Nicht fachgerechte Renovierung des Vormieters / Schäden/Schönheitsreparaturen bei Auszug

2. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Alaris123
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Nicht fachgerechte Renovierung des Vormieters / Schäden/Schönheitsreparaturen bei Auszug

Guten Tag,

wir ziehen nach 4 Jahren und 8 Monaten aus unserer ehemaligen Mietwohnung aus. Bei einem Mieterverein habe ich die Klauseln zur Schönheitsreparatur prüfen lassen. Der Anwalt kam zu dem Entschluss, dass diese unwirksam sind und wir nicht zur Durchführung von Schönheitsreparaturen verpflichtet sind. Konkret geht es um eine Farbwahlklausel während der Mietzeit. Von uns farbig gestrichene Wände haben wir in weiß überstrichen.

Unser Problem ist nun, dass wir die Wohnung damals von den Vormietern unrenoviert übernommen haben. Die Vormieter wohnten nicht ganz 2 Jahre in der Wohnung und die Wände sahen noch wirklich gut aus. Nur haben sie teilweise die Bohrlöcher wüst verspachtelt und anschließend mit frischer Farbe überstrichen. Diese "Farbklekse" sieht man. Wir haben von den Vormietern die Einbauküche übernommen und dafür etwas weniger gezahlt. Dieser Vorschlag kam vom Makler. Allerdings bezog sich das nur auf das Streichen der Wände und nicht z.B. der Fenster. Das schlechte Verspachteln der Löcher war erst bei Übergabe zu erkennen. Leider wurde die Absprache nirgends schriftlich festgehalten sondern nur mündlich zwischen Vormieter/Mieter/Makler (im Mietvertrag, der vor der Übergabe unterzeichnet wurde, wird auf eine vollständig renovierte Wohnung verwiesen). Bei der Übergabe waren Vormieter, Mieter, Vermieter und ein Makler anwesend. Ein Übergabeprotokoll existiert, allerdings ist das nicht sehr ausführlich. Generell wurden auch andere „Mängel" von den Vermietern abgewunken und nicht aufgenommen, da sie diese selbst zu verschulden haben (z.B. schlecht montierte Fußleisten). Wir sind davon ausgegangen, dass das ganze durch den Makler Hand und Fuß hat, mussten aber feststellen, dass man den Makler vergessen kann. Er hat uns beispielsweise die Hälfte der Provision in Rechnung gestellt, obwohl die Vermieter ihn beauftragt haben. Zusätzlich zur "normalen" Kaution hat er eine Bürgschaft (gesamtschuldnerisch) von meinen Eltern gefordert, da ich Studentin war. Mein Partner hat zu dieser Zeit jedoch bereits ganz normal verdient.

Unsere Sorge ist nun, dass die nicht fachgerechte Renovierung der Vormieter (auch wenn wir keine Schönheitsreparaturen machen müssen) oder die Mängel, die die Vermieter zu verschulden hatten (aber nicht schriftlich festgehalten wurden), uns in Rechnung gestellt werden können. Wir sind gerade sehr ratlos, wie wir hier am besten vorgehen sollen.

Ich hoffe, dass ich unseren Fall nachvollziehbar schildern konnte, da das mein erster Forums-Beitrag ist.

Vielen Dank für eure Einschätzungen!

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