KSP Abmahnung dpa Picture-Alliance erhalten – was hinter den Forderungsschreiben wirklich steckt (April 2026)
Mehr zum Thema: Urheberrecht - Abmahnung, Abmahnung, KSP, dpa, Picture, AllianceAuch im April 2026 sind wietere KSP-Schreiben für die dpa Picture Alliance GmbH im Umlauf: Hier finden Betroffene eine erste rechtliche Orientierung
Im Jahr 2026 (Stand 16.04.2026) kommt es weiterhin regelmäßig vor, dass Unternehmen, Vereine, Selbstständige oder Webseitenbetreiber ein Schreiben der KSP Kanzlei Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (Dr. Seegers, Dr. Frankenheim) erhalten, das im Auftrag der dpa Picture-Alliance GmbH verschickt wird.
Diese Schreiben werden im Alltag häufig als „KSP Abmahnung" bezeichnet, auch wenn es sich rechtlich je nach Inhalt um unterschiedliche Formen von urheberrechtlichen Anspruchsschreiben handeln kann.

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Typischer Auslöser ist die angeblich unlizenzierte Nutzung von Fotos im Internet – etwa auf Webseiten, Blogs oder Social-Media-Profilen wie Facebook oder Instagram.
- Worum geht es bei der KSP Abmahnung dpa Picture-Alliance konkret?
Die dpa Picture-Alliance GmbH verwertet als große Bildagentur eine Vielzahl von Fotografien professioneller Fotografen und Agenturen. Diese Bilder sind in der Regel urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit entsprechender Lizenz genutzt werden.
Die KSP Kanzlei macht im Namen der dpa regelmäßig geltend, dass Bildmaterial:
- ohne gültige Lizenz online gestellt wurde
- auf Webseiten oder Social Media öffentlich zugänglich war
- wirtschaftlich genutzt wurde (z. B. Unternehmenswebseiten, Werbung)
Der Vorwurf lautet rechtlich meist auf eine Urheberrechtsverletzung durch öffentliche Zugänglichmachung (§ 19a UrhG).
- Warum KSP Schreiben ernst genommen werden sollten
Aus anwaltlicher Praxis zeigt sich, dass die KSP Forderungsschreiben in vielen Fällen nicht unbegründet sind, sondern auf tatsächlichen Nutzungen von Bildmaterial beruhen.
Das betrifft insbesondere:
- Unternehmen jeder Größe (GmbH, Einzelunternehmen, Freiberufler)
- Vereine und Organisationen
- Betreiber von Webseiten und Online-Shops
- Social-Media-Verantwortliche
Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass die Forderung in voller Höhe berechtigt ist. Häufig bestehen rechtliche Angriffspunkte oder Möglichkeiten zur Reduzierung.
- Typischer Inhalt einer KSP Forderung (dpa Picture-Alliance)
In den Schreiben werden regelmäßig folgende Positionen geltend gemacht:
- Schadensersatz wegen angeblicher Lizenzverletzung
- Erstattung von Anwaltskosten
- Dokumentations- und Recherchekosten
- Verzinsung älterer Forderungen
- teilweise Unterlassungsansprüche
Beispielhafte Gesamtforderung
In der Praxis bewegen sich Forderungen häufig im Bereich von 1.500 € bis über 3.000 € pro Bild, abhängig von Nutzungsdauer und Plattform.
Die Berechnung erfolgt meist nach der sogenannten Lizenzanalogie, also dem Betrag, der bei rechtmäßiger Lizenzierung hätte gezahlt werden müssen.
- Erste Reaktion auf eine KSP Abmahnung – das ist entscheidend
Wer ein Schreiben der KSP Kanzlei erhält, sollte strukturiert und ruhig reagieren.
Wichtig ist:
- Fristen unbedingt beachten
- keine vorschnellen Zahlungen leisten
- keine direkte Kontaktaufnahme mit KSP
- keine unterschriebenen Unterlassungserklärungen ungeprüft abgeben
Gerade Unterlassungserklärungen sind rechtlich riskant, da sie oft sehr weit gefasst sind und Vertragsstrafen auslösen können.
- Häufige Fehler von Betroffenen
In der Praxis verschärfen folgende Reaktionen die Situation unnötig:
- Zahlung „aus Angst" ohne Prüfung
- ungeprüfte Anerkennung der Forderung
- eigene schriftliche Stellungnahmen ohne anwaltliche Beratung
- Nichtbeachtung von Fristen
Gerade das Ignorieren kann dazu führen, dass ein gerichtliches Mahnverfahren oder eine Klage folgt.
- Mögliche Verteidigungsansätze gegen eine KSP Abmahnung (im Einzelfall zu prüfen)
Ob und in welchem Umfang eine Forderung berechtigt ist, hängt stark vom Einzelfall ab. Typische rechtliche Prüfungsansätze sind:
a.Tatsächliche Nutzung
Wurde das Bild überhaupt durch den Betroffenen veröffentlicht oder stammt es von Dritten?
b. Lizenzlage
Lag möglicherweise bereits eine Nutzungsberechtigung vor?
c. Verjährung
Ältere Ansprüche können teilweise verjährt sein.
d. Höhe der Forderung
Die angesetzte Lizenzgebühr ist häufig verhandelbar oder angreifbar.
e. Zuständigkeit / Verantwortlichkeit
War der Adressat überhaupt Betreiber der Webseite oder Social-Media-Seite?
f. Schranken des Urheberrechts
In Einzelfällen können Ausnahmen greifen (z. B. Zitatrecht oder Berichterstattung).
- Ist eine KSP Abmahnung immer berechtigt?
Nein, nicht unbedingt.
Auch wenn viele Fälle begründet sind, ist jede Forderung juristisch überprüfbar. In der Praxis zeigt sich häufig:
- Forderungen sind teilweise überhöht
- Nutzungsdauer wird zu hoch angesetzt
- Lizenzmodelle werden pauschal kalkuliert
- Verantwortlichkeiten sind nicht immer eindeutig
Eine pauschale Zahlung ohne Prüfung ist daher nicht empfehlenswert.
- Vergleich statt Gericht – oft wirtschaftlich sinnvoll
Selbst wenn eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, ist ein Gerichtsverfahren selten wirtschaftlich sinnvoll.
In vielen Fällen lassen sich erreichen:
- deutliche Reduzierung der Gesamtsumme
- Vermeidung eines Gerichtsverfahrens
- Einigung über eine einmalige Vergleichszahlung
- Anpassung oder Einschränkung der Unterlassungserklärung
Gerade bei mehreren Bildern oder längeren Nutzungen sind Verhandlungen häufig erfolgreich.
- Wie lassen sich KSP Abmahnungen für die dpa Picture Alliance GmbH künftig vermeiden?
Die wichtigste Prävention liegt in der sauberen Bildrechteverwaltung:
- nur eigene Fotos verwenden
- ausschließlich lizenzierte Bilder nutzen
- Lizenzbedingungen genau dokumentieren
- keine Bilder aus Google oder Social Media übernehmen
- bei Agenturbildern Nutzungsrechte exakt prüfen
- Nachweise archivieren
Gerade bei Unternehmenswebseiten ist eine strukturierte Bildrechteverwaltung entscheidend.
- Kostenfreie Ersteinschätzung der Kanzlei Dr. Newerla bei KSP Abmahnung (dpa)
Wenn Sie ein Schreiben der KSP Kanzlei im Auftrag der dpa Picture-Alliance erhalten haben, kann eine schnelle rechtliche Prüfung entscheidend sein.
Im Rahmen einer Ersteinschätzung wird geprüft:
- ob überhaupt eine Rechtsverletzung vorliegt
- ob die Forderung der Höhe nach angemessen ist
- welche Verteidigungsstrategie sinnvoll ist
- ob eine außergerichtliche Lösung möglich ist
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- Ist eine KSP Abmahnung Fake oder Abzocke?
Nein. Die Schreiben sind grundsätzlich ernst zu nehmen, da sie auf urheberrechtlichen Ansprüchen der dpa Picture-Alliance beruhen.
- Warum habe ich eine KSP Forderung erhalten?
Meist wird Ihnen vorgeworfen, ein geschütztes Foto ohne Lizenz auf einer Website oder Social-Media-Plattform verwendet zu haben.
- Muss ich sofort zahlen?
Nein. Eine Zahlung sollte immer erst (wenn überhaupt) nach rechtlicher Prüfung erfolgen. Bedenken Sie bitte, dass die Forderungen sich zudem auch im Falle einer berechtigten Abmahnung mit fachkundiger anwaltlicher Utnerstützung oftmals deutlich reduzieren lassen.
- Was passiert bei Nichtreaktion?
Es kann zu:
- Mahnbescheid
- Klage
- erheblich höheren Kosten
kommen.
- Kann man KSP Forderungen reduzieren?
Ja. In vielen Fällen sind deutliche Reduzierungen durch anwaltliche Verhandlung möglich.
- Wer ist typischerweise betroffen?
- Unternehmen
- Selbstständige
- Vereine
- Webseitenbetreiber
- Social-Media-Verantwortliche
Fazit
Die KSP Abmahnung im Auftrag der dpa Picture-Alliance ist ein ernstes urheberrechtliches Thema, das nicht ignoriert werden sollte.
Entscheidend ist jedoch:
- keine vorschnellen Reaktionen
- keine unbedachte Zahlung
- professionelle rechtliche Prüfung
- strategische Verhandlung
In vielen Fällen lassen sich wirtschaftlich deutlich bessere Ergebnisse erzielen als die ursprüngliche Forderung vorsieht.
Dr. Danjel-Philippe Newerla,Rechtsanwalt
Fachanwalt für IT-Recht
Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht-
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