Vor Insolvenz andere Gläubiger befriedigt

16. März 2022 Thema abonnieren
 Von 
Kekseule
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Vor Insolvenz andere Gläubiger befriedigt

Hallo,

ich habe mal eine Frage, weil ich mich in dem Thema nicht ganz auskenne. Ich habe zunächst einige Schulden gemacht, die zum Teil auch in einer EV endeten. Das war Januar 2021. Seitdem ist auch sozusagen "Stillstand", da ich zu keinerlei Zahlung fähig bin. Ich war so unfassbar blöd und habe letztes Jahr im Sommer und Herbst Schulden auf anderen Namen gemacht. Das ist aus Versehen passiert. Ich habe einen Anwalt angerufen was ich in dem Fall tun kann um diese "falschen" Schulden zu begleichen. Mein Plan ist es nun die offenen Forderungen per Raten zu zahlen, innerhalb von einem Jahr sollten diese bereinigt sein. Somit sollten die Gläubiger nicht auf die Idee kommen noch eine Betrugsanzeige zu schalten (wobei ich das natürlich in gewisser Weise verdient habe). Diese falschen Schulden sollen demnach bezahlt werden um ein potentielles Strafverfahren zu vermeiden.
Nun werden trotzdem meine "echten" Schulden (ca. 15000 €) noch offen sein, welche ich jedoch per Gläubigervergleich bzw. Privatinsolvenz tilgen möchte. Mir ist es im Moment gerade noch so möglich die falschen Schulden zu bezahlen, danach fällt mein Studienkredit leider weg, mit diesem ich die Schulden zahlen möchte. Ich werde voraussichtlich auch noch einige Jahre studieren und habe deshalb kaum Einkommen. Da frage ich mich nun, der Schuldnerberater beziehungsweise Insolvenzverwalter wird mir dann doch wahrscheinlich nen Vogel zeigen? Ich werde ja sicherlich Kontoauszüge aus wer weiß wie vielen Monaten/Jahren vorzeigen müssen. Und wenn dieser dann sieht dass es mir möglich war andere Schulden zu zahlen jedoch nicht die eigenen, wird er mich sicherlich fragen weshalb ich nicht die eigenen Schulden zahlen konnte. Stichwort Vermögensverschwendung. Den Studienkredit (600 € im Monat) habe ich btw circa Januar 2021 aufgenommen und bis jetzt das Geld hauptsächlich für im Alltag benötigte Dinge und Freizeit/Hobby benutzt. Das Bafög, was ich zusäzlich erhalte, geht für Miete, Krankenkasse, Essen und Semesterbeiträge drauf.
Ich habe übrigens seit meiner Jugend psychische Krankheiten welche auch bis heute noch medikamentös behandelt werden (Angststörung, Impulskontrollstörung, Depression). Zusätzlich bin ich zur Zeit auf der Suche nach einem Therapieplatz um meine Kaufimpulse zu behandeln.
Ich habe jetzt natürlich Angst ohne Ende aus dem Schuldensumpf nicht mehr heraus zu kommen, vor allem da ich irgendwann auch noch den Studienkredit zurückzahlen muss. Ist ein Insolvenzverfahren im voraussichtlichen Jahre 2023/2024 aussichtlos?




1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Student
(2704 Beiträge, 789x hilfreich)

Wie willst du realistisch 7500 € in 12 Monaten, das sind pro Monat 625 €, bezahlen mit Bafög und Studienkredit? Das ist fernab jeglicher Realität außer du willst nicht mehr essen oder hast einen Geldgeber.
Weiß dein Freund eigentlich von "seinen" Schulden?

Weiß dein Kreditgeber für den Studienkredit eigentlich, dass du faktisch bereits zahlungsunfähig warst als du diesen Kredit aufgenommen hast?



Zitat (von Kekseule):
Ist ein Insolvenzverfahren im voraussichtlichen Jahre 2023/2024 aussichtlos?

Meines Erachtens ja

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