Falschaussage vot Gericht

23. September 2015 Thema abonnieren
 Von 
oberst klink
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Falschaussage vot Gericht

Hallo,
Brauche Rat! War als Zeuge der Kläger geladen und habe zur Sache auch wahrheitsgemäß ausgesagt.
Der Anwalt der gegenseite stellte Fragen zu meiner Ausbildung (Promotion usw.) dem habe ich aber nicht wahrheitsgemäß
geantwortet sondern das blaue vom Himmel gelogen. Was nun, wird sowieso alles rauskommen bei einer Überprüfung.
Wie bewertet dies das Gericht. Was am besten jetzt tun ??
Gebt mal einen Rat.

-- Editiert von Moderator am 25.09.2015 01:30

-- Thema wurde verschoben am 25.09.2015 01:30

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39032 Beiträge, 14092x hilfreich)

Na super. Der gegnerische Anwalt hat doch nicht von ungefähr gefragt. So, jetzt müssen wir auseinanderdividieren.

1. Das Verfahren, in welchem Du ausgesagt hast. Wie da die Zeugenaussage zu bewerten ist, eine Ahnung. Das muss das Gericht tun. Und ob da der Unterschied gemacht wird, zwischen dem, was Du zur Sache ausgesagt hast und dem, was Du über Dich ausgesagt hast, das ann ich nicht beurteilen. Und, ob wegen dieser Aussage im Fall des Unterliegens im Prozess der Kläger Schadensersatz von Dir haben will, keine Ahnung.

2. Zum strafrechtlichen Aspekt. Natürlich hast Du eine Falschaussage gemacht, das ist strafbar. Wie der Staatsanwalt als Ermittlungsbehörde das alles bewertet, kann man nicht abschätzen. Allerdings erfährt er erst davon, wenn entweder jemand Strafanzeige erstattet oder aber das Gericht die Akte an die Staatsanwaltschaft übersendet.

wirdwerden

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#2
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Und ob da der Unterschied gemacht wird, zwischen dem, was Du zur Sache ausgesagt hast und dem, was Du über Dich ausgesagt hast, das ann ich nicht beurteilen.


Es wird entscheidend darauf ankommen, welche sachliche Relevanz die Fragen für den Prozeß hatten. Dazu müßte der TE noch mal was sagen.

Zitat:
Und, ob wegen dieser Aussage im Fall des Unterliegens im Prozess der Kläger Schadensersatz von Dir haben will, keine Ahnung.


Was er nur könnte, wenn die falschen Aussagen entscheidungsrelevant waren.

Zitat:
Natürlich hast Du eine Falschaussage gemacht, das ist strafbar.


Wenn ich mich nicht falsch erinnere, sind falsche Antworten auf nicht sachrelevante Fragen aber keine Falschaussagen im strafrechtlichen Sinne. Wenn der Zeuge also gefragt wird, was seine Lieblingsfarbe ist oder was er zum Frühstück gegessen hat oder ob er den Gegenanwalt für einen Deppen hält, darf er lügen, sofern das keine Sachrelevanz hat.

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#3
 Von 
oberst klink
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von JenAn):
Zitat:Und ob da der Unterschied gemacht wird, zwischen dem, was Du zur Sache ausgesagt hast und dem, was Du über Dich ausgesagt hast, das ann ich nicht beurteilen.
Es wird entscheidend darauf ankommen, welche sachliche Relevanz die Fragen für den Prozeß hatten. Dazu müßte der TE noch mal was sagen.
Zitat:Und, ob wegen dieser Aussage im Fall des Unterliegens im Prozess der Kläger Schadensersatz von Dir haben will, keine Ahnung.
Was er nur könnte, wenn die falschen Aussagen entscheidungsrelevant waren.
Zitat:Natürlich hast Du eine Falschaussage gemacht, das ist strafbar.
Wenn ich mich nicht falsch erinnere, sind falsche Antworten auf nicht sachrelevante Fragen aber keine Falschaussagen im strafrechtlichen Sinne. Wenn der Zeuge also gefragt wird, was seine Lieblingsfarbe ist oder was er zum Frühstück gegessen hat oder ob er den Gegenanwalt für einen Deppen hält, darf er lügen, sofern das keine Sachrelevanz hat.


Hallo! Schönen Dank erst mal für die Beantwortung.
Also der Kläger dessen Zeuge ich war wird auf Grund meiner Aussage wohl vom Eis sein.
Der gegnerische Anwalt will meine Glaubwürdigkeit untergraben mit seinen Fragen die ich ihm nicht wahrheitsgemäß beantwortet habe. Das kommt sowieso raus. Der wird auch natürlich eine Anzeige gegen mich starten vermute ich, Betrugsanzeige vermute ich oder uneidliche Falschaussage!
Wie kann ich das Ruder noch rumreißen wenn überhaupt oder warten und aussitzen.
Das Urteil kommt im November das will ich auf jeden Fall abwarten.

-- Editiert von oberst klink am 23.09.2015 22:32

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#4
 Von 
JenAn
Status:
Student
(2517 Beiträge, 2552x hilfreich)

Zitat:
Der gegnerische Anwalt will meine Glaubwürdigkeit untergraben


Mit Fragen zu deiner Ausbildung? Das wäre wohl untauglich, denn ein Richter glaubt (idealerweise) einem Professor auch nicht mehr oder weniger als einem Hauptschulabbrecher.
(Auch wenn ich vor Urzeiten mal erlebt habe, wie mein Opa als Zeuge ausgesagt hat und der Richter meinte nach der Frage nach dem Beruf - "[Offiziersgrad] bei der Bundeswehr" - zum StA "dann können wir auf Vereidigung wohl verzichten"...)

Schon deswegen könnte man wohl argumentieren, die Fragen und deren Antworten hätten keine Sachrelevanz gehabt (komisch, die Richter, bei denen ich Zeugenvernehmungen erlebt habe, haben solche irrelevanten Fragen immer direkt unterbunden).

Zitat:
Betrugsanzeige vermute ich


Die wäre ja sinnfrei, weil dazu feststehen müßte, daß der Kläger nicht im Recht war, denn nur dann wäre sein Vermögensvorteil "Prozeß gewonnen" auch rechtswidrig. Ich kann mir eher nicht vorstellen, daß ein StA quasi den ZIvilprozeß selbst neu aufrollen will, um das zu klären.

Zitat:
oder uneidliche Falschaussage


Wie gesagt, zur Relevanz s.o. Vielleicht hofft er ja auf einen Fall von §580 Nr. 3 ZPO , aber wie gesagt, dafür genügt es nicht, den Zeugen nur bei einer Lüge auf die Frage nach seiner Lieblingsfarbe zu erwischen.

Vielleicht kannst du noch mal etwas genauer schildern, was das für Fragen waren und was für eine Relevanz sie haben könnten. Du schreibst "Promotion" - was wurdest du dazu gefragt? Ob du promoviert hast oder nicht, ist für deine Glaubwürdigkeit absolut irrelevant (das wäre ja noch weniger relevant als der o.a. Unterschied zwischen Professor und "Prolet"). Und da du auch nicht als Sachverständiger ausgesagt hast, kommt es auch nicht auf deine "Kompetenz" in irgendeiner Hinsicht an.

Zitat:
Das Urteil kommt im November das will ich auf jeden Fall abwarten.


Nur für den theoretischen Fall, daß du wirklich eine (entscheidungsrelevante) Falschaussage getätigt hast, wäre das aber das Dümmste überhaupt, weil sich damit der mögliche Taterfolg verwirklichen würde.

-- Editiert von JenAn am 24.09.2015 10:51

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#5
 Von 
oberst klink
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo!
hab Rezepte als dr. med. ausgestellt, ca. 10 Stück,keine Drogen oder Gewöhnungsmittel also.Deshalb wohl die Fragen nach Promotion und so was.Durfte ich natürlich nicht.

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(39032 Beiträge, 14092x hilfreich)

Na ja, hat dann im Zweifel schon was mit der Zeugenaussage zu tun. Und - hinsichtlich der Glaubhaftigkeit des Zeugen in einem Verfahren kann sowas schon relevant sein.

wirdwerden

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