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Akteneinsicht beantragen bei der Staatsanwaltschaft

 Von 
guest-12319.05.2017 18:35:51
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)
Akteneinsicht beantragen bei der Staatsanwaltschaft

Hallo zusammen!
Wenn man eine Betrugs Anzeige durch einen gläubiger nach Eröffnung Der Privatinsolvenz bekommt, der Anwalt Akteneinsicht bei der zuständigen Staatsanwaltschaft beantragt und die Staatsanwaltschaft nach ca 2 Monaten eine Mitteilung an den Rechtsanwalt schickt mit dem vermerkt "Akte ist Versand"
Was bedeutet dies? Wird da noch ermittelt? Obwohl man die "Tat" bei der Polizei zugegeben hat?
Die Polizei meinte Ermittlungen wären für ihn abgeschlossen (für ihn sei die Sache erledigt) er schickt die Akte zurück an die Staatsanwaltschaft! Falls diese eventuell noch Rückfragen haben, würde sich die Staatsanwaltschaft noch mal melden,
Also müssen diese ja eigentlich zu ende ermittelt haben, zumal ein "Geständnis" vorliegt!
Oder kann es wirklich sein das die Akte vor Akteneinsicht zum zuständigen Gericht geschickt wird für die, beiordnung des Pflichtverteidigers?
Lässt ein Staatsanwalt sich die Insolvenzakte eigentlich auch vom Insolvenz Gericht zu kommen?
Wenn ja, ist es möglich das er, wenn er der Meinung ist in der Insolvenzakte "Betrügerische" Handlungen zu vermuten, diese mit anklagen könnte, Obwohl kein gläubiger eine Strafanzeige gestellt hat?
Falls ja sollte man doch eigentlich noch mal eine Anhörung der Polizei bekommen um sich als beschuldigte diesbezüglich äußern zu können oder wäre dies dann ein Überraschung's Effekt falls Anklage erhoben wird?
Eine andere Möglichkeit wäre, ein andere Rechtsanwalt hat sich die Akte bestellt, vor drei Monaten
allerdings kann ich mir nicht vorstellen das der vermerkt "Akte ist Versand" sich darauf bezieht das sich die Akte seid fast drei Monaten auf den Weg dorthin macht!
Der Schaden wurde bezahlt Strafanzeige wurde vom gläubiger bei der Staatsanwaltschaft per fax zurück gezogen (eine Strafanzeige kann man nicht zurück ziehen) das weiß ich .
Vielleicht hat es auch alles so lange gedauert weil es eventuell wichtigere Fälle zu bearbeiten gibt!
Oder wird alles nach Datum bearbeitet und nicht nach Dringlichkeit?
Liebe grüße an alle und ein schönes Wochenende!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Polizei Anwalt Staatsanwaltschaft Gericht


14 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81098 Beiträge, 33917x hilfreich)

Zitat (von pusteblumerecht123):
kann ich mir nicht vorstellen das der vermerkt "Akte ist Versand" sich darauf bezieht das sich die Akte seid fast drei Monaten auf den Weg dorthin macht!

Ich auch nicht, weil es schlicht bedeutet das die Akte vor fast 3 Montaten irgendwo hin gesendet wurde.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
guest-12319.05.2017 18:35:51
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Also, wird sie wo anders unterwegs sein!?

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81098 Beiträge, 33917x hilfreich)

Zitat (von pusteblumerecht123):
Also, wird sie wo anders unterwegs sein!?

Korrekt, irgendwo wird sie herumliegen ... und warten das man sie wieder zurücksendet.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#4
 Von 
guest-12319.05.2017 18:35:51
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von pusteblumerecht123):
Also, wird sie wo anders unterwegs sein!?

Korrekt, irgendwo wird sie herumliegen ... und warten das man sie wieder zurücksendet.

hat man nicht irgendwelche Fristen einzuhalten, um die Akte wieder an die Staatsanwaltschaft zurück zu schicken?
vor allen Dingen, wenn man als Anwalt einen Beschuldigten nicht mehr vertritt?
lg

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#5
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28098 Beiträge, 8366x hilfreich)

Zitat:
Was bedeutet dies?

Das, was da steht. Dass sie versandt ist und daher derzeit nicht bei der StA vorliegt.

Zitat:
Wird da noch ermittelt?

Kann sein ... Kann aber genauso nicht sein ...

Zitat:
Die Polizei meinte Ermittlungen wären für ihn abgeschlossen (für ihn sei die Sache erledigt) er schickt die Akte zurück an die Staatsanwaltschaft! Falls diese eventuell noch Rückfragen haben, würde sich die Staatsanwaltschaft noch mal melden,

Genau - dann würde sie Nachermittlungen anordnen und die Akte wieder an die Polizei senden.

Zitat:
Also müssen diese ja eigentlich zu ende ermittelt haben

Ja, ... was aber ja nicht gänzlich ausschliesst, dass die StA die Ermittlungen nicht für ausreichend befindet und daher Nachermittlungen anordnet.

Zitat:
Oder kann es wirklich sein das die Akte vor Akteneinsicht zum zuständigen Gericht geschickt wird für die, beiordnung des Pflichtverteidigers?

Nicht nur deswegen. Wenn der Anwalt sich erst relativ spät meldet (nach Abschluss des "vorbereitenden Verfahrens") wäre es völlig normal, dass die Akte schon bei Gericht liegt, für die Durchführung des Hauptverfahrens.

Zitat:
Lässt ein Staatsanwalt sich die Insolvenzakte eigentlich auch vom Insolvenz Gericht zu kommen?

Das können wir von hier aus nicht wissen, ob er das macht ...

Zitat:
Falls ja sollte man doch eigentlich noch mal eine Anhörung der Polizei bekommen um sich als beschuldigte diesbezüglich äußern zu können

Soweit es um eine völlig neue Tat geht ... ja

Zitat:
Eine andere Möglichkeit wäre, ein andere Rechtsanwalt hat sich die Akte bestellt, vor drei Monaten

Ja, möglich ...

Zitat:

allerdings kann ich mir nicht vorstellen das der vermerkt "Akte ist Versand" sich darauf bezieht das sich die Akte seid fast drei Monaten auf den Weg dorthin macht!

Mit "Akte ist versandt" ist nicht nur der Postweg gemeint, sondern auch die Zeit in der die Akte irgendwo anders liegt. Ausserdem wäre ja auch denkbar, dass die Akte erst 2-3 Tage vor Akteneinsichtsbegehren des eigenen Anwalts an eine andere Stelle versendet wurde.

Zitat:
Vielleicht hat es auch alles so lange gedauert weil es eventuell wichtigere Fälle zu bearbeiten gibt!

Denkbar ...

Zitat:
Oder wird alles nach Datum bearbeitet

Nein, es gibt schon vorrangig zu behandelnde Sachen, wie Haftsachen (U-Haft), Fristsachen (wo eine wichtige Frist abzulaufen droht) und allg. Jugendstrafsachen.

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#6
 Von 
guest-12319.05.2017 18:35:51
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Vielen Dank für die Antwort,
leider weiß ich nicht genau wie das mit dem Zitieren geht und bevor ich jetzt zu viel angeben kopiere ich die Antwort einfach mal so hier rein .....

.....Nicht nur deswegen. Wenn der Anwalt sich erst relativ spät meldet (nach Abschluss des "vorbereitenden Verfahrens") wäre es völlig normal, dass die Akte schon bei Gericht liegt, für die Durchführung des Hauptverfahrens.

Das würde bedeuten, das Anklage erhoben werden würde?! hätte man dann nicht schon eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft bekommen?

Lg

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#7
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28098 Beiträge, 8366x hilfreich)

Zitat:
Das würde bedeuten, das Anklage erhoben werden würde?! hätte man dann nicht schon eine Anklageschrift der Staatsanwaltschaft bekommen?


Nein. Die StA sendet die Anklageschrift nebst Eröffnungsantrag (oder den Strafbefehlsantrag) an das Amtsgericht, nicht direkt an den Angeschuldigten/Angeklagten. Der Angeschuldigten/Angeklagten bekommt die Anklageschrift dann durch das Gericht zugestellt [vgl. § 201, Abs. 1 StPO ], gemeinsam mit einem Duplikat des Eröffnungsantrages und der Aufforderung ggf. Einwände gegen die Eröffnung des Hauptverfahrens vorzubringen.

Zwischen Eingang der Anklageschrift bei Gericht und "Weiterversendung" an den Angeschuldigten/Angeklagten liegt aber iaR. nur eine kurze Zeitspanne.

-- Editiert von !!Streetworker!! am 13.05.2017 23:10

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#8
 Von 
guest-12319.05.2017 18:35:51
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Und das könnte 2-3 Monate dauern? Ohne das dem Anwalt, der Akteneinsicht gefordert hat dies mitgeteilt wird?
Also 2-3 Wochen nachdem die Akte zurück an die Staatsanwaltschaft ging wurde Akteneinsicht von der ersten Anwältin gefordert, wir kommen aus Köln, da war dann noch Karneval dazwischen, ich gehe eher davon aus das sich das alles durch die erste Akteneinsicht so in die länge zieht, bzw hoffe das es deswegen so lange dauert, und nicht das die Akte schon bei Gericht ist, wegen einer Anklage Erhebung.

liebe Grüße und noch mal, vielen Dank für die Antwort.

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#9
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28098 Beiträge, 8366x hilfreich)

PS:

Zitat:
leider weiß ich nicht genau wie das mit dem Zitieren

Ganz einfach:

Den Text, den man zitieren will mit der Maus blau markieren (mit gedrückter linker Maustaste über den Text fahren) und dann oben in der Leiste über dem Texteingabefeld auf die "Anführungszeichen" klicken (4. Button von rechts)

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#10
 Von 
!!Streetworker!!
Status:
Unbeschreiblich
(28098 Beiträge, 8366x hilfreich)

Zitat:
Und das könnte 2-3 Monate dauern?

Was genau könnte 2-3 Monate dauern??

Die Zeit vom Eingang der Anklageschrift beim Gericht bis zur Weiterversendeung an den Angeklagten? Nein, das eher nicht...

Zitat:
Also 2-3 Wochen nachdem die Akte zurück ....nach Abschluss der Ermittlungen von der Polizei ...an die Staatsanwaltschaft ging wurde Akteneinsicht von der ersten Anwältin gefordert

Ich habe den Satz mal etwas verändert und gehe davon aus, dass er so gemeint ist, wie verändert ?!

Und nun gibt es neben/nach der ersten Anwältin noch eine zweite Anwältin, die ebenfalls Akteneinsicht beantragt hat, wenn ich es richtig verstehe ...??! Dann ist es schon durchaus denkbar, dass die Akte noch bei Anwältin Nr. 1 liegt.

Wenn man es nun unbedingt so genau wissen will, lässt man RAin Nr. 2 halt noch mal bei der StA nachfragen, wo genau die Akte nun gerade ist, und wann man mit Überlassung rechnen kann ...

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#11
 Von 
guest-12319.05.2017 18:35:51
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke dir :-) ja so war es gemeint.

Genau! es gab zum Anfang der Ermittlungen eine andere Anwältin, diese hatte Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragt,
dieser Anwältin wurde aber das Mandat durch die Beschuldigte entzogen und der neuen Anwältin erteilt, die danach ebenfalls die Akteneinsicht beantragt hat.

Richtig! ich meinte mit der dauer von 2-3 Monaten Die Zeit vom Eingang der Anklageschrift beim Gericht bis zur Weiterversendeung an den Angeklagten.
Das wäre durchaus sehr lange, und wäre mittlerweile sicher auch der neuen Anwältin bekannt, zumal sie vor ca 3 Wochen an die Akte bei der Staatsanwaltschaft erinnert hatte, worauf dann der Brief mit der Mitteilung "Die Akte ist Versand" kam, was mich halt sehr nachdenklich gemacht hatte.

Lieben Dank noch mal,

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81098 Beiträge, 33917x hilfreich)

Zitat (von pusteblumerecht123):
hat man nicht irgendwelche Fristen einzuhalten, um die Akte wieder an die Staatsanwaltschaft zurück zu schicken?

Ja, die wären einzuhalten.
Nur kann man diese Fristen auch verlängern lassen. Zum anderern ist ja derSchilderung nach ungewiss wo genau die Akte sich derzeit befindet.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
Mizard
Status:
Frischling
(11 Beiträge, 2x hilfreich)

Hallo,

gibt es mittlerweile wa neues bzgl. der versandten Akten?
Wurden die wieder gefunden?

ich stecke in der gleichen Situation. Der RA fragt zweimal nach den Akten und die Staatsanwaltschaft antwortet: "die seien versandt worden".

Ja... wohin denn?
Warum macht die Staatsanwaltschaft keine digitale Kopie der Akten, somit der RA jederzeit reingucken kann?

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#14
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(31026 Beiträge, 12357x hilfreich)

Nun, nach drei Jahren sollte der Altfall eigentlich gelöst sein. Eröffne einen eigenen Thread!

wirdwerden

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