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Zuleitung Nachbar

 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)
Zuleitung Nachbar

Hallo Community,
ich habe da mal wieder eine Frage,
und zwar besitzen wir ein Haus, das wir von meinem Großvater übernommen haben, wie das früher so war, hat man einfach drauf los gebaut, so auch unser Nachbar, von diesem Nachbar geht die Zufahrt durch unseren Garten und die Frischwasserleitung durch unseren Keller.
Und genau hier liegt nun das Problem. Wir hatten in der Zuleitung vor unserem Haus schon zwei Brüche im Rohr, beim ersten Mal war es noch unbekannt das der Nachbar mit dran hängt, somit wurde es von unserer Versicherung getragen, beim zweiten Mal kam dann raus das er mit dran hängt und das es sich in unserem Keller zweigt.
Dieses geschehen ist dem Nachbar natürlich auch zu Ohren gekommen das Wasser austritt und hat uns geschildert das er mit dran hängt, er sagte aber das er weder eine Versicherung hat noch die Summe bezahlen will, somit musste unsere Versicherung erneut den Schaden begleichen, nun ist die Frage, was kann man dagegen tun?
Können wir das Geld wieder fordern? Die Versicherung zahlt sich schließlich auch nicht von allein.
Zudem ist nichts schriftlich festgehalten wegen weg Nutzung usw.??
Ich bitte um Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen


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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Nutzung Nachbar Haus Wasser


18 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 170x hilfreich)

Was für Geld willst du - die Versicherungsprämie ?
Willst du das nach Leitungslänge abrechnen. 458 Meter Rohe in deinem Haus mit den die 50 cm gemeinsamer Leitung verrechnen ?
Oder nach QM entnommenen Wassers ?

Auch heute baut man noch so regelt das aber meist irgendwie vertraglich. Aber auch heute gibt es dafür kein "Geld" wenn es nicht extra vereinbart wurde.

Evt. hat Opa ja bereits 50 Reichsmark bekommen für die lebenslange Nutzung.....

quote:

somit musste unsere Versicherung erneut den Schaden begleichen

Wird sie nicht machen wenn die Leitungen bekannt defekt sind muss man sie austauschen.



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#2
 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)

Leider kann ich mit der Antwort nicht viel anfangen.
Zudem möchte ich nicht die Prämie sondern das Geld für die Reperatur der Leitung.
Heute baut man nicht mehr so, da jedes Haus seinen Schieber hat womit man die Leitung sprerren kann.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78780 Beiträge, 33586x hilfreich)

quote:
Zudem möchte ich nicht die Prämie sondern das Geld für die Reperatur der Leitung.

Welcher Teil der Leitung war/ist denn im Detail defekt?





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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#4
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 170x hilfreich)

Zitat:
Heute baut man nicht mehr so, da jedes Haus seinen Schieber hat womit man die Leitung sperren kann.

Klar jeder in seinem Haus, aber kaum bekommst du nen Schieber um deinem Nachbarn das Wasser abzustellen.

Deine Leitung musst du selber reparieren, die des Nachbarn muss dieser reparieren.

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-- Editiert Querulantenjäger am 26.06.2012 23:26

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#5
 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)

Das war der Teil zwischen Haus und Schieber an der Straße, da wir allerdings in einer Seitenstraße wohnen ist dieser Teil ein größeres Stück. Beim 1. mal war es in der nähe des Schiebers und beim anderen mal so ziemlich in der Mitte.

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#6
 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)

@Querulantenjäger da du wohl die Lage nicht verstanden hast, bitte ich dich doch solche Mitteilungen zu unterlassen und dich zu melden wenn du etwas nützliches zu sagen hast und die Lage verstanden hast.

Ich weiß nicht ob es klar ist, oder ob nur einer das nicht versteht.

Die Leitung geht von der Hauptstraße bis zu unserem Haus in den Keller, hier teilt sich das Rohr (sichtbar), von hier verläuft das andere Rohr zum Nachbar, somit ist alles vor dem Haus auch die Zuleitung des Nachbarn und nicht nur von uns.

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#7
 Von 
cobold64
Status:
Lehrling
(1050 Beiträge, 783x hilfreich)

Wenn man heutzutage so bauen würde, müssten zunächst eine Grunddienstbarkeit und eine Baulast eingetragen werden. In diesem Zuge vereinbart man in der Regel, wer welche Kosten zu tragen hat.
Die Rechtssprechung geht meist davon aus, dass Kosten gemeinsamer Leitungen - hier der Teil der Zuleitung bis zum Abzweig - auch gemeinsam zu tragen sind (wenn es nicht einen direkten Verursacher des Schadens gibt).
Man könnte dem Nachbarn klarmachen, dass seine Leitung durch keinerlei Nutzungsrecht gesichert ist - vielleicht zeigt er sich dann einsichtig und übernimmt lieber die Hälfte der Kosten als sich eine neue Leitung legen zu lassen.

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78780 Beiträge, 33586x hilfreich)

Das ist dann eher ungünstig, das der Teil des Nachbarn nicht betroffen war.
Dann müsstet ihr die Kosten mangels vertraglicher Vereinbarung wohl tatsächlich selbst tragen.


Man müsste für ein weiteres Vorgehen prüfen, ob der Nachbar ein Notleitungsrecht geltend machen könnte oder nicht.

Je nach Ergebnis hätte man dann eine entsprechende Verhandlungsposition ihn zur Zahlung zu motivieren.


Das derzeit kein Vertrag existiert, könnte man ja für die zukunft ändern.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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#9
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 170x hilfreich)

quote:
Man müsste für ein weiteres Vorgehen prüfen, ob der Nachbar ein Notleitungsrecht geltend machen könnte oder nicht.
Das derzeit kein Vertrag existiert, könnte man ja für die zukunft ändern.

Es besteht für den Nachbar weder der Wunsch noch die Pflicht andere Vereinbarungen zu treffen. Er kann sich nach Treu und Glauben darauf verlassen das seine Leitung an eure angeschlossen bleibt.

Auch wenn nicht gewünscht ist und man nochmal Kohle will, obwohl es wohl bei der Installation irgendwann man irgendeine Vereinbarung gab.




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#10
 Von 
Fulgora
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 342x hilfreich)

Mahlzeit, haben Sie schon mal bei dem örtlichen Versorgungsunternehmen angefragt?


Notleitungsrecht wäre imho eh nur bei Insellage des Grundstückes gegeben.
Ein solches Recht könnte sich allein nach §§ 917 I, 918 Abs. II S. 1 BGB ergeben, wenn es sich um ein verbindungsloses Grundstück handelt.

Sofern es noch möglich ist, sollten Sie auch den Schiedsmann der zuständigen Gemeinde einschalten, um so ggfs. einen weiteren Streit zu vermeiden.


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"Gruss Fulgora
Dies ist aber keine Rechtsberatung, nur meine persönliche Meinung zu der o.G. Sache"

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#11
 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)

Hallo, vielen dank für die antworten.
muss man diesen vertrag anwaltlich aufsetzten?
wie sieht es aus vertraglich zu reglen, wenn schäden an dem weg der zum grundstück führt und genutzt wird von dem nachbar und uns, das sich der nachbar an der hälfte für die ausbesserung beteiligt?
kann dieser vertrag auch jederzeit wiederrufen werden von uns?

mfg

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#12
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 170x hilfreich)

Klar, die kannst auch den monatlichen Beischaf mit Nachbars Frau reinschreiben.

Dir ist aber schon klar das die andere Partei auch unterschreiben muss und dafür besteht kein Grund einen nachteiligen Vertrag abzuschließen.

Es besteht eine Regelung nach Gesetz die besser als dein Vertrag ist.

Du müsstest also schon ne Schippe drauf legen: Evtl. will der ja man Kabelfernsehn oder was anderes.....


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#13
 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)

@ Querulantenjäger
1. den ersten satz hättest dir sparen könne, siehe seite 1 (bitte nur sinvolle antworten).

2. natürlich weiß ich das!

3. welches gesetzt?

die frage war ja auch, ob man diesen vertrag mit dem anwalt aufsetzten kann.


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#14
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 170x hilfreich)

Ok, Gesetzt ist es keins

http://de.wikipedia.org/wiki/Treu_und_Glauben

lies selbst

Dann will ich auch ne Bedingung stellen: Lies mal die Antworten

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#15
 Von 
ManniHansi
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 6x hilfreich)

ich lese die antworten, aber wenn ich etwas nicht verstehe oder nicht weiß frage ich eben nach, dafür ist das forum da.
ich möchte hier auch nicht darüber diskutieren, ich bin hier um das umfeld zu fragen das sich eventuell damit auskennt und mir hinweise geben kann.


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#16
 Von 
Fulgora
Status:
Praktikant
(900 Beiträge, 342x hilfreich)

Hallo, du solltest uns evtl. erst einmal offenlegen was du überhaupt bewirken möchtest.

a. möchtest du das der Nachbar von eurem Haus abgetrennt wird.

b. das er Kosten für Sanierung übernimmt.

c. das er Kosten für Versicherung trägt.

oder irgendwas anderes?

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"Gruss Fulgora
Dies ist aber keine Rechtsberatung, nur meine persönliche Meinung zu der o.G. Sache"

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#17
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(78780 Beiträge, 33586x hilfreich)

Selbstverständlich kann man dem Nachbarn einen Vertrag vorlegen der künftige Verpflichtungen regelt.

Ob er ihn unterzeichnet, ist wieder eine andere Sache.

Abgefasst werdne sollte er von einem Anwalt, denn Laien bauen sich gerne mal Fallgruben ein bzw. vergessen relevante Faktoren.



Fraglich wäre, ob man nach dem Grundsatz von Treu und Glauben den Nachbarn nicht anteilig an den bisherigen Kosten beteiligen könnte, sofern diese nichtvon einer Versicherung getragen wurden.
Hier besteht ein hohes Kostenrisiko, da der Nachbar ja schon seinen Zahlungsunwillen bekundet hat.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

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#18
 Von 
guest-12321.07.2012 16:26:17
Status:
Schüler
(403 Beiträge, 170x hilfreich)

Man könnte natürlich beim nächsten Schaden, weil man kein Geld hat einfach mal abwarten und erst Geld an sparen bis man repariert.....

In dem Augenblick ist eine faire Kostenteilung oder andere Lösung verhandelbarer....

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