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Privatversicherung zahlt nicht

17. Juni 2022 Thema abonnieren
 Von 
Dani 123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Privatversicherung zahlt nicht

Hallo, vor ca 2 Monaten ist mir ein Fahrradfahrer (besser seine Tochter) gegen mein Parkendes Auto gefallen/gefahren. Lt Polizei und Radfahrer musste er einem anderem Auto ausweichen, ist dadurch gegen das Hinterrad seiner Tochter und diese zerschrammte die linke Seite meines PKWs. Das andere Auto hätte Fahrerflucht begangen. Lt Gutachten entstanden ein Schaden an meinem Auto von ca 3500 Euro ( Lackierung, Spiegel neu) . Seine Privathaftpflichtversicherung weigert sich den Schaden zu übernehmen, da keine Schuld seitens der Radfahrer bestehe. Bleibe ich nun auf den Kosten sitzen?

Probleme mit der Versicherung?

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104324 Beiträge, 37626x hilfreich)

Zitat (von Dani 123):
Bleibe ich nun auf den Kosten sitzen?

Wenn sonst kein anderer zur Zahlung verpflichtet ist, ja.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3887 Beiträge, 858x hilfreich)

Zitat (von Dani 123):
Hallo, vor ca 2 Monaten ist mir ein Fahrradfahrer (besser seine Tochter) gegen mein Parkendes Auto gefallen/gefahren.


Wenn sie dein Eigentum beschädigt hat, wird sie erst mal dafür gerade stehen müsse/haften.

Zitat (von Dani 123):
Lt Polizei


Die Polizei war in dem Moment wo der Unfall passiertevor Ort und hat es genau gesehen!?

Zitat (von Dani 123):
Radfahrer musste er einem anderem Auto ausweichen,

:wink:
Eine Schutzbehauptung!?

Zitat (von Dani 123):
Das andere Auto hätte Fahrerflucht begangen.


Das ist jetzt erst mal nicht dein Problem.

Zitat (von Dani 123):
Seine Privathaftpflichtversicherung


Gegen wen genau hast du deine Schadensersatzansprüche geltend gemacht?


Zitat (von Harry van Sell):
Wenn sonst kein anderer zur Zahlung verpflichtet ist, ja.



Und das hilft jetzt dem TE genau wie ???

Aber gut; irgendwie muss MANN ja auf über 100.000 Beiträge kommen - egal wie 1 :smile:

-- Editiert von charlyt4 am 17.06.2022 19:57

Signatur:

Gruß Charly

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1408 Beiträge, 998x hilfreich)

Die Haftpflichtversicherung zahlt (wenn überhaupt) dann, wenn Vater oder Tochter zahlen müssten. Gehen wir mal davon aus, dass die Tochter nicht zahlen muss. Dann ist nur fraglich, ob der Vater zahlen muss. Diese Frage hat mit der (freiwilligen!) Haftpflichtversicherung zunächst gar nichts zu tun (bzw. muss Sie die Versicherung nicht interessieren). Beantworten kann man die Frage hier aber nicht. Das müsste ein Rechtsanwalt für Sie prüfen. Vielleicht bekommen Sie auf irgendeinem Wege eine kostenlose Ersatberatung. Manche Kanzleien bieten das an. Ansonsten kann schon die Erstberatung bis zu 200 Euro kosten.

Die Polizei hat in dieser Sache aber nicht über Ansprüche zu entscheiden und sie hat den Unfall vermutlich auch nicht beobachtet. Damit scheint mir die Polizei irrelevant zu sein.

Interessant dürfte eher sein, ob der Vater fahrlässig gehandelt hat und ob der Schaden (auch) aufgrund dieser Fahrlässigkeit entstanden ist. Beides halte ich für möglich, lässt sich aber ohne nähere Kenntnis des Geschehens nicht beantworten. Entscheidend wäre am Ende ja auch, wer was beweisen kann/muss. Haben Sie das angeblich unfallflüchtige Fahrzeug (mit dem es offenbar keine Kollision gab) überhaupt selbst wahrgenommen? Gab es unbeteiligte Zeugen?

Ganz nüchtern betrachtet könnte man den Fall auch so bewerten, dass der Vater der Tochter zu dicht aufgefahren (oder sogar aus Unachtsamkeit in sie reingefahren) ist und die Tochter dann keine Möglichkeit mehr hatte, den Schaden zu verhindern.

Als Autofahrer/-halter hat man im Allgemeinen aber oft das Problem, dass man auf einem Teil des Schadens sowieso sitzen bleibt, selbst wenn man alles richtig gemacht hat. Diesen möglichen Ausgang würde ich auch einplanen. Bei parkenden Autos gilt das alles aber etwas weniger. Einzelheiten müsste dann sowieso ein Rechtsanwalt prüfen, wenn Sie denn einen beauftragen wollen.

Ein Problem könnte auch darin bestehen, dass der Vater kein Geld hat und den Schaden daher sowieso nicht bezahlen kann. Die freiwillige Haftpflichtversicherung ist hier etwas anderes als die Pflichtversicherung, sie Sie für Ihr Auto haben. Vereinfacht gesagt müssen Sie das Geld beim Vater holen, der muss es dann (wenn er will) bei seiner Versicherung holen. Ob Sie das Geld direkt von der Versicherung bekommen könnten, müsste der Anwalt prüfen.

Allgemein gehören solche Schäden aber zum "Lebensrisiko" für Fahrzeugeigentümer, die ihr (nicht ganz billiges) Fahrzeug an der öffentlichen Straße parken. Wenn Ihnen einfach so (also ohne den ebenfalls beteiligten Vater) ein kleines Kind aus Schusseligkeit ins Auto fährt, dann gilt im Wesentlichen auch: Pech gehabt. Siehe § 828 BGB.

Wie alt ist die Tochter?

Das Gutachten muss nicht richtig sein. Oft gibt es eine Möglichkeit, den Schaden deutlich billiger beheben zu lassen. Viel Glück.

-- Editiert von Zuckerberg am 17.06.2022 20:08

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Dani 123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Die Polizei war in dem Moment wo der Unfall passierte vor Ort und hat es genau gesehen!?


Nein, Radfahrer hat Polizei gerufen um den Unfall aufnehmen zu lassen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3887 Beiträge, 858x hilfreich)


Zitat (von charlyt4):
Die Polizei war in dem Moment wo der Unfall passiertevor Ort und hat es genau gesehen!?



Zitat (von Dani 123):
Nein, Radfahrer hat Polizei gerufen um den Unfall aufnehmen zu lassen.



Dann gibt es ganz einfach keinen Beweis, dass " Lt Polizei ........ musste er einem anderem Auto ausweichen" der für einen Richter relevant wäre!


Zitat (von Zuckerberg):
Die Haftpflichtversicherung zahlt (wenn überhaupt) dann, wenn Vater oder Tochter zahlen müssten.


Da Versicherungen in der Regel generell nicht freiwillig zahlen (was ja auch nachvollziehbar ist) ist die Aussage .....!!!?

Zitat (von Zuckerberg):
Dann ist nur fraglich, ob der Vater zahlen muss.


Wer hat den Schaden verursacht? Der Vater - Nein!

Zitat (von Zuckerberg):
Gehen wir mal davon aus, dass die Tochter nicht zahlen muss.


Was wäre die rechtliche Grundlage dass der, der den Schaden verursacht hat, nicht haftbar wäre?

Zitat (von Zuckerberg):
Haben Sie das angeblich unfallflüchtige Fahrzeug (mit dem es offenbar keine Kollision gab) überhaupt selbst wahrgenommen?


Ist doch vollkommen irrelevant - und wenn es ein Ufo war - den Schaden hat die junge Dame verursacht!


Zitat (von Zuckerberg):
Als Autofahrer/-halter hat man im Allgemeinen aber oft das Problem, dass man auf einem Teil des Schadens sowieso sitzen bleibt, selbst wenn man alles richtig gemacht hat.


Wenn man seine Rechte nicht kennt, könnte das eventuell möglich sein. Oder auch wenn man hier auf Ratschläge aus dem Forum vertraut.

Zitat (von Zuckerberg):
Allgemein gehören solche Schäden aber zum "Lebensrisiko" für Fahrzeugeigentümer, die ihr (nicht ganz billiges) Fahrzeug an der öffentlichen Straße parken.


Kann man den Unsinn auch begründen wenn der Schädiger bekannt ist!?


Zitat (von Zuckerberg):
Wenn Ihnen einfach so (


Was hat dies mit dem vom TS geschilderten Fall zu tun?

Zitat (von Zuckerberg):
Das Gutachten muss nicht richtig sein.


Welche Sach- und Fachkenntnis besitzt man denn um das zu beurteilen?

Zitat (von Zuckerberg):
Oft gibt es eine Möglichkeit, den Schaden deutlich billiger beheben zu lassen.


Und das hat jetzt mit dem BGB und dem rechtlichen Schadensersatzanspruch genau was zu tun?

Signatur:

Gruß Charly

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Dani 123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Zuckerberg):
Haben Sie das angeblich unfallflüchtige Fahrzeug (mit dem es offenbar keine Kollision gab) überhaupt selbst wahrgenommen? Gab es unbeteiligte Zeugen?


Vielen Dank erstmal für ihre ausführliche Antwort. Ich selbst war zur Tatzeit auf Arbeit, nach Dienstschluss habe ich den Schaden an meinem Auto entdeckt. Auch war keine Mitteilung an meinem Wagen. Die Polizei hat sich später bei mir zu Hause gemeldet und den Schaden (mit Fotos) aufgenommen. Mir mündlich wiedergegeben, was passiert ist und das Schadensprotokoll ausgehändigt. Also kann ich nur das wiedergeben was ich durch Polizei und Radfahrer(telefonisch) erfahren habe. Radfahrer hat dann den Schaden seiner Privathaftpflichtversicherung gemeldet.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104324 Beiträge, 37626x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Dann gibt es ganz einfach keinen Beweis, dass " Lt Polizei ........ musste er einem anderem Auto ausweichen" der für einen Richter relevant wäre!

In der Realität schon.



Zitat (von charlyt4):
Wenn man seine Rechte nicht kennt, könnte das eventuell möglich sein. Oder auch wenn man hier auf Ratschläge aus dem Forum vertraut.

Ja, oder wenn einen mal wieder die Realität einholt



Zitat (von charlyt4):
Kann man den Unsinn auch begründen wenn der Schädiger bekannt ist!?

Die Bekanntheit des Schädigers ist dafür genauso irrelevant, wie das Wetter, das Sternzeichen des Halters oder ob es ein Wochentag mit "g" im Namen war.



Zitat (von charlyt4):
Welche Sach- und Fachkenntnis besitzt man denn um das zu beurteilen?

Dazu müsste man nur mal hier in den passenden Unterforen mitlesen, da schlagen dauernd Leuten mit den abenteuerlichsten Gutachten auf.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort


#9
 Von 
Zuckerberg
Status:
Lehrling
(1408 Beiträge, 998x hilfreich)

Bei Charly scheint heute Abend die eine oder die andere Sicherung durchgebrannt zu sein. :sad:

Morgen ist wieder ein neuer Tag.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104324 Beiträge, 37626x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Das Gegenteil bitte verständlich erklären!

Gerichte haben bekanntermaßen das Privileg der freien Beweiswürdigung, "zur Überzeugung des Gerichtes" wie es so schön lautet.
Und Aussagen (z.B. von Zeugen) sind bekanntermaßen ebenfalls regelmäßig probate Beweismittel.



Zitat (von charlyt4):
Unsinn !! Das Gegenteil bitte verständlich erklären!

Realität = die Gesamtheit des Realen, Wirklichkeit, Gegenteil von Theorie



Zitat (von charlyt4):
Unsinn !! Oder das Gegenteil bitte verständlich erklären!

Lebensrisiko = das Risiko des Zufalls

Jeder Mensch unterliegt durch Einwirkungen von Umwelt ,Natur, Gesellschaft, ... vielfältigen Risiken, denen er sich nicht weder jederzeit noch vollständig entziehen kann.

Damit muss man dann halt leben.



Zitat (von Zuckerberg):
Bei Charly scheint heute Abend die eine oder die andere Sicherung durchgebrannt zu sein.

In einen anderen Beitrag beklagt er sich über eine schlechte Internetverbindung.
Seine Tastatur muss wohl auch kaputt sein, besonders die Taten mit "!" und "?", so wie er aktuell schreibt.
So was kann bei dem einen der anderen dann schon mal Stresssymptome auslösen ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43644 Beiträge, 15554x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Was wäre die rechtliche Grundlage dass der, der den Schaden verursacht hat, nicht haftbar wäre?


Die Frage muss man doch wohl eher umgekehrt stellen. Was wäre die rechtliche Grundlage dafür, dass der, der den Schaden ohne Verschulden verursacht hat, haften muss? So eine Rechtsgrundlage gibt es jedenfalls für Radfahrer nicht, für PKW-Fahrer dagegen schon.

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