche Actionthriller "Brake" des Regisseurs Gabe Torres

und

b) der seit 18. April 2013 im deutschen Handel erhältliche Horrorthriller "Silent Hill: Revelation 3D" des Regisseurs Michael J. Bassett.

Dem Abgemahnten wird vorgeworfen, dass er das entsprechende Werk über seinen Internetanschluss in einer Online-Tauschbörse (p2p) zum Download angeboten und damit ohne Erlaubnis der Rechteinhaberin öffentlich zugänglich gemacht haben soll.

Bei p2p-Tauschbörsen findet gleichzeitig zum Download ein Upload des betroffenen Werkes statt

Da gemäß der Funktionsweise von p2p-Tauschbörsen mit dem Download eines Werkes gleichzeitig die sich bereits auf dem eigenen Rechner befindlichen (Teil-)Inhalte wiederum anderen p2p-Nutzern angeboten werden, ist auch schon mit dem vermeintlich bloßen Herunterladen der Verletzungstatbestand erfüllt.

Die Rechteinhaberin macht nun ihr dadurch entstandene Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz gegenüber dem Anschlussinhaber geltend. Zudem wird darauf hingewiesen, dass ihr auch unabhängig von der tatsächlichen Tatbegehung erhebliche Ersatzansprüche im Hinblick auf die entstandenen Rechtsverfolgungskosten, zu deren Erstattung der Abgemahnte gemäß § 97a UrhG jedenfalls verpflichtet sei, zustünden.

Unter knapper Fristsetzung wird von dem Abgemahnten folglich die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, Ersatz entstandenen Schadens und die Zahlung von Rechtsanwaltskosten verlangt. Es wird ihm dabei aber auch ein Vergleichsangebot in Höhe von 956,00 EUR, mit dessen Annahme die Auftraggeberin sämtliche bzgl. des behaupteten Verstoßes entstandenen Ansprüche als abgegolten ansehe, unterbreitet.

Wie verhalten sich Betroffene einer solchen Abmahnung am besten?

In meinem Ratgeber: „Das richtige Verhalten nach Erhalt einer Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung" erfahren Sie, wie man sich generell verhalten sollte.

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