Ich wurde geblitzt - was soll ich tun?

Mehr zum Thema: Verkehrsrecht, Fahrverbot, Blitzer, geblitzt, Punkte, Geschwindigkeitsüberschreitung
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Wer bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Rotlichtverstoß geblitzt wurde, kann ziemlich sicher mit einem Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid oder mehr rechnen. Was tun, und in welchen Situationen lohnt sich, dagegen vorzugehen?

Wenn Sie geblitzt wurden, kann das unangenehme Folgen wie Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot nach sich ziehen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Schritte Sie nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder einem Rotlichtverstoß unternehmen sollten und wie Sie sich am besten verhalten.

Ruhe bewahren und den Vorfall dokumentieren

Zunächst einmal sollten Sie Ruhe bewahren und den Vorfall genau dokumentieren: Notieren Sie sich Datum, Uhrzeit, Ort und die Umstände der Situation. Falls möglich, machen Sie Fotos von der Örtlichkeit und der Verkehrssituation. Diese Informationen können später hilfreich sein, um den Sachverhalt aufzuklären oder mögliche Fehler bei der Messung aufzudecken.

Anhörungsbogen abwarten

Nachdem Sie geblitzt wurden, erhalten Sie in der Regel einen Anhörungsbogen von der zuständigen Behörde. In diesem Schreiben werden Sie aufgefordert, Stellung zu dem Vorwurf der Ordnungswidrigkeit zu nehmen. Sie sind jedoch nicht verpflichtet, Angaben zum Sachverhalt zu machen. Es empfiehlt sich, den Anhörungsbogen zunächst nur im Hinblick auf Ihre Personalien auszufüllen und sich ansonsten nicht zu äußern.

Akteneinsicht beantragen und anwaltlichen Rat einholen

Um die Rechtmäßigkeit des Bußgeldbescheides überprüfen zu können, sollten Sie Akteneinsicht beantragen. Dies ist in der Regel nur über einen Rechtsanwalt möglich. Ein erfahrener Anwalt kann die Akten prüfen und mögliche Fehler bei der Messung oder der Verfahrensweise aufdecken. Zudem kann er Ihnen eine Einschätzung geben, ob es sinnvoll ist, gegen den Bußgeldbescheid vorzugehen.

Einspruch gegen den Bußgeldbescheid einlegen

Sollten Sie nach Rücksprache mit Ihrem Anwalt zu dem Entschluss kommen, dass ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erfolgversprechend ist, müssen Sie diesen innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung des Bescheides einlegen. Der Einspruch kann formlos erfolgen, sollte aber schriftlich und unter Angabe der Aktenzeichen erfolgen.

Gerichtsverfahren und mögliche Folgen

Nach Einlegung des Einspruchs wird das Verfahren in der Regel vor dem zuständigen Amtsgericht verhandelt. Hierbei wird geprüft, ob der Bußgeldbescheid rechtmäßig ist und ob die verhängten Sanktionen angemessen sind. Je nach Ausgang des Verfahrens kann das Bußgeld reduziert, aufgehoben oder bestätigt werden. In manchen Fällen kann auch das Fahrverbot abgewendet oder verkürzt werden.

Fazit

Wenn Sie geblitzt wurden, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und den Vorfall genau zu dokumentieren. Warten Sie den Anhörungsbogen ab und nehmen Sie anwaltlichen Rat in Anspruch, um Ihre Möglichkeiten auszuloten. Ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid kann in manchen Fällen sinnvoll sein, um mögliche Fehler aufzudecken oder die Sanktionen abzumildern.


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