Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
528.582
Registrierte
Nutzer

THC im Straßenverkehr – neuer Grenzwert

13.1.2005 Thema abonnieren
 Von 
peterpetersen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
THC im Straßenverkehr – neuer Grenzwert

Karlsruhe (AFP) - Hasch am Steuer darf nicht mehr so streng verfolgt werden wie bisher. Das Bundesverfassungsgericht hob in einem am Donnerstag in Karlsruhe veröffentlichten Beschluss den Grenzwert an, ab dem Autofahrer wegen Haschischkonsums mit Fahrverbot und Geldstrafe verfolgt werden können. Bislang reichte dazu der Nachweis des Haschisch-Wirkstoffes THC im Blut auch in geringsten Spuren aus. Das ist nun nach Angaben der Richter aus einem einfachen Grund vorbei: THC-Spuren könnten wegen des technischen Fortschritts noch Tage und Wochen nach dem Konsum im Blut gefunden werden; dann sei die Wirkung aber längst verflogen. Das Gericht legte den THC-Grenzwert, ab dem die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein kann, auf 1,0 Nanogramm THC je Milliliter Blut fest. (AZ: 1 BvR 2652/03 )

Quelle: Yahoo.de

PS: Weiß jemand, wie viel (in Joints) 1,0 Nanogramm sind? :)

Verstoß melden



11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Chronoton
Status:
Praktikant
(896 Beiträge, 72x hilfreich)

das hab ich mal auf die schnelle gefunden:
Nach einer Studie von Johansson et al. lag die Plasmakonzentration nach der Aufnahme von 56 mg radioaktiv markiertem THC bei 10 gewohnheitsmäßigen Cannabiskonsumenten 24 Stunden nach dem letzten Konsum zw. 0,2 und 2 ng/ml, bei zwei der Probanden wurde die Konzentation nicht radioaktiv markierten THCs vier Wochen lang verfolgt und betrug nach 4 Tagen (!) noch 1 ng/ml, nach 14 Tagen noch 0,5 ng/ml.
stellt sich aber die frage wieviel in nem durchschnittlichen joint so drin stecken.

mfg
chronoton

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
peterpetersen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

danke.

also ist die gefahr trotzdem weiter gegeben, den grenzwert von 1,0 zu überschreiten, wenn man am vorabend etwas geraucht hat und am abend des folgetags fährt!?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(26350 Beiträge, 7484x hilfreich)

Es läßt sich nicht "in Jonts" ausdrücken, wann 1,0 nanogramm erreicht sind. Es kommt insbesondere auf die Qualität des Haschischs, die Konsumgewohnheiten, und die körperliche Verfassung des Konsumenten an.

also ist die gefahr trotzdem weiter gegeben, den grenzwert von 1,0 zu überschreiten, wenn man am vorabend etwas geraucht hat und am abend des folgetags fährt!?

Ja.

-----------------
"<small>da mihi factum, dabo tibi ius-iura novit curia
Gruß,Bob(SozArb. Straffälligen-/Drogenhilfe)"

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Thomas.Newton
Status:
Praktikant
(608 Beiträge, 55x hilfreich)

Im übrigen mag es vielleicht einmal darauf hinauslaufen, im Moment ist der Schluss von Yahoo etwas verfrüht und die Wiedergabe der Entscheidung schlicht falsch. Das Bundesverfassungsgericht hat keinen Grenzwert festgelegt, auch nicht einen solchen von 1,0. Vielleicht einfach mal nachlesen. Da würde ich den Kiffern raten, sich nicht zu früh zu freuen. Noch besser, gar nicht Autofahren, wenn man vorher gekifft hat. Wenn man dann jemanden anfährt oder tödlich verletzt, nützten Grenzwerte auch nicht viel.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
peterpetersen
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

@ Thomas Newton

Sehe ich genauso. Nur könnte man am Vortag etwas rauchen, dann 10 Stunden schlafen, 8 Stunden arbeiten und abends Autofahren. Also ist man quasi wieder fit in der Birne – nur im Blut nicht.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
neuling_m
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

@ thomas newton

dieser grenzwert wird aber überall in den medien verbreitet!

weist du mehr???

oder bist du nur so ein kifferhasser!!!! oder vieleicht sogar ein polizist der sich ans bein gepinkelt fühlt und jetzt nicht mehr willkürlich führerscheine einziehen kann. macht sich ja gut in der dienstakte - motivierter mitarbeiter!!!

:-))

grüssle

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
neuling_m
Status:
Frischling
(6 Beiträge, 0x hilfreich)

schau mal hier:


Eine Null-Promille-Regelung beim Cannabiswirkstoff THC ist nicht verhältnismässig und damit nicht grundgesetzkonform. Das entschied das Bundesverfassungsgericht am 21.12.2004. Der Nachweis von THC im Blut sei nicht unabhängig von der Menge geeignet, ein Fahrverbot zu begründen.

Zur Begründung hieß es, dass THC-Spuren wegen des technischen Fortschritts noch Tage nach dem Haschisch-Konsum im Blut gefunden werden könnten. Die vom Gesetzgeber angenommene Identität der Wirkungs- und Nachweiszeit treffe deshalb nicht mehr zu und müsse verfassungskonform ausgelegt werden. Das Gericht sprach sich für einen Grenzwert von 1,0 Nanogramm THC je Milliliter im Blut aus, bisher bedeutete jede noch so kleine Menge Fahrverbot. (Aktenzeichen: 1 BvR 2652/03 - Beschluss vom 21. Dezember 2004)

Ein Autofahrer hatte Beschwerde in Karlsruhe eingelegt, weil er am Abend eine Haschischzigarette geraucht und sich 16 Stunden später ins Auto gesetzt hatte. Der Mann war am Tag nach dem Drogenkonsum wegen einer anderen Sache ausgerechnet zur Polizei gefahren. Die Beamten stellten bei ihm körperliche Auffälligkeiten fest und überredeten ihn zu einem freiwilligen Urintest, bei dem Spuren des Cannabiswirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) von weniger als 0,5 Nanogramm pro Milliliter festgestellt wurden. Das Amtsgericht Kandel (Rheinland- Pfalz) verhängte eine Geldbuße und ein Fahrverbot wegen Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung eines berauschenden Mittels. Das Karlsruher Gericht hob das Urteil auf.
(Tagesschau.de, 13.01.2004)
Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts [13.01.2004]


ui......

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
beniline
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)

Man soll sich nicht täuschen lassen.
Also mir ist das erst vor kurzen passiert ….. ich hab an einem Samstag 2 Joints geraucht.. am Mittwoch darauf um 11:45 bin ich von der Polizei aufgehalten worden und musste mein Urin testen lassen. Der Test hat THC-Gehalt angezeigt. So musste ich auch noch einen Bluttest machen.
Jetzt hab ich meinem Bußgeldbescheid bekommen. Und ich war sehr davon überrascht … nach 3,5 Tagen hatte ich immer noch 4,0 ngl/ml im Blut :(
Vielleicht kommt es auf die Statur an von jedem?!?!?

grüssle

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
holiday357
Status:
Praktikant
(739 Beiträge, 101x hilfreich)

Wie Streetworker schon geschrieben hat ist das nicht nur von einer Sache abhängig.
Da spielt wahrscheinlich aus ne Rolle was man sonst konsumiert hat, sei es Nikotin oder Alkohol, was man darauf gegessen hat, wie lange man geschlafen hat oder ob man wonst was gemacht hat.
Aber die Statur ist auch ein wichtiger Faktor.
Ist beim Alk doch dasselbe.

Gruß Holger

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
Thomasovic
Status:
Praktikant
(760 Beiträge, 147x hilfreich)

Das ist in der Tat sehr unterschiedlich. Es gibt langjährige Dauerkonsumenten die nach 3 Wochen auf "0" sind und bei anderen dauert es bis zu 2 Monaten oder länger.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
homer80
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 3x hilfreich)

hallo!
hab da mal ne frage! vielleicht weiß ja jemand was darüber.

kann mir die führerscheinstelle ein THC drogen-screening auferlegen obwohl ich unter dem grenzwert bin???

ich muss dazu sagen, ich bin in den letzten 2 jahren 3mal im straßen auf thc getestet worden. zwar positiv aber;
die ersten beiden waren unter dem grenzwert. bin ja auch nicht breit gefahren.auf den dritten warte ich jetzt. da war ich auch nüchtern.

vonwegen wiederholungstäter??

gruß der homer

3x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 182.351 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
77.184 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.