Geht das Testament so?

29. Oktober 2023 Thema abonnieren
 Von 
Erbschaftsfragen
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Geht das Testament so?

Hallo zusammen,

mein Vater möchte ein neues Testament selbst schreiben. Die Situation ist wie folgt:

- Das Haus, in dem er lebt und das ihm zur Hälfte gehört (andere Hälfte gehört meiner Mutter, also seiner Frau) soll an mich als seine Tochter. Darin soll ein Wohnrecht für seine Frau bestehen bleiben.
- Ein Anteil an einem weiteren Haus soll an seine Enkelin, also meine Tochter erben (noch minderjährig).
- Alle anderen Wertgegenstände soll meine Mutter, also seine Frau erben.

Er hat keine weiteren Kinder außer mir und keine weiteren Enkelkinder.

Ist das einfach in einem Testament möglich so aufzuführen oder muss da mit einem Vermächtnis gehandelt werden. Wir finden immer nur Testamentvorlagen, bei denen alle Erben gemeinsam erben oder Alleinerben.

Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
aspergius
Status:
Praktikant
(916 Beiträge, 223x hilfreich)

Bitte bedenken, dass die Enkelin nur einen Freibetrag von 200.000 Euro hat. Ist der Hausanteil mehr wert, muss sie bzw die Eltern das versteuern.

Signatur:

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#2
 Von 
Erbschaftsfragen
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, ja das haben wir bedacht. Das passt auch alles. Die Frage ist, wie das ihm Testament stehen muss…

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#3
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7966 Beiträge, 4488x hilfreich)

Zitat (von Erbschaftsfragen):
Die Frage ist, wie das ihm Testament stehen muss…

Hier dürfen keine Formulierungsvorschläge für Testamente gegeben werden. Das wäre Rechtsberatung und das ist hier nicht erlaubt.

Die Eltern sollten sich bei einem Notar beraten lassen und ein notarielles Testament erstellen. Das kostet zwar, allerdings benötigt man nach dem Tod der Eltern keine Erbscheine (Kosten). Die Kosten heben sich in etwa gegeneinander auf.

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#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von Erbschaftsfragen):
Wir finden immer nur Testamentvorlagen, bei denen alle Erben gemeinsam erben oder Alleinerben.

Angesichts der Konsequenzen, die auch nur ein einziger kleiner Fehler verursachen kann, sollte man das ganze von einem Profi machen lassen.
Man wird ja Interesse daran haben, das ganze rechtssicher zu machen?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47275 Beiträge, 16744x hilfreich)

Wenn jemand von Todes wegen einen Gegenstand erhalten soll, dann handelt es sich um ein Vermächtnis oder alternativ um eine Teilungsanordnung.

Ein Vermächtnis ist dabei Bestandteil eines Testamentes und kein gesondertes Dokument.

Außerdem sollte ein Testament unbedingt auch Angaben darüber enthalten, wer mit welcher Quote Erbe sein soll.

Auch ich empfehle die Erstellung eines notariellen Testamentes, da andernfalls die Gefahr hoch ist, dass falsche Formulierungen zu unerwünschten Ergebnissen führen.

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#6
 Von 
Erbschaftsfragen
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen, vielen Dank für eure Antwort. Seht ihr das auch so, wenn kein möglicher Kläger da ist, da in jeder Generation nur ein möglicher Erbe vorhanden ist? Oder könnte theoretisch das Finanzamt wegen der Erbschaftssteuer auch ein Interesse daran haben, dass ein Testament nicht rechtsgültig ist?

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#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47275 Beiträge, 16744x hilfreich)

Zitat (von Erbschaftsfragen):
Seht ihr das auch so, wenn kein möglicher Kläger da ist, da in jeder Generation nur ein möglicher Erbe vorhanden ist?


Es geht ja nicht in erster Linie darum, ob ein Testament gültig oder ungültig ist.

Die meisten Streitigkeiten drehen sich darum, wie denn das Testament auszulegen ist. Auch darüber kann man sich prächtig streiten. Dass ein Testament wegen mangelhafter Formulierung unwirksam ist, ist ein äußerst seltener Fall.

Bei den mageren Kenntnissen darüber, wie ein Testament zu formulieren ist, drohen durchaus Probleme bei der Auslegung.

Außerdem sollte man berücksichtigen, dass sich die Kosten für ein notarielles Testament dadurch kompensieren, dass im Erbfall kein Erbschein erforderlich ist.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118591 Beiträge, 39597x hilfreich)

Zitat (von Erbschaftsfragen):
Seht ihr das auch so, wenn kein möglicher Kläger da ist, da in jeder Generation nur ein möglicher Erbe vorhanden ist?

Man ist manchmal überrascht, was in der Praxis passiert, wo man in der Theorie nie dran gedacht hat ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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