Paigo Zahlungsforderung für nie getätigte Bestellung bei Amazon

15. Mai 2021 Thema abonnieren
 Von 
Vinnie123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Paigo Zahlungsforderung für nie getätigte Bestellung bei Amazon

Guten Tag zusammen,

ich habe folgendes Problem mit dieser Vorgeschichte:

Ende Januar 2021 sind mir 3 Abbuchungen durch Amazon auf meinem Konto aufgefallen an die ich
mich nicht erinnern konnte. Alle 3 hatten dieselbe Bestellnummer mit Beträgen von 25,99€, 34,99€ und 50,98€.
Daraufhin habe ich mein Amazon Konto gecheckt, konnte aber keine Bestellung zu den Beträgen oder die entsprechende
Bestellnummer finden. Somit war für mich klar, dass es sich um einen Betrugsversuch oder ähnliches handeln muss.
Ich habe Amazon kontaktiert, daraufhin wurde mein Konto geprüft aber keine betrügerischen Aktivitäten festgestellt.
Am nächsten Tag habe ich mit der Bank telefoniert. Hier wurde mir geraten die Lastschriften zurückzugeben was ich
dann auch getan habe.

Nun habe ich heute einen Brief der Paigo GmbH mit Zahlungsaufforderung und Inkasso Gebühren bekommen. Der Betrag beläuft sich auf 200,34€.
Es ist auch eine tabellarische Forderungsdarlegung mit den 3 vermeintlichen Bestellungen aufgeführt. Die Bestellnummer stimmt mit den Abbuchungen vom Januar überein. Die Produkte die hier aufgeführt werden habe ich weder bestellt noch erhalten (Ich brauche keine HD Überwachungskamera...).
Ich habe mein Amazon Konto nochmals überprüft, die angegebene Bestellnummer existiert in meiner Transaktionsliste nicht.
Somit ist das für mich eine komplett unberechtigte Forderung.

Es stellt sich für mich jetzt die Frage wie ich weiter vorgehen soll.
Ich hätte jetzt Amazon kontaktiert und eine Bestätigung gefordert, dass seitens Amazon keine offenen Forderungen an mich
ausstehend sind (da die Bestellung lt. Amazon Konto nie von mir getätigt wurde).
Oder soll ich die Sache gleich zur Anzeige bringen?

Ich kenne mich leider null damit aus.
Mir geht es darum welche Schritte ich nun sinnvollerweise einleiten sollte um keinen Fehler zu machen.

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

MfG
Vinnie

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4955 Beiträge, 1920x hilfreich)

Einmal schriftlich und nachweisbar der Forderung gegenüber Paigo widersprechen!
Keine Telefonate machen!
Weitere Drohbriefe von Paigo als kostenfreies Klopapier nutzen!
Gerichtlichen Mahnbescheid widersprechen!

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107638 Beiträge, 38052x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Einmal schriftlich und nachweisbar der Forderung gegenüber Paigo widersprechen!

Und die Kopie der Bestätigung der Strafanzeige noch beilegen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Vinnie123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

danke schon mal für die bisherigen Antworten.

Es hat sich jetzt doch noch ein neuer Aspekt ergeben
Ich habe nochmals mit Amazon telefoniert. Hier kam erstmals von einem Mitarbeiter die Info, dass es wohl noch einen
alten Account mit einer alten Email Adresse und Anschrift von mir bei Amazon gibt.
Ich habe nochmals alle Infos gesammelt an Amazon mit der Bitte um Prüfung per Mail an Amazon geschickt (der Service MA hat mir einen Link zugeschickt).
Die alte Email Adresse habe ich Jahre lang nicht benutzt, mir aber gestern wieder Zugriff besorgt.
Und siehe da es wurden über diese Email Adresse tatsächlich Bestellung bei Amazon durchgeführt und sogar eine Bewertung geschrieben.
Heute hat dann auch 2 Mal jemand versucht sich in den Mail Account einzuloggen. Ebenso wurde die Passwort vergessen Funktion bei Amazon benutzt, daher wohl auch der Versuch sich in die Mails einzuloggen. Das "Zweitkonto" wurde mittlerweile aufgrund der ausstehende Zahlungen gesperrt.

Nun, wie ändert sich die Situation jetzt für mich? Die Bestellungen wurden ja doch über meine Email Adresse durchgeführt, allerdings nicht von mir. Eben bekomme ich eine Email von Amazon das bei meinem Konto nichts auffälliges festgestellt wurde, dem Hinweis mit der alten Email Adresse wurde wohl nicht nachgegangen...

Muss ich die Forderungen von Paigo nun bezahlen? Nur wie kann verhindern das sowas wieder passiert?

Danke und Grüße
Vinnie

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107638 Beiträge, 38052x hilfreich)

Zitat (von Vinnie123):
Muss ich die Forderungen von Paigo nun bezahlen?

Nein, an hat ja immer noch nichts gekauft.



Zitat (von Vinnie123):
Nur wie kann verhindern das sowas wieder passiert?

Gar nicht.
Nie wieder irgendwas im Internet bestellen, alle E-Mail Adressen und Online Accounts löschen und nur noch Handel vor Ort gegen Barzahlung kaufen, das senkt das Risiko aber drastisch.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Amazon muss beweisen, dass die Bestellung von dir stammte und an dich geliefert wurde. Ansonsten gibt es für Amazon 0,00€.

Du solltest nun wirklich zur Polizei gehen und Strafanzeige erstatten. Da hat wohl jemand das Konto gehackt.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Vinnie123
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo zusammen,

zumindest hat mir Amazon nun in einer kurzen Email bestätigt, dass das Mahnverfahren eingestellt wurde.
Ich werde trotzdem heute noch Strafanzeige stellen, da ich mir vorstellen kann, dass Paigo weiter nervt und bspw. die Inkasso Gebühren weiterhin einfordert.
Bin da wohl tatsächlich irgendwie über meine seit Jahren nicht mehr genutzte Email Adresse gehackt worden...

Danke an alle für die Hilfe, sollte sich noch was neues ergeben werde ich es hier berichten. Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen.

Viele Grüße
Vinnie

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16088x hilfreich)

Hebe dir die Rückmeldung gut auf. Sollte Paigo weiter nerven, würde ich Strafanzeige gegen das Inkasso erstatten. Kann ja nicht sein, dass Amazon sagt, sie verfolgen das nicht weiter und Paigo dann trotzdem was will.

Übrigens: Der Logik nach müsste da ja eine andere Versandadresse im Spiel gewesen sein. Aber das soll die Polizei ruhig rausfinden.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

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