14-tägiges Rücktrittsrecht bei Verträgen?

Mehr zum Thema: Vertragsrecht, Handyvertrag, Kündigung, Umtausch, Internet, Rücktrittsrecht
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Ihre Rechte als Verbraucher

Wer kennt das nicht: voller Freude über ein vermeintliches Schnäppchen, läßt man sich bei einem Stadtbummel zu dem Abschluss eines Handyvertrages hinreißen.

Oder man muss unbedingt ein Superangebot aus dem Internet haben.
Im Nachhinein stellt sich heraus, dass weder der spontane Handyvertrag noch das Superangebot aus dem Internet halten, was man sich vorgestellt hat.

Carmen Grebe
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
Clemensstraße 5-7
50676 Köln
Tel: 0221/27234930
Web: http://www.ra-grebe.de
E-Mail:
Erbrecht, Zivilrecht

Was also tun, wenn man schnelle Entscheidung bereut und vom Vertrag zurücktreten möchte ?
Die Annahme, dass es immer ein 14-tägiges Rücktrittsrecht gibt, ist leider ein weit verbreiteter Irrtum. Hierbei ist die Art des Vertrages von maßgeblicher Bedeutung.
Bei einem spontan abgeschlossenen Handyvertrag anlässlich eines Einkaufsbummels in der Stadt hat man kein Rücktrittsrecht.
Bei so genannten Fernabsatzverträgen mittels Fax, E-Mail oder Telefon erlaubt der Gesetzgeber zum Schutz des Verbrauchers hingegen ein Rücktrittsrecht.

Das heißt, das man den Handyvertrag wird erfüllen müssen, jedoch berechtigt ist das vermeintlich Superangebot aus dem Internet innerhalb von 14 Tagen einfach zurück zu schicken.

Carmen Grebe
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familienrecht
systemische Familienberaterin

_____________________________
Clemensstraße 5-7
50676 Köln
Fon 0221/27234930
Fax 0221/27234931
www.ra-grebe.de


Leserkommentare
von Marloon am 06.12.2017 16:30:21# 1
Auch SEO-Marketing spielt für Anwälte derzeit eine immer bedeutendere Aufgabe: https://www.kanzleimarketing.de/marketing-online/seo/ Da leider kaum noch jemand einen Anwalt im Gelbe-Seiten-Buch sucht...
    
von axt-im-walde am 01.03.2019 07:14:22# 2
Das Thema Pfändungsschutzkonto ist in Deutschland weitgehend bekannt - kürzlich wurde ich im Telefonat mit einer deutschen Bank sogar aktiv darauf hingewiesen, obwohl ich keinen akuten Bedarf hatte. Viele Banken haben in ihren Onlineportalen sogar einen gut sichtbaren Button, um direkt zur Pfändungsschutzabteilung zu gelangen.

Wie sieht es aber in unseren europäischen Nachbarländern aus ? Soweit ich weiß, muss ein Schuldner bei Pfändungen den Pfändungsschutz und die Bewahrung eines zum Leben ausreichenden Geldeinganges für sich selbst (plus ggfs. Familie) im Einzelfall mit dem Gläubiger aushandeln.

So gibt es manche im Ausland lebende Personen, welche in Deutschland ein Girokonto unterhalten.

Mich würde interessieren, wonach sich im Pfändungsfall die Höhe des geschützten Betrages richtet: Nach der Rechtslage im Ausland bezogen auf den dort lebenden Bürger ? Oder nach den in Deutschland geltenden Regeln, als würde die Person in Deutschland leben ?
    
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