Auskunft ans Jugendamt

10. Dezember 2007 Thema abonnieren
 Von 
maartenpaul
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Auskunft ans Jugendamt

Hallo Leidensgenossen,

ich bin ein unterhaltspflichtiger Vater für zwei Kinder.
Ich bin wieder neu verheiratet, ich gehe Vollzeit arbeiten, meine Frau hat Hartz 4. Leider reicht mein Einkommen zum Leben nicht aus und wir bekommen Leistungen nach dem SGB II. Mit Regelmäßigkeit schreibt mich das Jugendamt an, damit ich meine Einkommensverhältnisse offenlege, um die Höhe meines zuzahlenden Unterhalts zu ermitteln. Ich muß jetzt beim Jugendamt den Bescheid vom Arbeitsamt vorlegen, dass ich Leistungen nach dem SGB II bekomme. Auf dem Bescheid steht genau drauf, welche Leistungen meine Frau, mein Kind und ich vom Amt bekommen. Meine Frage: Erhält meine Ex Kenntnis über den Bescheid vom Jugendamt? Es geht die doch gar nichts an, dass meine Frau Hartz 4 erhält. Ich will meine neue Familie einfach raus halten. Was muss das Jugendamt wissen? Wann kann ich Datenschutz verlangen?

Wer eiß bescheid? Wer kann mir helfen?

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
henriette68
Status:
Praktikant
(975 Beiträge, 107x hilfreich)

Hallo maartenpaul,

du bist dazu verpflichtet deine Einkommensverhältnisse dem Jugendamt gegenüber offen zu legen. Schließlich haben deine Kids ein Recht auf Unterhalt.
Wenn dein/euer Geld zum Leben nicht ausreicht sollte vielleicht deine Frau arbeiten gehen oder du solltest dir einen Nebenjob suchen.
Und raushalten kannst du deine Neue Familie nicht. Oder willst du deine Kids wieder zurückgeben weil du sie jetzt nicht mehr gebrauchen kannst????

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#2
 Von 
Androme
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

soviel ich weiß ist eine Weitergabe der Einkommensverhältnisse im Detail nur mit Zustimmung des Unterhaltspflichtigen möglich. Ich würde beim Jugendamt anrufen und dort mitteilen, dass du eine Weitergabe nicht erlaubst, falls diese vorgesehen ist. Ich kann von mir sagen, dass mir damals meine Sachbearbeiterin Details von meinem Ex-Mann am Telefon durchgegeben hat. Ich war sehr verwundert darüber, wollte das gar nicht wissen, sondern nur ob er zahlungsfähig ist oder nicht.

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#3
 Von 
guest123-1660
Status:
Bachelor
(3594 Beiträge, 1135x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#4
 Von 
Androme
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

sorry, sehe ich anders. Wenn das Jugendamt eingeschaltet ist erhält die Kindesmutter wahrscheinlich UVG. Das Jugendamt holt sich dann mögliche Unterhaltsbeträge beim Vater wieder. Nur dort wird die Unterhaltsfähigkeit geprüft. Nur wenn das Jugendamt nicht mehr zuständig ist, kann zivilrechtlich ein Unterhaltsanspruch geltend gemacht werden, indem auch die Unterhaltsberechtigte die Einkünfte des Mannes erhalten kann. Dieses aber - glaube ich - nicht außergerichtlich.

-- Editiert von Androme am 10.12.2007 18:57:24

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#5
 Von 
guest123-1540
Status:
Praktikant
(880 Beiträge, 225x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#6
 Von 
Androme
Status:
Frischling
(12 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo Philosoph,

mit dem Gesetz UVG hast du Recht, hab mich kurz gefasst. Allerdings findet bei einer Beistandsschaft nicht regelmäßig eine Rückübertragung statt. Sollte dieses so sein kann von der Ehefrau tatsächlich eine Auskunft verlangt werden über die Einkommensverhältnisse des Ehemannes. Aber nicht über dessen Ehefrau.

Zudem kann es der Mutter doch eigentlich egal sein, wo ihr Mann arbeitet bzw. deren neue Frau und was er oder sie verdient, wenn bei einer Beistandsschaft das Jugendamt dieses prüft und der Mutter den lfd. Unterhalt weiterleitet oder ihr mitteilt, dass leider kein pfändbares Einkommen vorliegt. Bei einer Rückübertragung müssen die Einkommensverhältnisse allerdings genau belegt sein. Geht auch außergerichtlich.

Wieder Frieden? :devilangel:

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#7
 Von 
guest123-1540
Status:
Praktikant
(880 Beiträge, 225x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#8
 Von 
guest-12330.03.2009 14:52:31
Status:
Lehrling
(1162 Beiträge, 300x hilfreich)

Hallo!

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es mich auch regelmäßig gestört hat, dass mein Einkommen beim JA zur Unterhaltsberechnung für den Sohn meines Mannes herangezogen wurde.

Glück für uns, dass ich nie eigenes Einkommen hatte. Somit mein Mann für mich und unsere Kinder unterhalspflichtig war.

Sieh es doch positiv. Da ihr (genau wie wir) Hartz IV bezieht, reicht Dein Einkommen also für Deine Familie nicht zum Leben aus. Ergo, musst Du weniger Unterhalt zahlen.

Hast Du denn beim Antrag auf Hartz auch angegeben, dass Du Unterhalt zahlen musst. Du hast nämlich ein Recht auf Anrechnung des vollen Unterhalts, den Du tatsächlich zahlst.
D.h. das Amt zahlt Dir den Unterhalt.

P.S. Allerdings wollte das JA von uns auch Auskunft über Höhe der Miete, Anzahl der Zimmer, Anschrift des Arbeitgebers, ob Fahrzeug vorhanden, welche Marke etc.
Lt. Anwalt ist dies aber nicht nötig dies alles mitzuteilen.

LG beijing

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#9
 Von 
Grübchen
Status:
Schüler
(359 Beiträge, 34x hilfreich)

Hallo!

Ich bin allein erziehende Mutter. Mein Sohn hat auch eine Beistandschaft beim Jugendamt.

Soweit ich weiß, kann ich doch die Akten einsehen (ich will das gar nicht wissen, aber egal). Außerdem hat das Kind mit Vollendung des 18. Lebensjahres Anspruch auf die Akte.

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#10
 Von 
Dori*
Status:
Lehrling
(1706 Beiträge, 87x hilfreich)

@Grübchen & warum

Stimmt .Mehr zu schreiben wäre unnötig ,es ist alles genannt worden !

@beijing

quote:
Glück für uns, dass ich nie eigenes Einkommen hatte. Somit mein Mann für mich und unsere Kinder unterhalspflichtig war.


Das ändert sich leider ab 01.01.08 .
Nach neuem Recht wird die Frau solange nicht berücksichtigt ,bis der Mindestunterhalt bezahlt ist ,also nix mehr mit *sieh es positiv ,dann zahlst du weniger* :(

@ Androme

Na ,da hat aber jemand noch ein wenig Nachhilfe nötig .Aber keine Panik ,es ist noch kein Meister vom Himml gefallen .Irgendwann blickst du auch durch den Gesetzesdschungel ;)

LG

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
guest-12330.03.2009 14:52:31
Status:
Lehrling
(1162 Beiträge, 300x hilfreich)

@Dori23

sicher liest Du nicht viele Beiträge von mir.

Ich weiß sehr genau, dass ich ab 01.01. aus der Berechnung rausfalle.

Lt. neuester Mitteilung des JA wird trotzdem berücksichtigt, wenn eine BG Leistungen erhält.

Trotzdem nix für ungut. ;)

LG beijing

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#12
 Von 
Dori*
Status:
Lehrling
(1706 Beiträge, 87x hilfreich)

@beijing
Würde sagen ich lese alle Beiträge von dir :grins:
Hatte mich auch schon gewundert ,das von dir zu lesen .
Bin ein 123Recht Junkie :smoke:

Wollt ja nur damit sagen ,das der TE nicht mehr damit rechnen kann das seine Frau berücksichtigt wird ,so wie es bei euch immer der Fall war !

Aber gut zu wissen das dies in einigen Fällen berücksichtigt wird ,wenn eine BG Leistung bezogen wird !Danke für die Info !

LG :)

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