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Eigentümer verkauft plötzlich an anderen Interessenten

13.6.2019 Thema abonnieren
 Von 
ElChico88
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Eigentümer verkauft plötzlich an anderen Interessenten

Hallo liebes Forum,

folgender Fall. Die Käufer hatten sich mit einem Hauseigentümer über den Kauf seiner DHH geeinigt. Der Eigentümer hat dem Käufer alle nötigen Unterlagen per E-Mail zukommen lassen. Grundbuchauszug, Flächenberechnung und auch einen notariellen Kaufvertragsentwurf. Alles soweit in Ordnung. Nur einen Tag vor der Unterzeichnung des Darlehensvertrages kam die E-Mail des Eigentümers, dass er doch nicht an den Käufer verkaufen will, sondern an einen anderen Interessenten der mehr bietet. Die Käufer sind aus allen Wolken gefallen, weil die Verhandlungen mit dem Eigentümer abgeschlossen waren und alles sehr konkret war. Schließlich hatten die Käufer auch den Kaufvertragsentwurf vorliegen. Als sie fragten, ob wir unser Gebot erhöhen können lehnte der Eigentümer ab und nahm den Käufern jedwede Chance deren sicher geglaubtes Eigenheim zu erwerben.

Grundsätzlich kann sich ja jeder aussuchen an wen er sein Eigentum verkauft, aber dennoch stellt sich hier die Frage, ob man hier Klage erheben kann und ob das Sicht auf Erfolg haben könnte. Bzw. den Eigentümer im Vorhinein außergerichtlich dazu aufzufordern kann sich an die Absprache zu halten?

Es lagen zwei klare Willenserklärungen vor (die jeweiligen Zusagen des Eigentümers und die der Käufer liegen schriftlich als E-Mail vor). Ist dadurch nicht ein Kaufvertrag nach § 433 BGB: Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag entstanden?

Ich hoffe ihr/Sie könnt weiterhelfen.

Beste Grüße

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
charlyt4
Status:
Bachelor
(3138 Beiträge, 756x hilfreich)

Zitat (von ElChico88):
Ist dadurch nicht ein Kaufvertrag nach § 433 BGB: Vertragstypische Pflichten beim Kaufvertrag entstanden?


Nein.


Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 311b Verträge über Grundstücke, das Vermögen und den Nachlass

(1) Ein Vertrag, durch den sich der eine Teil verpflichtet, das Eigentum an einem Grundstück zu übertragen oder zu erwerben, bedarf der notariellen Beurkundung.



gruß charly

Signatur:

Gruß Charly

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#2
 Von 
TidoZett
Status:
Schüler
(461 Beiträge, 81x hilfreich)

Klare Willenserklärungen im Sinne eines Kauf/Verkaufversprechens werden als Auflassung ins Grundbuch eingetragen.

Insofern sehe ich hier keine zwei klaren WE.

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