Hinweis auf Angebot - das aber wegen fehlender Ware nicht genutzt werden kann

11. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)
Hinweis auf Angebot - das aber wegen fehlender Ware nicht genutzt werden kann

Hallo,
den von mir geschilderten Fall habe ich nicht gefunden, denke aber, dass ich aufgrund verschiedener Kommentare dazulernen muss.
Angebotsschild hinterm Thekenglas einer Bäckerei:
3 Kuchen
nach Wahl*
anstatt xx,xx€ nur xx,xx€
Der Text "3 Kuchen" ca. 4-8 x so groß wie der übrige Text.
Kunde wählt 3 gleiche Kuchen, der einzigen ausgestellten Kuchenart, aus. Es gab keine weiteren Kuchen (mehr) zur Auswahl. Nach Einpacken der Kuchen und Nennung des eingetippten höheren Preises, weist der Kunde auf das Angebot hin. Verkäufer: "Das Angebot gilt nicht für diesen Kuchen" und entfernt das Schild. Vermutlich gab es auch im Lagerraum keinen weiteren Kuchen, sonst wäre dieser benannt / geholt worden.

Ich bin kompletter Laie. Mein Verständnis: Das Schild hätte mangels Auswahl entfernt werden und der einzige nicht für das Angebot bereitliegende Kuchen zum Angebot abgegeben werden müssen. Das sei aber dem Verkaufspersonal verziehen, da eine Menschenschlange an der Theke stand. Streß!
Aber meine Frage: Zum "*" gab es keine weiteren Hinweise wie in einem Brief oder Internetportal. Ist es selbstverständlich, dass zur "Wahl" nichts Näheres geschrieben stehen muss und der "*" als Hinweis zu Fragen an das Verkaufspersonal gilt?
Danke.

-- Editiert von User am 11. April 2024 12:57

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28 Antworten
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
Ist es selbstverständlich, dass zur "Wahl" nichts Näheres geschrieben stehen muss und der "*" als Hinweis zu Fragen an das Verkaufspersonal gilt?

Darüber kann man dann trefflich streiten.

Es kann aber gut sein, das dies in einem solchen Laden so ausgelegt wird, da man ohne Kontakt zum Verkaufspersonal diese Ware gar nicht erwerben kann.


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Danke. Man lernt täglich dazu. Letztendlich bleibt es halt am Verkaufspersonal hängen, dass sowieso knapp bemessen ist und dann noch juristische Dinge (Schild rechtzeitig entfernen) beachten soll.

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Ich äußere hier meine laienhafte Erfahrung. Genaues geht nur über Anwalt oder Behörde.

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17142 Beiträge, 5918x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
und dann noch juristische Dinge (Schild rechtzeitig entfernen) beachten soll.
Nein. Der Käufer hat ein Angebot gemacht 3 Kuchen zu kaufen. Der Verkäufer hat einen Preis genannt und fertig. Der Käufer kann den Preis akzeptieren oder nicht. Der Käufer hat kein Anrecht darauf den Kuchen zu dem falsch ausgepreisten Betrag zu erhalten. Als Kunde gibt man ein Kaufangebot ab. Der Verkäufer kann das akzeptieren, muss es aber nicht. So wie im Fall hier ja geschehen. Es kam zu einer Nachverhandlung und der Kunde hat den höheren Preis akzeptiert. Natürlich sorgt das für Unmut, ist nun aber so gesetzlich geregelt. Das soll genau das verhindern was bei dir geschehen ist, der Verkäufer braucht falsch ausgepreiste Ware nicht zum falschen Preis zu verkaufen.

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#4
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Also vorneweg: Ich bin nicht juristisch gebildet, bin gelernter Kaufmann.

Zitat (von -Laie-):
Der Käufer hat ein Angebot gemacht 3 Kuchen zu kaufen. Der Verkäufer hat einen Preis genannt und fertig.

Trifft nicht zu. Der Verkäufer hat ein Angebot gemacht (durch Aushang an der Theke). Der Käufer hat das Angebot angenommen (3 Kuchen zum Preis xx.xx€). Der Verkäufer gibt aber die Ware nicht zu diesem Preis heraus.
Nach meinem Verständnis muss der Verkäufer die Ware zum genannten Preis herausgeben. Denn sonst könnte ich als Autoverkäufer (der ich nicht bin), einen Aushang ins Fenster hängen "heute neue Opel Corsa zu 2.000€" und könnte dann dem vorsprechenden Kunden sagen, was geht mich mein Geschreibse im Schaufenster an.

Zitat (von -Laie-):
Der Käufer hat kein Anrecht darauf den Kuchen zu dem falsch ausgepreisten Betrag zu erhalten.

Das mag sein, hat aber mit diesem Fall nichts zu tun.

Zitat (von -Laie-):
Als Kunde gibt man ein Kaufangebot ab. Der Verkäufer kann das akzeptieren, muss es aber nicht. So wie im Fall hier ja geschehen.

Wie schon gesagt, der Fall ist gerade anders herum gelagert.

Und noch was, was hier aber vermutlich nicht unbedingt übertragen werden kann:
Habe ich einen Internetshop und werbe ich einfach ganz normal mit "Olymp-Hemden", die ich aber überhaupt nicht im Angebot habe, kann ich abgemahnt werden. Da könnte man das Kuchenangebot ähnlich sehen, da ja die scheinbar gemeinten Kuchenvarianten nicht lieferbar/aushändigbar waren. Lockangebot das nicht erfüllt werden kann.
Hier mag ich aber daneben liegen.

-- Editiert von User am 13. April 2024 14:15

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#5
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Nachtrag: Der Verkäufer beruft sich ja nicht auf Irrtum beim Preis, sondern darauf, dass das Angebot nicht für alle Kuchen gilt.

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
Der Verkäufer hat ein Angebot gemacht (durch Aushang an der Theke).

Ja, allerdings nur ein Angebot an den Kunden seinerseits ein Angebot abzugeben (invitatio ad offerendum).
Der Käufer hat das Angebot gemacht "verkaufe mir 3 Kuchen zum Gesamtpreis von X".
Das hat der Verkäufer mit "verkaufe mir 3 Kuchen zum Gesamtpreis von Y" nicht angenommen.



Zitat (von Frieder01):
sondern darauf, dass das Angebot nicht für alle Kuchen gilt.

Richtig.

Sternchentext und das Problem der nicht mehr vorhandenen Kuchen sind der Problematik des "Lockvogelangebotes" zuzuordnen. Das ist aber eher Wettbewerbsrecht, das nützt dem Kunden vor Ort erst mal nichts, denn daraus können nur Wettbewerber rechtliche Folgen ableiten.


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#7
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das hat der Verkäufer mit "verkaufe mir 3 Kuchen zum Gesamtpreis von Y" nicht angenommen.

Als Laie kann ich das nicht verstehen. Und ich frage mich, wie es irgendwann zu solchen Sichtweisen kam.
Aber danke, man muss ja dazulernen.

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#8
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Nachtrag:
Habe gerade noch mit einem Betriebswirt (Master) gesprochen, der seine Ausbildung vor etwa 7 Jahren (als Jahrgangsbester) abgeschlossen hat. Sie hat es so wie ich gelernt. Der Kunde nimmt das Angebot an, der Verkäufer muss liefern.
Jetzt mag diese Ansicht juristisch nicht haltbar sein. Aber was läuft dann in Deutschland falsch, wenn im Studium Betriebswirtschaft anderes gelernt wird als im Jurastudium? Es geht ja nicht um tiefe spektakuläre Sätze, sondern um einen allgemeinverständlichen Sachverhalt ohne Schnörkel.
Übrigens habe ich das "Jahrgangsbester" nur angefügt, damit man nicht davon ausgeht, er habe das Diplom im Lotto gewonnen.

-- Editiert von User am 14. April 2024 10:22

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#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
Übrigens habe ich das "Jahrgangsbester" nur angefügt, damit man nicht davon ausgeht, er habe das Diplom im Lotto gewonnen.

Das nütz nur nichts, wenn man es falsch beigebracht bekommt.

Zwar wird das oben genannte Prinzip gerade von großen Unternehmen oft so praktiziert, das ist dann aber reine Kulanz.



Zitat (von Frieder01):
Als Laie kann ich das nicht verstehen.

Nachvollziehbar.
Aber es gibt sogar das ein oder andere wo Juristen sagen "Nee ... also wirklich ..."



Zitat (von Frieder01):
Und ich frage mich, wie es irgendwann zu solchen Sichtweisen kam.

Da weis ich ehrlich gesagt nicht.
Einige Elemente des BGB stammen noch aus der Römerzeit, Napoleon hat das ganze dann mal zusammenfassen und mit Struktur versehen lassen und seitdem wurde es in DE immer wieder erweitert und modernisiert. Wo genau dann diese Sichtweise da rein kam, weis ich nicht.
Es könnte aber aktuell geworden sein, als die Aldi und die anderen Supermärkte aufkamen..


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#10
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Hab den Beitrag wieder gestrichen, da unnötig.

-- Editiert von User am 14. April 2024 11:35

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Ich äußere hier meine laienhafte Erfahrung. Genaues geht nur über Anwalt oder Behörde.

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#11
 Von 
Tommok
Status:
Praktikant
(594 Beiträge, 313x hilfreich)

Ich sehe es wir die Betriebswirte-Fraktion hier.

"3 Stück Kuchen zu Preis x" ist das Angebot. Der Kunde bestellt drei Stück Kuchen und nimmt damit das Angebot an.

Der VK muss sich daran festhalten lassen. Wenn irgendwo im Kleingedruckten steht: "das gilt aber nur für bestimmte (momentan nicht lieferbare) Sorten", dann ist das irreführende Werbung und abmahnbewährt, jedenfalls ein Fall für die Verbraucherzentrale. Worauf man dann vor Ort auch straffrei hinweisen (und eventuell um eine ladungsfähige Anschrift bitten) darf.

Und ein Verkäufer kann natürlich kein Sonderangebot ausschreiben und dann das Schild einfach entfernen wenn der Kunde es annehmen will. Er kann natürlich schon, aber er muss dann dem Kunden dennoch das Sonderangebot gewähren.

Gruß Tommok

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Tommok):
und eventuell um eine ladungsfähige Anschrift bitten)

Naja, kann etwas peinlich wirken, da man mitten in der ladungsfähigen Anschrift drin steht.


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#13
 Von 
Tommok
Status:
Praktikant
(594 Beiträge, 313x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von Tommok):
und eventuell um eine ladungsfähige Anschrift bitten)

Naja, kann etwas peinlich wirken, da man mitten in der ladungsfähigen Anschrift drin steht.


:crazy: Man steht in der Regel in einem Gebäude und nicht in einer Anschrift. Welche Adresse hat denn Dein regionaler ALDI-Markt?

Und stimmt die Hausnummer wirklich? Und ist das auch der Sitz des Unternehmens?

Die Frage nach einer "ladungsfähigen Anschrift" hat sich schon hier und da bewährt im Hinblick auf doch bekommen was man will.

Gruß Tommok

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#14
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16728 Beiträge, 9366x hilfreich)

Zitat (von Tommok):
Ich sehe es wir die Betriebswirte-Fraktion hier.

Betriebswirte sind halt keine Juristen.

Das Schild ist kein Angebot, sondern eine "invitatio ad offerandum", eine Einladung an die Kunden, ein Kaufangebot abzugeben.
Der Kunde wählt seinen Kuchen und gibt damit das Angebot "ich will den von mir ausgesuchten Kuchen zum Preis auf dem Schild kaufen" ab.
In diesem Fall hat der Verkäufer das Angebot nicht angenommen, sondern ein Gegenangebot abgegeben ("ich will verkaufen, aber nur zu einem höheren Preis").
Das kann der Kunde annehmen (indem er bezahlt) oder ablehnen ("zu dem Preis will ich den Kuchen nicht kaufen").

Bei unzutreffender Preisauszeichnung gibt es (wie eigentlich allgemein bekannt sein sollte) keinen Anspruch darauf, die Ware zum falschen Preis zu bekommen. Ein Preisschild ist eben kein Angebot, sondern nur eine Einladung an Kunden, ein Kaufangebot abzugeben.

Da kann man als Kunde nichts machen, außer Verbraucherschutzverbände oder Wettbewerber informieren, die die Bäckerei abmahnen könnten.
Davon bekommt man als Kunde aber auch keinen günstigen Kuchen.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Tommok):
Welche Adresse hat denn Dein regionaler ALDI-Markt?

A) Steht dran. Lesen muss man selber
B) Google sagt es einem automatisch



Zitat (von Tommok):
Und stimmt die Hausnummer wirklich?

Ja, nachts kommen kleine Kobolde und tauschen die Hausnummern aus ...



Zitat (von Tommok):
Und ist das auch der Sitz des Unternehmens?

Irrelevant.


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#16
 Von 
Tommok
Status:
Praktikant
(594 Beiträge, 313x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
Das Schild ist kein Angebot, sondern eine "invitatio ad offerandum", eine Einladung an die Kunden, ein Kaufangebot abzugeben.
Der Kunde wählt seinen Kuchen und gibt damit das Angebot "ich will den von mir ausgesuchten Kuchen zum Preis auf dem Schild kaufen" ab.
In diesem Fall hat der Verkäufer das Angebot nicht angenommen, sondern ein Gegenangebot abgegeben ("ich will verkaufen, aber nur zu einem höheren Preis").
Das kann der Kunde annehmen (indem er bezahlt) oder ablehnen ("zu dem Preis will ich den Kuchen nicht kaufen").

Bei unzutreffender Preisauszeichnung gibt es (wie eigentlich allgemein bekannt sein sollte) keinen Anspruch darauf, die Ware zum falschen Preis zu bekommen. Ein Preisschild ist eben kein Angebot, sondern nur eine Einladung an Kunden, ein Kaufangebot abzugeben.


Nach einiger Recherche stellt sich heraus, dass diese Sichtweise wohl stimmt.

Allerdings hat der Kunde dann an der Kasse das Recht, den Kuchen nicht zu dem (teureren) Preis zu kaufen, da ihm der Verkäufer dann quasi nur ein "Gegenangebot" macht, das der Kunde wiederum nicht annehmen muss. Man darf also den Kauf dann ablehnen (sofern man den Kuchen noch nicht gegessen hat).

In der Regel (Beispiel: im Supermarkt ist ein Artikel anders ausgezeichnet als dann an der Kasse abgezogen wird, das ist im Prinzip das gleiche Szenario) hilft es dennoch, zu protestieren und ggf. ein bisschen mit dem sprichwörtlichen Säbel zu rasseln. Die Stichworte "irreführende Werbung gemäß §5 und 5a UWG" und eben auch die Frage nach der ladungsfähigen Anschrift (auch wenn Harry selbst zum Googeln der Adresse in der Lage ist, herzlichen Glückwunsch dazu!) verleihen dem Protest zusätzlichen Nachdruck.

Gruß Tommok

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17142 Beiträge, 5918x hilfreich)

Zitat (von Tommok):
verleihen dem Protest zusätzlichen Nachdruck.
:augenroll:

Insbesondere die Frage nach der Adresse lässt den Kunden nur als unmündigen Bürger erscheinen der nicht in der Lage ist zu wissen wo er sich gerade aufhält.
Solch eine Säbelrasselerei schadet nur, nützt aber nichts. Mit Freundlichkeit kommt man sehr viel weiter als mit haltlosen Beschimpfungen. Sehr viele Läden sind so kulant und geben die Ware dann trotzdem zu dem falschen Preis heraus.


Zitat (von Tommok):
Nach einiger Recherche stellt sich heraus, dass diese Sichtweise wohl stimmt.
Schon immer so gewesen. Hier tummeln sich ganz viele Nicht Juristen, all denen ist das bekannt. Man muss kein Jurist sein um das zu wissen. Eine ganz kurze Recherche ob man einen Anspruch auf den ausgepreisten Preis einer Ware hat würde voll und ganz genügen. Es gibt zig tausende Beiträge zu genau diesem Thema.

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#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Tommok):
auch wenn Harry selbst zum Googeln der Adresse in der Lage ist, herzlichen Glückwunsch dazu!

Ich kann sogar lesen was außen dran steht ...
Aber für derart unterkomplexe Dinge sind eigentlich keine Glückwünsche nötig.



Zitat (von -Laie-):
Insbesondere die Frage nach der Adresse lässt den Kunden nur als unmündigen Bürger erscheinen der nicht in der Lage ist zu wissen wo er sich gerade aufhält.

Wir sind ein freies Land, hier darf sich jeder so blamieren wie wer möchte.
Mache lassen sich dafür sogar in den Bundestag und höherer Gremien wählen.



Zitat (von Tommok):
Man darf also den Kauf dann ablehnen

Ja.

Und der Händler selber, der kann sogar noch unmittelbar an der Kasse entscheiden rein gar nichts an den Kunden verkaufen zu wollen, da es am Kontrahierungszwang mangelt.



Zitat (von Tommok):
sofern man den Kuchen noch nicht gegessen hat

Das wäre dann doch mal eine interessante Diskussionsvariante, wie dann die Abwicklung aussehen würde.


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#19
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Naja, kann etwas peinlich wirken, da man mitten in der ladungsfähigen Anschrift drin steht.

Stimmt zwar, hier war es aber tatsächlich eine von sehr vielen (>100) Filialen des Bäckers.
Zitat (von drkabo):
Der Kunde wählt seinen Kuchen und gibt damit das Angebot "ich will den von mir ausgesuchten Kuchen zum Preis auf dem Schild kaufen" ab.
In diesem Fall hat der Verkäufer das Angebot nicht angenommen,

Die Frage ist bald, wie oft geht so ein Angebot hin und her oder warum überhaupt Angebote? :wink:

Aber Spass beiseite: Was mich hier erschreckt ist, dass im Studium (siehe meinen Jahrgangsbesten) von Juristen, Betriebswirten usw. etwas aneinander vorbeizulaufen scheint. Bei etwas schwierigeren Sachverhalten ist das zwar zwangsläufig. Bei "Angebot und Annahme des Angebotes" sollte es aber in der Betriebswirtschaft richtig vermittelbar sein.

-- Editiert von User am 15. April 2024 17:56

Signatur:

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#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
hier war es aber tatsächlich eine von sehr vielen (>100) Filialen des Bäckers




Zitat (von Frieder01):
Bei "Angebot und Annahme des Angebotes" sollte es aber in der Betriebswirtschaft richtig vermittelbar sein.

Viele der Leute die dort unterrichten, sind nicht mal (echte) Juristen.

Ich hatte Glück, bei mir kam ein honoriger Richter a.D. zum Zuge. Der dann recht plastisch schilderte wie ein Jurist so was sieht, dann aber auch aus der Realität die eine oder andere Sache erzählte, wie es dann vor Gericht wirklich lief.

Einen schönen Text hat er mitgegeben
Wollen sie ihr Leben kompliziert machen, fragen sie einen Juristen.
Wollen sie ihr Leben komplizierter machen, fragen sie zwei Juristen.
Fragen sie zwei Juristen, haben sie mindesten 3 Meinungen aus denen sie auswählen können.
Manchmal werden sie feststellen das es eine vierte Meinung gibt, die es Gerichtes.
Für Juristen ist diese vierte Meinung meist völlig unerwartet und unvorhersehbar, eine Fehlinterpretation des Gerichtes - zumindest wenn es der Anwalt ist, der verloren hat.



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#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
hier war es aber tatsächlich eine von sehr vielen (>100) Filialen des Bäckers.

Auch eine Filiale ist durchaus eine ladungsfähige Anschrift.


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#22
 Von 
amz529033-63
Status:
Schüler
(325 Beiträge, 63x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
Was mich hier erschreckt ist, dass im Studium (siehe meinen Jahrgangsbesten) von Juristen, Betriebswirten usw. etwas aneinander vorbeizulaufen scheint


Also ich habe vor > 30 Jahren Agrarwissenschaften studiert und in der einen (!) Veranstaltung zum Recht, die dazu gehörte, genau die hier zitierte "Invitatio ad offerendum" erlernt. Mein Verdacht geht eher da hin, dass der jahrgangsbeste Betriebswirt das selbst falsch verstanden oder nicht mehr richtig auf dem Schirm hat - auch Jahrgangsbeste machen schließlich Fehler und vergessen auch mal was :wink:

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#23
 Von 
fisch60
Status:
Beginner
(69 Beiträge, 8x hilfreich)

Wir waren gestern im Norma einkaufen. Am Einkaufsregal hängt ein Schild das ein Glas Bio Karottensalat 75 Cent kosten soll. wir habe 5 solche Gläser in den Einkaufswagen getan. An der Kasse werden aber 89 Cent auf das Glas Karottensalat eingegeben. Auf meine freundliche Nachfrage meinte die Kassiererin " Ach so , da wurden die Schilder noch nicht ausgetauscht, möchten sie die Gläser gerne kaufen oder soll ich sie wieder von der Rechnung nehmen? Jetzt kann ich entscheiden ob ich die Gläser kaufe oder nicht. Das ist in jedem Discounter so und das ist auch die Rechtsprechung. Die Schilder an den Regalen sind nicht bindend für den Verkäufer. Der Preis der an der Kasse eingegeben wird ist maßgebend. Man kann sich ja dann zum Nichtkauf entscheiden.

1x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Zitat (von amz529033-63):
Mein Verdacht geht eher da hin, dass der jahrgangsbeste Betriebswirt das selbst falsch verstanden oder nicht mehr richtig auf dem Schirm hat .....

So sei es :smile:

Signatur:

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#25
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6475 Beiträge, 2321x hilfreich)

Zitat:
3 Kuchen
nach Wahl*

Ist dies nur ein Teil es Texts oder welche Bedeutung hat das * ?

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7441 Beiträge, 1551x hilfreich)

Zitat (von fisch60):
Die Schilder an den Regalen sind nicht bindend für den Verkäufer. Der Preis der an der Kasse eingegeben wird ist maßgebend. Man kann sich ja dann zum Nichtkauf entscheiden.


So ist es. Genau wie an der Tankstelle nicht der Pylon mit den ganzen Preisen - sondern der Preis an der Säule maßgebend ist

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#27
 Von 
Frieder01
Status:
Schüler
(204 Beiträge, 38x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Ist dies nur ein Teil es Texts oder welche Bedeutung hat das * ?

Ich weiß schon leider nicht mehr, warum ich dieses Zeichen * angefügt habe, denn da stand nach meiner Erinnerung nichts mehr. Allerdings stand noch darüber groß das Wort "Dauerangebot".
Zitat (von cirius32832):
Genau wie an der Tankstelle nicht der Pylon mit den ganzen Preisen - sondern der Preis an der Säule maßgebend ist

Dabei dachte ich, die Tankstellen müssen die Preise deutlich sichtbar anbringen. Ich frage mich dann, wozu?

Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121352 Beiträge, 40009x hilfreich)

Zitat (von Frieder01):
Dabei dachte ich, die Tankstellen müssen die Preise deutlich sichtbar anbringen.

Richtig, tun si e ja auch.
Sobald man die Zapfpistole aus der Halterung nimmt, wird der passende Preis der zu dem Zeitpunkt gilt angezeigt.



Zitat (von Frieder01):
Ich frage mich dann, wozu?

Damit man weis, was es zu dem Zeitpunkt des Tankens kostet.


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