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Offenlegen des Vermögens

 Von 
Chopper
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 6x hilfreich)
Offenlegen des Vermögens

Hallo!
Mein Vater heiratet nach dem Tod meiner Mutter erneut. Nach seinem Tod setzte er meine Stiefmutter als Alleinerbin ein. Diese gab beim Nachlassgericht, dass mein Vater nur ein Giro-Konto (auf seinen Namen lautend) mit nur einem geringen Betrag hinterlassen hatte. Ein gemeisames Konto wurde auch erwähnt, jedoch ist auch hier nur ein geringer Betrag ersichtlich. Bei der Ehe handelt es sich um eine Zugewinngemeinschaft.
Damit ich nun meinen Pflichanteil ermitteln kann stellt sich für mich die Frage, kann ich von ihr verlangen, dass sie sämtliche Konten (Giro, Sparbücher, Wertpapiere...) angibt. Kann ich auch verlangen, dass z.B. Kontoauszüge der vergangenen Monate/Jahre vorgelegt werden müssen und nicht der letzte vom Sterbetag. Von den Banken werde ich wohl keine Auskunft erhalten. Wie sieht die rechtliche Lage aus, dass ich Auskunft über das tatsächliche Vermögen bekomme und nicht nur über das, was sie angeben möchte?

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Alleinerbin Auskunft Jahr Konto


2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
MCNeubert
Status:
Lehrling
(1337 Beiträge, 214x hilfreich)

Hallo Chopper,

wenn Du meinst, sie hat falsche Angaben gemacht und wird auch nicht freiwillig die richtigen Daten herausgeben, dann kannst Du sie nur gerichtlich dazu zwingen. Im Rahmen einer sogenannten Stufenklage kannst Du erst auf Auskunft über das Vermögen (ev. mit Eidesstattlicher Versicherung über die Richtigkeit der Angaben - um Druck auszuüben) und dann auf Deinen Pflichtteil daraus klagen.
Solltest Dich dafür aber von einem Anwalt vertreten lassen.

Gruß
MCNeubert

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#2
 Von 
Chopper
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo MCNeubert!
Danke für die schnelle Info! Das habe ich mir bereits gedacht, dass es vmtl. nur über den Klageweg geht (was zu überlegen ist, da die Kosten vmtl. recht hoch liegen dürften).
Das Problem sieht z.B. so aus:
einem geschätzen Vermögen von mehreren hundertausend steht als Aussage lediglich tausend gegenüber. Ohnme Bankauskunft sieht es mit der Beweislast hier schlecht aus. Die Bankauskunft wird es vmtl. nicht geben, da es das Bankgeheimnis gibt. Soviel mir bekannt ist, gibt die Bank, wenn überhaupt, nur den aktuellen Stand des/der Kontos/Konten zum Todestag preis. Was z.B. in den Vormonaten/-Jahren darauf war erfährt man vmtl. nicht. Wenn uns meinem Fall die Person ein viertel Jahr im Krankenhaus liegt und nur zum Sterben nach Hause kommt, dann bleibt genügend Zeit die Konten so zu leeren, dass Aktiva stimmt!
Oder gibt es Möglichkeit auch rückwirkend eine Konteneinsicht/-Auszüge zu verlangen?

Vorab nochmals herzlichen Dank!

Chopper

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