Ex-RAF-Terrorist wird vorzeitig aus Haft entlassen

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- Nun noch fünf verurteilte RAF-Mitglieder im Gefängnis

Der frühere RAF-Terrorist Rolf Heißler wird am Freitag vorzeitig aus der Haft entlassen. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe kommt Heißler auf Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf nach 18 Jahren Haft auf Bewährung frei. Das 1948 geborene Ex-Mitglied der Rote Armee Fraktion (RAF) war am 10. November 1982 vom OLG Düsseldorf wegen zweifachen gemeinschaftlichen Mordes und Mordversuchs zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Das Gericht hielt es damals für erwiesen, dass Heißler im November 1978 gemeinsam mit der früheren RAF-Terroristin Adelheid Schulz zwei niederländische Zollbeamte in Kerkrade bei Aachen erschossen hatte. Nach Angaben des OLG Düsseldorf setzte der Senat in seinem bereits im März gefassten Beschluss die Bewährungsfrist für Heißler auf fünf Jahre fest.

Mit der Freilassung von Heißler reduziert sich die Zahl der noch inhaftierten früheren RAF-Mitglieder auf fünf. Gefängnisstrafen verbüßen derzeit noch Brigitte Mohnhaupt, Rolf Clemens Wagner, Eva Haule, Christian Klar und Birgit Hogefeld. Der bereits in den siebziger Jahren inhaftierte Heißler war 1975 im Austausch zu dem von der Terrorgruppe "Bewegung 2. Juni" entführten Berliner CDU-Politiker Peter Lorenz frei gepresst und in den Jemen ausgeflogen worden. Am 9. Juni 1979 wurde er in Frankfurt am Main erneut festgenommen.

© AFP Agence France-Presse GmbH 2001

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