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Haftpflichtversicherung hat gezahlt, Geschädigter will weiter klagen

10. August 2021 Thema abonnieren
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)
Haftpflichtversicherung hat gezahlt, Geschädigter will weiter klagen

Hallo Leute.
Letztes Jahr hatte durch das streichen meiner Fenster das Auto des Nachbarn mit paar Spritzern Farbe getroffen.
Fall wurde der Haftpflichtversicherung gemeldet, aber erst 1, 5 Monate später hat der Nachbar mir das gesagt. Ich hatte es nicht bemerkt.
Ok, so weit so gut. Die Haftpflichtversicherung zahlte ihm 640 Euro für die Reinigung bzw Farbe entfernen ( wie ein Gutachten es festlegte von einer Werkstatt).
Meine Versicherung schickte mir Brief von der Zahlung.
Jetzt, 1Jahr später meldet er sich bei mir das das Geld nicht reicht bzw er höhere Kosten hätte ( Anwalt, Gutachter etc) und das dies insgesamt 4500 Euro kosten würde. Meine Versicherung lehnte das schon letztes Jahr ab, jetzt droht er mich evtl zivilrechtlich zu verklagen.
Wie soll ich mich verhalten, meine Versicherung mal anrufen?
Ist nicht die Versicherung eigentlich die Stelle wo we klagen müsste? Ich habe ja den Vorfall sozusagen ihr übergeben....

-- Editiert von Stefan 1977 am 10.08.2021 18:40

Probleme mit der Versicherung?

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26 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
cirius32832
Status:
Master
(4622 Beiträge, 1132x hilfreich)

Zitat:
jetzt droht er mich evtl zivilrechtlich zu verklagen.


Solange er das nicht tut, machst du erstmal garnichts.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

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#2
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Solange er das nicht tut, machst du erstmal garnichts.


Ja, bisher droht er nur und will das wir "uns so einig werden".
Was wohl bedeutet ich soll ihm 4500€ so geben.
Das werde ich natürlich nicht tun.
Warum er jetzt nach einem Jahr kommt, und mit so einer utopischen Summe, ist mir unverständlich. Er sagt auch die Versicherung hätte nichts reguliert. Obwohl ich als Versicherungsnehmer den gleichen Brief erhalten habe ( stand drin zur Kenntnis die Kopie)wie wr.
Wo ihm die Versicherungssumme bestätigt und zur Auszahlung angewiesen wurde.
Das ein versehentlich verursachte Schaden durch mich und meine Haftpflichtversicherung reguliert wird, ist natürlich vollkommen richtig, aber hier noch mehr Forderungen zu stellen klingt nicht ganz sauber.
Gruß

-- Editiert von Stefan 1977 am 10.08.2021 22:18

-- Editiert von Stefan 1977 am 10.08.2021 22:18

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103977 Beiträge, 37582x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Wie soll ich mich verhalten, meine Versicherung mal anrufen?

Wenn Dir langweilig ist ...
Ansonsten würde ich den Nachbarn einfach ignorieren.



Zitat (von Stefan 1977):
Ist nicht die Versicherung eigentlich die Stelle wo we klagen müsste?

Nö, die Versicherung ist nicht der Schädiger.



Zitat (von Stefan 1977):
Ich habe ja den Vorfall sozusagen ihr übergeben....

Wen Du als Erfüllungsgehilfen beauftragst, ist für den Geschädigten egal.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
, die Versicherung ist nicht der Schädiger

Schon klar, aber wenn er mit der Schadenssumme nicht zufrieden ist, dann muss er sich ja mit meiner Haftpflichtversicherung unterhalten.
Ich habe den Schaden als er ihn mir mitteilte sofort gemeldet, Fotos geschickt, dann Schadensformular usw ausgefüllt.
Der geschädigte hat der Versicherung ein Gutachten der Werkstatt geschickt, die Summe des Gutachtens wurde von der Versicherung bezahlt.....und naja. Der schaden wurde durch die summe5im Gutachten beglichen. Was ich da nicht tun soll ist mir nicht klar.
Wahrscheinlich würde dann die Haftpflichtversicherung im Falle einer Klage dann weitermachen. Wozu habe ich sie dann sonst
.
Gibt es da nicht Fristen nach dem schon bezahlt wurde?
-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 01:44

-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 01:45

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103977 Beiträge, 37582x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
aber wenn er mit der Schadenssumme nicht zufrieden ist, dann muss er sich ja mit meiner Haftpflichtversicherung unterhalten.

Nö. absolut nicht.



Zitat (von Stefan 1977):
Wozu habe ich sie dann sonst

Zu was genau die HV verpflichtet ist, erfährt man durch lesen der vertraglichen Vereinbarungen. Allerdings bindet das nur die Versicherung und Dich - nicht den Geschädigten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zu was genau die HV verpflichtet ist, erfährt man durch lesen der vertraglichen Vereinbarungen. Allerdings bindet das nur die Versicherung und Dich - nicht den Geschädigten.

Die deckt den Schaden ab, kein Problem, aber die Regulierung ist doch ihr Bereich. Rauszufinden was berechtigt, unberechtigt oder zu hoch ist.
Wenn er mich verklagt würde ich den schaden auch da melden, aber die Versicherung hat ja schon gezahlt

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35347 Beiträge, 13319x hilfreich)

Stefan, im Innenverhältnis, also zwischen Dir und der Versicherung, da ist in der Tat die Versicherung verpflichtet, den Schaden zu regulieren. Das ist aber keine Angelegenheit des Außenverhältnisses, also des Verhältnisses zwischen Dir als Schädiger und dem Geschädigten. Der kann sich an Dich wenden, an die Versicherung. Schicke das Schreiben an Dich an die Versicherung weiter und gut ist.

wirdwerden

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(611 Beiträge, 187x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nö. absolut nicht.


Dann muss der Geschädigte im Endeffekt aber damit leben, dass er keinen Cent sieht. Spätestens vor Gericht wird er sich nämlich mit der Versicherung auseinandersetzen müssen.

Hier geht es auch nicht wirlich um Dinge wie Erfüllungsgehilfen oder Innen- und Außenverhältnisse. Eine Haftpflichtversicherung stellt den Versicherungsnehmer von allen Ansprüchen frei und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

Zitat (von Stefan 1977):
Wie soll ich mich verhalten, meine Versicherung mal anrufen?
Ist nicht die Versicherung eigentlich die Stelle wo we klagen müsste?


Ja - gemäß VVG § 104 ist der Versicherungsnehmer verpflichtet soetwas unverzüglich bei der Versicherung anzuzeigen. Und nein - er kann auch dich verklagen, die Versicherung - sofern informiert (deswegen ist das wichtig) steigt dann automatisch in den Prozess ein und stellt in der Regel auch den Anwalt. Also nicht hier lange im Forum verunsichern lassen sondern die Versicherung kontaktieren. Dafür bezahlt man ja auch.

2x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43574 Beiträge, 15523x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Wie soll ich mich verhalten, meine Versicherung mal anrufen?


Ka, das solltest Du machen, auch wenn Dir nicht langweilig ist.

Es könnte nämlich eine Obliegenheitsverletzung sein, wenn Du Deine Versicherung nicht über die Nachforderung informierst.

Eine KFZ-Haftpflichtversicherung könnte der Geschädigte direkt verklagen, eine private Haftpflichtversicherung dagegen nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von hh):
Es könnte nämlich eine Obliegenheitsverletzung sein, wenn Du Deine Versicherung nicht über die Nachforderung informierst.


Ja.
Meine Versicherung habe ich heute angerufen, die zuständige Sachbearbeiterin meldet sich dann nochmal bei mir und ihr werde ich das Anliegen dann noch mal erläutern. Bisher ist es zumindest in meiner Akte bzw dem Fall vermerkt.

Es ist ja nicht sicher ob oder wann er solche Schritte einleiten will und mich verklagen.
Es handelte sich nur um eine waths app Nachricht, wo er mir droht, wenn wir uns nicht so einig werden, er weitere Schritte zivilrechtlich einleiten würde.
Ich werde und kann natürlich ihm keine 4500 € in die Hand drücken. Zumal ich gar nicht weiß wie sich diese Summe zusammensetzt.
Da kann ja jeder kommen.
Dann kommt nächstes Jahr wieder und will 10.000 oder was?
Er ist natürlich der Geschädigte und soll seinen Schaden auch reguliert bekommen und welche Nachteile er dadurch hatte. War nur ein Sachschaden und er hatte keine sonstigen Ausfälle.
Ich habe alles rechtzeitig gemeldet, er hat ein Gutachten gemacht, Reinigung bzw wegpolieren der farbpunkte kostete laut dem Gutachten 644 Euro.
Versicherung hat das gezahlt und die Kosten für das Gutachten und Anwalt ( glaub insgesamt 780 Euro) und damit war es dann erledigt.
Auch wenn er Geschädigter ist, ein paar Regeln sollte er auch beachten und mich bzw Versicherung nicht als melkkuh ansehen.
Das der Schaden höher als Gutachten war, lag schlichtweg daran das er 1, 5 Monate gewartet hat um es mir zu sagen.
In der Zeit hat er schon Gutachten machen lassen und rumpoliert daran. Sprich er hat davon gewusst und mir nix gesagt. Woher will ich wissen ob der schaden nicht noch größer geworden ist?
Eigentlich sollte da die Versicherung schon eingeschaltet sein, oder?
Die Versicherung hat ihm auch darauf hingewiesen das er als Geschädigter den Schaden so klein wie möglich halten sollte und dies nicht getan hat und hat ihm nur das erste Gutachten bezahlt, weil er sich so spät gemeldet hat.
Ich kann keinen Schaden melden von dem ich nix weiß und meine Türklingel ist keine 10m entfernt um mir Bescheid zu sagen

-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 13:57

-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 13:59

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25172 Beiträge, 4789x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Jetzt, 1Jahr später meldet er sich bei mir das das Geld nicht reicht bzw er höhere Kosten hätte ( Anwalt, Gutachter etc) und das dies insgesamt 4500 Euro kosten würde.
Nach einem Jahr? Klingt so, als hätte er sein Auto inzwischen nochmal irgendwo hingestellt, um ein paar Spritzer Farbe zu erhalten?
Zitat (von Stefan 1977):
aber wenn er mit der Schadenssumme nicht zufrieden ist,
Falls dir etwas Schriftliches von dem Herrn vorliegt, reich es weiter an die HPV.

Sollte er seine Drohung tatsächlich in die Tat umsetzen, kannst du dich hier wieder melden.

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9557 Beiträge, 3960x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Nach einem Jahr? Klingt so, als hätte er sein Auto inzwischen nochmal irgendwo hingestellt, um ein paar Spritzer Farbe zu erhalten?


Ne.
Die geforderten 4500 € suggerieren eher eine komplette Neulackierung und das deutet für mich auf ein ganz anderes Szenario.
Ich gehe ganz stark davon aus, dass er damals fiktiv abgerechnet hat und nun versucht hat das Auto auf eigene Faust (am besten mit professionellen Gerätschaften) zu polieren.
Mit den richtigen Maschinen, in den falschen Händen, kann man den Lack innerhalb von wenigen Sekunden komplett ruinieren.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Falls dir etwas Schriftliches von dem Herrn vorliegt, reich es weiter an die HPV.

Sollte er seine Drohung tatsächlich in die Tat umsetzen, kannst du dich hier wieder melden

Ja klar, ich warte erstmal ab ob da was passiert und werde mich mit der Versicherung beraten wenn da was kommt.

Zitat (von Anami):
Nach einem Jahr? Klingt so, als hätte er sein Auto inzwischen nochmal irgendwo hingestellt, um ein paar Spritzer Farbe zu erhalten

Könnte man meinen, aber tatsächlich ist das Auto unverändert.
Auf der Motorhaube (roter Lack) sind die ca. 15 um die 1mm großen weisen Pünktchen ( weiße Fensterlasur)noch zu sehen.
Diese sieht man aber erst nach dem man mindestens 1m davor steht, deswegen haben meine Frau und ich es damals nicht auf die Entfernung gesehen bzw bemerkt.
Wir haben ihm vorher noch gesagt das er sein Auto unter unserem Fenster wegfahren soll, was er auch tat in dem er 2-3 m zurücksetzte und meinte das schon nix passieren wird.
Leider dann doch durch Wind oder einfach Streuung.

Sein Problem war, laut Versicherung, das er den Schaden bemerkte aber mir nichts gesagt hatte.

Hier der Wortlaut der Versicherung.
Den gleichen Brief wie mein Nachbar habe ich zur Kenntnisnahme erhalten

"Sehr geehrter Herr ........,
zu o.g. Schadensfall haben Sie uns nun ein Gutachten übermittelt.
Der Schaden ist bereits am 26.05.2020 entstanden. Laut unserem Kunden haben Sie sich bei ihm erst am
07.07.2020 gemeldet. Es ist daher bereits zu diesem Zeitpunkt einer höherer Schaden entstanden, da Sie
sich nicht rechtzeitig gemeldet haben. Wir können dafür jedoch kein Verschulden bei unserem Kunden
vermerken.
Ebenfalls möchten wir Sie darauf hinweisen, dass Sie im Schadensfall immer zur Schadenminderung ver-
pflichtet sind. Das haben Sie jedoch nicht getan.
Wir werden uns an den Kosten entsprechend dem ersten Kostenvoranschlag i.H.v. 644,38 EUR beteiligen."



-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 15:20

-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 15:22

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Was ich nicht verstehe, wenn er der Meinung ist das sein Schaden wesentlich höher ist und er das Schreiben der Versicherung und das Geld schon letztes Jahr September bekommen, warum er jetzt fast ein Jahr wartet.
Mein letzter Wissensstand war nur dieser Brief, weder hat er mir persönlich, noch durch sonstige Mitteilungen seit dem verklickert das da angeblich hohe Kosten angefallen sind.
Komische Sache

-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 15:56

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43574 Beiträge, 15523x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Was ich nicht verstehe, wenn er der Meinung ist das sein Schaden wesentlich höher ist und er das Schreiben der Versicherung und das Geld schon letztes Jahr September bekommen, warum er jetzt fast ein Jahr wartet.


Das ist natürlich sehr ungewöhnlich, führt für sich alleine genommen aber nicht dazu, dass er keine Ansprüche mehr geltend machen kann.

Zitat (von Stefan 1977):
Mein letzter Wissensstand war nur dieser Brief, weder hat er mir persönlich, noch durch sonstige Mitteilungen seit dem verklickert das da angeblich hohe Kosten angefallen sind.
Komische Sache


Verjährung tritt aber erst nach 3 Jahren ein.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von hh):
Das ist natürlich sehr ungewöhnlich, führt für sich alleine genommen aber nicht dazu, dass er keine Ansprüche mehr geltend machen kann.


Ja natürlich.
Aber ob sich da im Kern was ändert wenn er mich verklagt und es der Versicherung schicke oder sonstwas, kann ich nicht sagen.
Der Sachverhalt bleibt ja und meine Versicherung hat mir auch bestätigt das ich mich was die Schadensmeldung angeht und den Ablauf korrekt verhalten habe.
Siehe Schreiben was ich kopiert habe im vorletzten Post.
Naja, abwarten jetzt ob was passiert. Versicherung weiß erstmal so weit Bescheid
I


-- Editiert von Stefan 1977 am 11.08.2021 16:34

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Ein was würde mich aber noch interessieren.
Bezüglich der Schadensmeldung von damals.
Eigentlich ne ziemlich komische Sache.
Der Nachbar fing mich an dem besagten 7.7.20 nachmittags( 6 Wochen nach dem Vorfall) ab, als ich von der Arbeit kam und sagte mir das mit den Farbspritzern. Danach habe die Versicherung kontaktiert und es gemeldet
Er fragte mich auch ob ich seine Zettel nicht gefunden habe.
Ich sagte nein, hatte ich auch nicht.
Besagte Zettel (2 Stück ) hat er mir in dieser Zeit, verpackt in Eierkarton über den Zaun geworfen.
Der Grund für die Eierkarton ist das ich ihn paar Monate vorher bat die Dinger zu sammeln und sie mir immer zu geben. Weil ich im Keller einen Akustikraum machen wollte. Jeder Hobbymusiker weiß was ich meine.
Deswegen hat er mir in der Woche 4-5 zusammen gesteckte Eierkarton über den Zaun geworfen.
In der Zeit hat er zweimal jeweils einen kleinen Zettel versteckt darin.
Ich habe die nicht geöffnet und nur im Keller verstaut.
Mach der Meldung schaute ich nochmal nach und tatsächlich fand ich zwei kleine Büro-Zettel.
Auf einem war ein Hühnchen gemalt und geschrieben _" wir haben ein Hühnchen zu rupfen ". Ohne Name, Absender und Grund . Ich hätte damit eh nix anzufangen gewusst wenn ich es gefunden hätte.
Auf dem anderen war auch ein Hühnchen gemalt und es stand-" das Hühnchen hat keine Federn mehr " drauf.
Auch wiederum ohne Namen und Grund.

Sowas zählt dich nicht als Schadensmeldung, oder? Zumal ich es gar nicht gefunden habe
Das klingt schon so verrückt das ich es gar nicht hier bringen wollte

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43574 Beiträge, 15523x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Sowas zählt dich nicht als Schadensmeldung, oder?


Nein, natürlich nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Rechtsanwältin Birte Raguse
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo Stefan,

vielleicht noch als Ergänzung zu den bereits erfolgten Anmerkungen. Sie hatten u.a. gefragt, warum der Nachbar sich nicht direkt an den Versicherer wendet. Dies ist, wie hh auch schon geschrieben hat, gar nicht möglich.

Das liegt daran, dass Sie bei einer Haftpflichtversicherung immer ein Dreiecksverhältnis (Geschädigter - Sie - Versicherer) haben.
Zudem besteht ein Trennungsprinzip. Das bedeutet, dass zwischen dem Haftpflichtverhältnis (zwischen Ihnen und dem vermeintlich geschädigten Dritten) und dem Deckungsverhältnis (zwischen Ihnen als VN und dem VR) zu differenzieren ist.
Im (vermeintlichen) Schadensfall melden Sie diesen dem VR, der im Innenverhältnis entscheidet, ob der geltend gemachte Anspruch reguliert (Freistellung) oder aber die Regulierung abgelehnt (Abwehr) wird.
Hier wird sicherlich keine Regulierung erfolgen.

Sollte der Nachbar also ernsthaft meinen, den Anspruch weiter verfolgen zu wollen (wovon wohl jeder RA abraten würde, da der Kläger beweispflichtig ist, dass der Schaden durch den Beklagten verursacht worden ist und das hier kaum möglich sein wird), würde der VR die Kosten des Prozesses übernehmen und Ihnen eine Kanzlei zur Seite stellen.

Daher müssen Sie nichts weiter machen.

Viele Grüße

1x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
Sie hatten u.a. gefragt, warum der Nachbar sich nicht direkt an den Versicherer wendet. Dies ist, wie hh auch schon geschrieben hat, gar nicht möglich.


Ja, dass habe ich so weit verstanden. Danke.
In seiner Nachricht an mich meinte er auch das sein Anwalt bzw er selbst die Versicherung nicht verklagen könne und sein Anwalt ihm nur die Möglichkeit genannt hat das es zivilrechtlich geht gegen mich zu klagen.
Vermutlich hat ihm sein Anwalt abgeraten und gesagt er soll versuchen das Geld von mir so zu verlangen.
Versuchen kann man es ja..

Ich wüsste auch nicht was er da noch reguliert haben will.
Das ein größerer Schaden entstanden ist als er anfangs war, ist , so begründet es auch die Versicherung, ist dadurch gekommen, dass er 6 Wochen gewartet um mir den Schaden mitzuteilen. Obwohl er es schon wusste seit Anfang an. Das Gutachten hat eine Summe beziffert was die Entfernung der Spritzer angeht und diese Summe wurde gezahlt an seinen Anwalt Inklusive Gebühren ( vermutlich Anwaltsgebühren und/oder Gutachten)
Er hat ja schon Gutachten erstellen lassen, daran poliert usw.
Ohne mein Wissen bzw das die Haftpflichtversicherung eingeschaltet war.
Ich habe es nach Bekanntwerden innerhalb einer halben Stunde gemeldet.
Ich denke ich habe mich da korrekt verhalten.
In dem Sinne, danke an alle Antworten. Jetzt bin ich beruhigter.
Gruß

-- Editiert von Stefan 1977 am 12.08.2021 09:40

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Falls es für jemanden noch interessant ist, ich habe mit der Versicherung heute telefoniert.
Sie hat mir detailliert erklärt was da abgelaufen ist.
Der Schaden wurde von mir gemeldet, der Geschädigte hat daraufhin ein Gutachten in der Fachwerkstatt anfertigen lassen, die ihm daraufhin den Schaden für den Preis von 640 Euro entfernt hätten.
Mit dem Hinweis an ihm das er das möglichst zeitnah erledigen lassen soll da eventuell durch Sonneneinstrahlung und Wettereinflüsse die Farbspritzer auf dem Lack größeren Schaden anrichten. Womöglich sich einbrennen oder ähnliches. Bin da auch kein Fachmann.
Er ist dem aber nicht nachgekommen und hat geqsrtet6bis der Schaden höher und schlimmer wurde und hat nachher ein Gutachten eingeholt was den höheren Schaden bestätigt, sprich wesentlich kostenintensivere war.
Die Versicherung hat nun aber nur die kostengünstige Variante bezahlt, weil er genügend Zeit und Möglichkeiten hatte den Schaden einfacher zu entfernen.
Das wurde seinem Anwalt auch mitgeteilt und er hat es so damals zur Kenntnis genommen.

Auf ein mögliches zivilrechtliches Verfahren angesprochen, sagte mir die Versicherung das ich alle Briefe, Mahnungen, Verfahren usw ihr einfach schicken soll, weil da der passive Rechtsschutz greift und sie die Kosten usw übernehmen.

Ob er dadurch dann mehr Geld bekommt, ist zweifelhaft.
Gruß und danke für die Tipps

-- Editiert von Stefan 1977 am 12.08.2021 12:38

1x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103977 Beiträge, 37582x hilfreich)

Zitat (von Tehlak):
Dann muss der Geschädigte im Endeffekt aber damit leben, dass er keinen Cent sieht. Spätestens vor Gericht wird er sich nämlich mit der Versicherung auseinandersetzen müssen.

Nö, weder das eine noch das andere.



Zitat (von Stefan 1977):
Auf ein mögliches zivilrechtliches Verfahren angesprochen, sagte mir die Versicherung das ich alle Briefe, Mahnungen, Verfahren usw ihr einfach schicken soll,

Richtig, die brauchen immer was für die Akten. Bei Bedarf kontaktieren die Dich und sagen was zu tun ist.
Den Nachbarn erst mal weiter ignorieren und nicht reagieren, nicht provozieren lassen, keine Zusagen machen.



Zitat (von Stefan 1977):
Die Versicherung hat nun aber nur die kostengünstige Variante bezahlt, weil er genügend Zeit und Möglichkeiten hatte den Schaden einfacher zu entfernen.

Richtig, derartige Dummheit und Besserwisserei des Nachbarn zahlt die Versicherung nicht, denn das widerspricht der Schadenminderungspflicht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Stefan 1977
Status:
Frischling
(22 Beiträge, 1x hilfreich)

Tein aus Neugier und Interesse.....
Wie würde, falls es soweit kommen sollte ein zivilrechtliches Verfahren bzw eine Klage gegen mich ablaufen?
Er würde auf Schadensersatz mich verklagen, ich würde jedwede Post, Mahnungen etc an Versicherung weiterleiten.
Ggf Widerspruch erstmal einlegen.
Meine Versicherung würde sich die Wahl des Anwaltes vorbehalten( sagte sie mir) etc.
So weit so gut.
Müsste ich dann noch irgendwelche Aussagen machen, Schadenshergang und dergleichen nochmal belegen/ neu abgeben , mich mit dem Anwalt besprechen usw?
Ist mir noch nie passiert sowas, habe keine Erfahrung

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43574 Beiträge, 15523x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Er würde auf Schadensersatz mich verklagen,


Richtig.

Zitat (von Stefan 1977):
ich würde jedwede Post, Mahnungen etc an Versicherung weiterleiten.


Das würde im Regelfall alles über den von der Versicherung gestellten Anwalt laufen.

Zitat (von Stefan 1977):
Ggf Widerspruch erstmal einlegen.


Auf eine Klageschrift antwortet man mit einer Klageerwiderung. Das macht aber auch der Anwalt.

Zitat (von Stefan 1977):
Müsste ich dann noch irgendwelche Aussagen machen, Schadenshergang und dergleichen nochmal belegen/ neu abgeben , mich mit dem Anwalt besprechen usw?


Ja, wahrscheinlich.

Ansonsten wirst zwar formell Du verklagt, jedoch läuft die gesamte Abwicklung über den Anwalt, der sich ggf. auch mit der Versicherung bespricht.

Selbst solltest Du keine rechtlich relevanten Dinge wie Widerspruch, Klageerwiderung usw. machen.

1x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103977 Beiträge, 37582x hilfreich)

Zitat (von hh):
Selbst solltest Du keine rechtlich relevanten Dinge wie Widerspruch, Klageerwiderung usw. machen.

Volle Zustimmung.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Bullwear
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Stefan 1977):
Anwalt, Gutachter etc) und das dies insgesamt 4500 Euro kosten würde. Meine Versicherung lehnte das schon letztes Jahr ab, jetzt droht er mich evtl zivilrechtlich zu verklagen.
Wie soll ich mich verhalten, meine Versicherung mal anrufen?
Ist nicht die Versicherung eigentlich die Stelle wo we klagen müsste? Ich habe ja den Vorfall sozusagen ihr übergeben....


Du machst gar-nichts. Sollte dein Nachbar klagen, so gibt deiner Versicherung die Unterlagen. Die werden alles weitere veranlassen.

0x Hilfreiche Antwort

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