Wurden Sie schon wieder geblitzt, weil sie zu schnell gefahren sind?

Mehr zum Thema: Verkehrsrecht, Bußgeldbescheid, Anhörungsbogen, geblitzt, Geschwindigkeitsüberschreitung, Fahrverbot, Blitzer
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Tipps rund um Anhörungsbogen und Bußgeldbescheid!

Die meisten Autofahrer werden diese Frage wohl mit ja beantworten müssen. Die Geschwindigkeitsmessungen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Der deutsche Fiskus nimmt schätzungsweise  insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro durch Verkehrssünder ein.  Lohnt es sich aber überhaupt gegen die Verhängung von Bußgeldern und Fahrverboten vorzugehen?

Ja, ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid kann sich bezahlt machen. Laut einer Studie einer Verkehrssachverständigengesellschaft sind 80% aller Bußgeldbescheide fehlerhaft. Nehmen Sie Ihr Bußgeld und/oder Fahrverbot daher nicht einfach so hin. Bitte vergessen Sie nicht, dass es zusätzlich um Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg geht. Sobald der Anhörungsbogen von der Bußgeldbehörde eintrifft, sollte ein Verkehrsrechtsanwalt beauftragt werden.

Bitte lassen Sie sich auch nicht durch die vermeintliche Fristsetzung der Bußgeldbehörde einschüchtern. Als Betroffener sind Sie weder verpflichtet Angaben zur Sache zu machen noch den Anhörungsbogen zurück zu senden. Es besteht zwar eine bußgeldbewährte Pflicht folgende Personalien anzugeben: Vorname, Familienname, Geburtsort und Geburtsdatum sowie Ihre Anschrift. Dies gilt allerdings nur, soweit der Bußgeldbehörde zuvor genannte Angaben nicht bekannt sind.

In Deutschland ist eine Ahndung wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes nur möglich, wenn Ihnen nachgewiesen werden kann, dass Sie den Geschwindigkeitsverstoß auch tatsächlich begangen haben. Sollten Sie auf dem Foto z.B. kaum zu erkennen sein, kann gegen Sie weder ein Bußgeld noch Fahrverbot verhängt werden. Sollte in Ihrem Fall bereits die Verfolgungsverjährung eingetreten sein, können Sie für den Geschwindigkeitsverstoß nicht mehr belangt werden. Auch ein Fehler bei der Geschwindigkeitsmessung kann dazu führen, dass das Bußgeld und/oder Fahrverbot wegfällt. In Bußgeldsachen übernimmt  Ihre Verkehrsrechtsschutzversicherung die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten.

Sie sind im Übrigen nicht verpflichtet, den Rechtsanwalt zu beauftragen, den Ihre Rechtsschutzversicherung empfiehlt. Vielmehr können Sie Ihren Rechtsanwalt frei wählen und bekommen auch dessen Kosten von Ihrer Rechtsschutzversicherung ersetzt. Die Verkehrsrechtskanzlei Marnitz ist schwerpunktmäßig im Bußgeldrecht tätig und konnte bereits in einer Vielzahl von Fällen erreichen, dass Bußgelder und/oder Fahrverbote weggefallen sind.

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