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Kündigung einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft bei StayFriends wird offenbar absichtlich verzögert

22.3.2021 Thema abonnieren
 Von 
hawazuzi
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft bei StayFriends wird offenbar absichtlich verzögert

Hallo,

ich habe seit einigen Jahren eine sogenannte "Gold-Mitgliedschaft" bei www.stayfriends.de .
Diese kostet im Jahr 24 EUR.
Im letzten Jahr habe ich sie gekündigt. Das kann man online in dem Portal per Knopfdruck und zusätzlicher Bestätigung machen. Allerdings geht die Kündigung dann erst zu einer Prüfung und man soll eine Email erhalten, die man zusätzlich noch bestätigen muss. Erst dann ist die Kündigung erfolgt.
Ich habe letztes Jahr im Mai die Kündigung angestoßen, keine Email bekommen und das Thema dadurch wieder vergessen.
Leider bekommt man diese Email offenbar teils nicht und das scheint eine Masche zu sein, denn laut www.trustpilot.de triift das auch andere.
Vor einigen Tagen wurden erneut 24 EUR abgebucht, für das nun laufende Mitgliedsjahr. Es wurde also erneut automatisch um ein Jahr verlängert.
Nach Prüfung im Portal wurde mein Kündigungswunsch von letztem Jahr einfach wieder zurück gesetzt. Man sieht aber, dass ich ihn eingereicht hatte. Davon habe ich nun auch einen Screenshot.
Ich habe die Kündigungsfunktion nun erneut benutzt und über mehrere Tage wieder keine Email erhalten. Stattdessen habe ich aber x andere Emails von StayFriends bekommen (die dort üblichen Informations-Emails), die regelmäßig kommen.

Ich habe nun zusätzlich per Email und per Fax gekündigt. Das bezieht sich dann aber auf die nächste Verlängerung, die 2022 greifen würde. Ich würde aber auch gern die 24 EUR für 2021 zurückbuchen, weil ich meiner Meinung nach meinen Kündigungswunsch im letzten Jahr ausreichend mitgeteilt habe und man mich hier nur austricksen will.

Meine Frage:
Ist nicht schon die Einreichung meines Kündigungswunsches im Mai 2020 in dem Portal (Schalter + zusätzliche Bestätigung) ausreichend für die Kündigung? Ist es rechtlich zulässig, dass man diese Kündigung so erschwert, indem man noch eine Email abwarten und diese noch einmal bestätigen muss, die man letztlich noch nicht einmal bekommt?
Es muss doch genügen, dass eine Partei die Kündigung mitteilt anstatt noch x Extra-Runden drehen zu müssen.

Vielen Dank im Voraus für hilfreiche Informationen.



-- Editiert von hawazuzi am 22.03.2021 19:38

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat (von hawazuzi):
Ist nicht schon die Einreichung meines Kündigungswunsches im Mai 2020 in dem Portal (Schalter + zusätzliche Bestätigung) ausreichend für die Kündigung?

Nö.
Wie verbindlich Wünsche sind, sieht man ja regelmäßig wenn man den Wunschzettel mit dem verglicht was Weihnachtsmann und Osterhase bringen.



Zitat (von hawazuzi):
Es muss doch genügen, dass eine Partei die Kündigung mitteilt

Korrekt, das ist auch ausreichend.
Man sollte nur darauf achten, das man den Zugang der Kündigung dann auch gerichtsfest nachweisen kann.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
hawazuzi
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort. Gerichtsfest beweisen, geht ja offenbar nur mit Bote oder ähnlichem. Das wäre wohl etwas viel verlangt.
Wenn ein Screenshot nicht genügt, dann zahle ich halt nochmal sinnloserweise die 24 EUR. Ich habe ja nun für die nächste Verlängerung per Email und Fax gekündigt. Beides habe ich als "Beweis" abgelegt.
Dann lasse ich es nächstes Jahr darauf ankommen, wenn sie ihren Inkassodienst losschicken. Schauen wir mal, was passiert.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat (von hawazuzi):
Gerichtsfest beweisen, geht ja offenbar nur mit Bote oder ähnlichem. Das wäre wohl etwas viel verlangt.

Nö, überhaupt nicht. Anwälte machen das regelmäßig so was zu verlangen und die Gerichte machen da auch mit.



Zitat (von hawazuzi):
Dann lasse ich es nächstes Jahr darauf ankommen, wenn sie ihren Inkassodienst losschicken. Schauen wir mal, was passiert.

Nun, erfahrungsgemäß wird es einen wesentlich mehr Zeit, Nerven und Geld kosten das dann abzuwehren (falls es überhaupt geht) als die paar EUR für eine gerichtsfeste Kündigung.


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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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