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Fahrerflucht - Folgen?

 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)
Fahrerflucht - Folgen?

Hallo.

Mal angenommen, jemand fährt beim rangieren ein parkendes Auto an, wird von einem Zeugen darauf hingewiesen(Drohung mit Polizei usw.), behauptet das wäre schon gewesen und fährt weg.
Die herbeigerufene Polizei stellt den Flüchtenden und klärt den Unfallhergang (Sachlage eindeutig: unerlaubtes Entfernen vom Unfallort).
Fahrer behauptet, er habe nichts gemerkt, was sofort durch den Zeugen widerleht wird.

Was droht dem Fahrer als Strafe? Weiß es natürlich nicht genau, aber ich setze einfach mal ein leeres Punktekonto voraus.

Danke!

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Auto drohen Fahrer Polizei


31 Antworten
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#1
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)
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#2
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Danke für die schnelle Antwort.

Wenn ich nicht Fahrerflucht für eine der vermeidbarsten Straftaten halten würde, könnte mir der Kerl fast leid tun.

Es geht um einen Unfall beim Ausparken. Mein Auto ist vom Unfallgegner angefahren worden, dieser fuhr trotz lautstarkem Hinweis eines Zeugen einfach davon. Ich habe die Situation unmittelbar NACH dem Unfall mitbekommen.
Der Flüchtige wurde von dem Zeugen verfolgt und von ihm und der schnell herbeigerufenen Polizei gestellt.

Ich habe mich nach dem Unfall ein bisschen von dem Zeugen bequatschen lassen. Er hat mir geraten das ohne Versicherung zu regeln und vom Unfallverursacher eine Summe so um die 400,- zu verlangen und das günstig für um die 150,- reparieren zu lassen.

Bin mit dem Unfallgegner so verblieben, dass er sich meldet(ohne eine feste Abmachung zu treffen). Das ganze war gestern.

War dann bei nem Bekannten, der viel Ahnung von Autos hat. Er sagte mir, dass ich mit 400,- auf keinen Fall auskomme und ich das ganze über die Versicherung regeln sollte.

Habe den Schaden dann gerade der Versicherung des Unfallgegners gemeldet.

Der Verursacher hat sich bislang noch nicht gemeldet. Es passierte zwar erst gestern, aber ich erwarte ehrlich gesagt schon, dass sich der Verursacher heute gemeldet haben sollte. Ich sehe es jedenfalls nicht ein, ihn auch nach anzurufen und die Regulierung zu klären und schon gar nicht jetzt noch mehrere Tage abzuwarten, zu was sich der Herr entschließt.

Meint ihr, dass der Weg über die Versicherung zu gehen der richtige ist?

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#3
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

quote:
Meint ihr, dass der Weg über die Versicherung zu gehen der richtige ist?

Ja, auf jeden Fall. Allerdings wird Dir der Typ dann wohl wieder leid tun wenn ich Dir jetzt sage, dass die Versicherung ihn wegen der Unfallflucht in Regress nehmen wird. ;)

Wie hoch ist denn der Schaden nun wirklich?

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#4
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Ne ne, nur der Fahrer tat mir etwas leid, weil ich glaube, dass er nur abgehauen ist, weil der sehr agressive Beifahrer ihn dazu aufgefordert hat(so vermute ich wenigstens).

Der Halter ist der Chef des Fahrers, der Beifahrer der Bruder des Chefs und ich hatte stark den Eindruck, dass der Fahrer stark unter Druck steht, sowohl von Seiten des Chefs als auch dessen Bruder. Aber das nur mein Eindruck in der kurzen Zeit.

Ich finde schon, dass man ein bisschen bluten kann, bei so einer Dreistigkeit.
Ein Auto anfahren(was natürlich mal passieren kann), dann angehalten werden und lautstark und völlig agressiv alles abweisen. Dann mit dem Zeugen Auto anschauen(was offensichtlich Unfallspuren mit Glas auf der Straße und Lackspuren in passender Höhe aufweist) und wieder ins Auto steigen "das war schon" und losfahren...
Nun ist es so, dass der Beifahrer afrikanischer Herkunft ist, der Zeuge Deutscher mit Migrationshintergrund und beide das entsprechende Temperament hatten.
Da wird das schon mal lauter...

Vll. verliert der Fahrer ja dank des Fahrverbotes seinen Job, was ich an seiner Stelle definitiv als Chance sehen würde von diesen merkwürdigen Leuten wegzukommen.

Schaden kann ich noch nicht sagen, Gutachter ist aber bestellt.

Blinker ist hin, Kotflügel verdellt und leicht verzogen, Kühlergrill an der getroffenen Seite eingedrückt(verbogen und verbeult), Stoßstange zerkratzt(teils lackiert, teils Plastik).
Ein Bekannter, der etwas Erfahrung bei sowas hat hat den Schaden auf etwa 650,- geschätzt, das bei meinem alten kleinen Auto schon fast wirtschaftlicher Totalschaden bedeuten würde.

Vll. auch ne Chance für mich mal endlich über ein neues Auto nachzudenken :grins:

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#5
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Der Beschreibung nach werden 650€ imho bei weitem nicht reichen.

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#6
 Von 
guest123-1657
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

--- editiert vom Admin

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#7
 Von 
Uwe Mettmann
Status:
Schüler
(421 Beiträge, 190x hilfreich)

Hallo Despi,

verhandele nur mit der gegnerischen Versicherung, denn nur die ist Dein Ansprechpartner. Wenn der Halter die Kosten selber übernehmen möchte, so kann er das ja mit seiner Versicherung aushandeln.

Das Einschalten des Gutachters solltest Du auf jeden Fall mit der gegnerischen Versicherung abstimmen. Diese muss ja den Gutachter bezahlen und bei Beträgen unterhalb von 1000 Euro reicht der Versicherung oft ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt aus und Du könntest auf die Kosten des Gutachters sitzen bleiben.

Weil die Schuldfrage eindeutig ist, wird das Ganze vermutlich problemlos ablaufen, ohne das Du einen Anwalt einschalten musst. Denke daran, Ausfallgeld für die Reparaturzeit einzufordern. Eventuell steht Dir auch Ausgleich des Wertverlustes durch die Reparatur zu.


Gruß

Uwe


-- Editiert von uwe mettmann am 21.05.2008 14:25:14

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#8
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

>Wenn der Halter die Kosten selber übernehmen möchte, so kann er das ja mit seiner Versicherung aushandeln.<

Das müsste er im Vorfeld abklären. Sobald die Versicherung gezahlt hat ist ein Rückkauf des Schadens nicht mehr möglich wegen der Unfallflucht.

-- Editiert von Freudenfeuer am 21.05.2008 15:50:47

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#9
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Vielen Dank für die rege Teilnahme.

@andreasra: Wen meinst du? Und wieso? :)

@thread:

Der Gutachter wurde von der Versicherung bestellt. Sprich, auch von denen bezahlt.
Alternative wäre gewesen, dass ich den Gutachter bestellt und die Kosten dann eingereicht hätte.

Morgen was ich näheres, wie es weitergeht bzw. vor allem die genaue Schadenshöhe.

War heute trotzdem spaßeshalber in einer Vertragswerkstatt und habe mal gefragt mit welchen Kosten ich ca. zu rechnen habe.
Bei der Gelegenheit auch gleich ein paar Gebrauchte angeschaut ;)

Der Mensch meinte als er das Auto sah, dass sich der Schaden wohl grob geschätzt auf ca. 1.800,- belaufen wird.
Ist aber kein Kostenvoranschlag, sondern halt nur mal über den Daumen gepeilt und ohne ins Innenleben zu schauen.

Wenn tatsächlich eine solche Schadenshöhe rauskommt, dann ists mit Sicherheit ein wirts. Totalschaden. Dann hätte sich das mit der Wertminderung wohl erledigt.
Ausfallkosten werden doch einen Leihwagen umgangen, oder?
Die Versicherung hat mir gesagt, dass mir ein Leihfahrzeug zusteht, für die Zeit, in der mein Fahrzeug in der Werkstatt ist. Zwar nur bis zu einer Kostenobergrenze von 33,- pro Tag, was aber kein Problem sein sollte. Der teuerste Leihwagen, den ich während einer Reperatur hatte, kostete 20,- pro Tag.

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#10
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Was @andreasra mit der Werbung in diesem Thread bezwecken möchte weiss ich nicht. Für sonderlich seriös halte ich die Offerte allerdings nicht.

Du hättest lieber selbst einen Gutachter beauftragt. Der von der Versicherung beauftragte Gutachter will es sich mit seinem Auftraggeber und Stammkunden ja nicht verderben.

Ist Dein Auto noch fahrbereit und verkehrssicher? Ich frage wegen Leihwagen und Nutzungsausfall.

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#11
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Ja, habe ich auch schon überlegt. Allerdings hätte ich den beauftragten Gutachter evtl. selbst auch beauftragt, weil er bei der google Suche Gutachter + Wohnort sehr weit oben erscheint.

Auto ist noch voll fahrbereit und soweit ich das beurteilen kann auch verkehrssicher.
Die Lampe im Blinker funkioniert noch, keine schleifenden Teile, auch nichts kurz vorm Abfallen.
Ich weiß nur nicht, in wie weit sich die scharfen Kanten und das kaputte Blinkerglas bei evtl. Unfall mit Personen (Gott bewahre) negativ auswirken würde.
Aber so schlimm ist das Ganze nicht, hab auch ganz schön sparsam geguckt, als man mir die Summe 1.800,- sagte...
Also Leihwagen sicherlich nur in der Zeit der Reparatur und Nutzungsausfall auch nicht.

Im Moment mache ich mir höchstens Sorgen, weil ich fast schon an Totalschaden glaube.
Und Restwert bzw. Wiederbeschaffungswert sind nicht sonderlich hoch.
Wenn ich mal mit 1800 Euro rechne, dürfte es schwer sein, diese Summe auch von der Versicherung zu bekommen.
Wiederbeschaffungswert liegt so bei 1.300 - 1.500 Euro + 30% sind 1.690 - 1.950 minus Restwert, schätze mal so 300 - 500...(130% Regelung, wenn ich diese richtig verstanden habe).

Da bleibt nicht genug für ne Reparatur übrig.
Aber nun ja, soll der Gutachter erstmal begutachten...

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#12
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Für die Abrechnung ist nun tatsächlich abzuwarten zu welchem Ergebnis der Gutachter kommt.

Wenn der Wagen repariert wird kann man für die Zeit der Reparatur Nutzungsausfall oder einen Mietwagen in Anspruch nehmen.

Bei Abrechnung als wirtschaftlicher Totalschaden geht das nicht, weil das Fahrzeug bis zur Ersatzbeschaffung offensichtlich noch genutzt werden kann.

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#13
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Also:

Gutachter hat Totalschaden bewertet.
Bekomme so um die 1.300. Reparaturkosten sind mit ca. 1.550 veranschlagt(vom Gutachter).

Das einzige was mich stutzig macht, ist:
In der Berechnung wurde einfach Wiederbeschaffungswert - Restwert + von mir geforderte 15,- Kostenpauschale für Porto + Telefon angegeben.

Irre ich mich oder müsste es nicht heißen: Wiederbeschaffungswert + 30% - Restwert? Wenn das ganze dann immer noch unter Reparaturkosten bleibt wirds halt ausgezahlt, wenn drüber werden die tatsächlichen Reparaturkosten ausgezahlt.

Oder gillt das nur, wenn ich das Auto auch tatsächlich behalte und weiterfahre?

Versteht mich nicht falsch, ich will jetzt nich auf 200,- rumreiten, aber mich würde schön interessieren wie die Rechtslage da ist.

Auf jeden Fall bin ich mit der Summe zufrieden, ich hab schon befürchtet, dass der Wiederbeschaffungswert bei ca. 800,- landen würde. Da sind 1.450,- natürlich ne stolze Summe für meine alte aber geliebte Kiste.

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#14
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Wenn Abrechnung als Totalschaden dann:

Zeitwert-Restwert=Schadenersatz.
Also
1300-450=850€

Wenn Reparatur in einer Werkstatt erfolgt dann werden die Reparaturkosten erstattet. Max. jedoch Zeitwert+30%.

Die Auslagenpauschale steht Dir auf jeden Fall zu.

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#15
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Jetzt hat man mich gebeten, an einer Rekonstruktion des Unfallgeschehens teilzunehmen.

Kommt mir ein bisschen merkwürdig vor.

Geschrieben hat mir der Gutachter im Auftrag der Versicherung.

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#16
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Du hattest ja bereits geschrieben, dass der Unfallverursacher behauptet hat, dass die Beschädigung an Deinem Auto bereits vorhanden war. Jetzt möchte die Versicherung wohl feststellen ob die Darstellung ihres Versicherungsnehmers zutreffend ist oder nicht.

Schreib doch mal etwas genauer, aber natürlich anonymisiert, was in dem Schreiben steht. Insbesondere auch wann, wo und von wem das Gutachten erstellt werden soll.

Und weil das mein 1000. Beitrag in diesem Forum ist darfst Du mir noch eine Flasche Sekt spendieren. :grins:

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#17
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Glückwunsch :party: !

In etwa >Sehr geehrter (...) der für den oben näher bezeichneten Schaden zuständige Versicherer, (...), hat uns beauftragt, eine Rekonstruktion des Schadenherganges mit allen beteiligten Personen und Fahrzeugen am Schadenort durchzuführen.
Wir bitten Sie, sich zwecks Absprache eines entsprechenden Besichtigungstermines mit uns in Verbindung zu setzen...Schadenhergang

Am Fahrzeug liegt ein Frontanstoß vor.

Die schadenrelevante Zone im Frontbereich ist nach den bisher erhaltenen Angaben aus der Sicht des Sachverständigen plausibel.<

Habe grad mal die Versicherung angerufen.
Die Dame sagte mir, dass der Versicherungsnehmer den Unfall bestreitet und daher eine Rekonstruktion helfen soll, den Unfall zu beweisen.

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#18
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Sorry für den Doppelpost....

Habe heute mit der Polizei und nochmal mit der Versicherung gesprochen.

Lt. Polizei wird weiterhin gegen den Verursacher ermittlet.
Was den Unfall betrifft, so ist eindeutig der Gegner als Verursacher und ich als Geschädigter eingetragen.

Versicherung: Der Termin soll im Grunde nur Klären, ob die Versicherung den Schaden trägt oder den Schädiger in Regress nimmt.
Die Versicherung braucht also praktisch ein Gutachten, das belegt, dass der Unfallgegner definitv den Unfall verursacht hat und unfallflüchtig war.

Mein Geld ist gesichert, da es nicht unter Vorbehalt gezahlt wurde.

Mittlerweile ist übrigens jegliches Mitleid verflogen....

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#19
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Da wäre ich mir nicht ganz so sicher. Ob die Versicherung Regress nehmen kann hängt von diesem Gutachten nicht ab. Bei dem Gutachten geht es darum zu klären, ob die Schäden an Deinem Fahrzeug tatsächlich von dem von Dir genannten Fahrzeug verursacht wurden.

Wenn Ergebnis=Ja dann bekommst Du Geld
Wenn Ergebnis=Nein bekommst Du möglicherweise eine Anzeige wegen falscher Verdächtigung und versuchtem Versicherungsbetrug.

Ich wäre etwas vorsichtig mit einem von der Versicherung beauftragtem Gutachter und würde lieber den Gutachter selbst bestimmen.

Danke auch für die Glückwünsche

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#20
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

hmm, hört sich ja gar nicht gut an. Mach mir mal keine Angst..
Aber die Versicherung hat doch bereits gezahlt!?
Und einen Zeugen, ders gesehen hat, gibts ja auch. Außerdem hat mir die Polizei ja gesagt, dass ich mich mit der Versicherung des Gegners in Verbindung setzen soll.
Wie kann ich mich denn schützen? Anwalt? Nur dann bleib ich auf den Kosten sitzen...

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#21
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Ich würde der Versicherung mitteilen, dass ich das Gutachten durch einen von mir bestimmten Gutachter vornehmen lassen möchte.

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#22
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Vielen Dank für deine große Hilfe Freudenfahrer.

Habe kurz mit einem Anwalt über eine der Anwaltshotlines gesprochen (was auch immer man davon halten mag).

Der hat mich etwas beruhigt und bestätigt, dass die Versicherung sich nur absichern möchte, weil der Unfallgegner eben bestreitet den Unfall verursacht zu haben.

Habe aber noch offene Fragen:

Was ist wenn...

1. Der Unfallgegner behauptet, der Schaden sei schon gewesen und habe mich praktisch nur angerempelt oder gar nicht berührt?
Das Blinkerglas lag noch an der Unfallstelle und wurde durch die Polizei sichergestellt.

2. Der Unfallgegner alle Spuren an seinem Fahrzeug hat entfernen lassen? Ich weiß nicht, ob die Polizei sein Fahrzeug fotographiert hat.
Der Unfallgegner fuhr ja im Polizeiauto zurück zur Unfallstelle.

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#23
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

1.) Genau das ist ja die Situation. Deshalb möchte die Versicherung wissen ob die Schäden an Deinem Fahrzeug durch Deinen Kontrahenten verursacht wurden.

2.) Wissen kann ich es auch nicht. Aber ich vermute doch dass die Polizei Fotos gemacht hat.

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#24
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Sorry, hab mich bei der ersten Frage falsch ausgedrückt.

Ich meine, wie geht es dann weiter? Wenn z.B. die Rekonstruktion nicht zu einem eindeutigen Ergebnis kommt.

Und eine neue Frage ( :grins: ): Wie lange muss ich auf die Rekonstruktion warten? Ich habe dem Gutachter mitgeteilt, dass ich unter der Woche täglich vor oder nach der Arbeit teilnehmen("normale" Zeiten) und ggf. nach Absprache auch am Wochenende bereit wäre.

Der Unfallgegner hat sich bis dato nicht beim Gutachter gemeldet.

Da ich mein Auto verkaufen möchte und nicht noch Wochen warten will und auch auf eine Notfallreparatur verzichten will, läuft die Zeit ein bisschen davon.
Möchte natürlich auch, dass das Geld der Versicherung sicher ist und nicht noch irgendwelche bösen Überaschungen kommen.
Ich bin also auf eine schnelle Klärung aus.

Der Unfallgegner scheint es komischerweise nicht sehr eilig zu haben, wie gesagt, noch kein Termin beim Gutachter.


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#25
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Zu 1.) Notfalls muss ein Gericht entscheiden.

Zu 2.) Ich würde der Versicherung mitteilen, dass der Unfallgegner bei der Aufklärung nicht mitarbeiten und möglicherweise das Gutachten verhindern möchte. Dabei würde ich auch gleich mit einem Anwalt drohen.

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#26
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Rekonstruktion ist gelaufen.
Der Unfallhergang und Schuld ist zu 100% geklärt.
Das Auto passt wie ein Puzzlestück in meinen Schaden.
Gutachten geht wohl anfang nächster Woche raus.

Darf ich das Auto schon verkaufen oder muss ich bis zum Bescheid der Versicherung warten?
Und darf ich beim Verkauf im Verhältnis zum Restwert Gewinn machen?(Verkaufpreis = ca. doppelter Restwert).

Danke Freudenfahrer für die gute Hilfe...

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#27
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Dann erstmal Glückwunsch.

Du darfst das Auto verkaufen wenn Du möchtest. Wenn Du einen höheren Verkaufserlös erzielt und die Versicherung das erfährt (sie wird entsprechend nachfragen) wird sie ihre Schadenersatzleistung entsprechend reduzieren. Du hast Anspruch auf Schadenersatz, aber keinen Anspruch durch diesen Unfall einen Gewinn zu erzielen.

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#28
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

ok, das dachte ich mir...

Was droht mir, wenn ich im Vertrag einen anderen Preis eintrage, als ich tatsächlich kassiere und dabei erwischt werde?
Es geht um 120,- zwischen Restwert und Verkaufspreis?
Oder sicherheitshalber auf jeden Fall den tatsächlichen Preis melden?

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#29
 Von 
guest-12311.10.2014 11:33:25
Status:
Senior-Partner
(6004 Beiträge, 1852x hilfreich)

Das wäre ein glatter Versicherungsbetrug. Ich habe ja keine Ahnung in welchem Zustand das Auto ist. Vielleicht wäre es möglich mit einfachen Mitteln eine Schönheitskorrektur vorzunehmen und der Versicherung gegenüber zu argumentieren das eine wertsteigernde Teilreparatur durchgeführt wurde.

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#30
 Von 
Despi
Status:
Praktikant
(675 Beiträge, 208x hilfreich)

Versicherungsbetrug ist mir zu heiß.

Ich dachte da eher an ein -Zubehör-, ein Satz Winterreifen oder Radioanlage.

Mein Käufer hat vorgeschlagen, in den Vetrag den Restwert einzutragen und mir dann aber die tatsächliche Summe bar auszuzahlen.

Nun ja, mal sehen was ich mache...

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