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schafkauf und seltsame vertragsinhalte

26.8.2019 Thema abonnieren
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)
schafkauf und seltsame vertragsinhalte

Hallo zusammen,
für ein Naturschutzprojekt habe ich ganz dringend Schafe kaufen müssen. Der Kontakt mit dem Verkäufer war zunächst sehr nett und so sind wir uns einig geworden. Die Schafe wurden dann angeliefert, der Verkäufer wusste um meine Not, dass die Schafe dringend auf die Fläche mussten.
Nun hat er mir einen Vertrag mitgebracht, der ihm mehrere Sonderrechte einräumt: 1) Er räumt sich ein Vorkaufsrecht für die Schafe ein. Wenn ich sie wieder verkaufe, dann nur an ihn. 2) Er verbietet mir eine Schlachtung (sorry, aber das gehört halt eigentlich dazu...). 3) Wenn er die Schafe kauft, dann will er die Abholung von mir vergütet haben. Der Preis blieb aber derselbe.
In meiner Not habe ich das unterschrieben - selbst Schuld, ich weiß. Und das ist auch ok. Was wirklich nervig ist, ist, dass der ehemalige (!) Besitzer jetzt immer wieder auf unsere Flächen kommt und nach dem Wohle seiner Tiere schaut (er kann das von einer öffentlichen Straße aus). Und er schreibt mir Mails, warum ich ihn nicht erwähne, wenn ich in die Tiere in der Zeitung beschrieben werden. Als hätte er irgendwas geleistet... Ich habe da echt keinen Bock mehr drauf und möchte diese Person nicht mehr so in meinem Leben haben. Mittlerweile kann ich auch auf andere Tiere zurückgreifen.

Daher wollte ich mal fragen, ob diese zusätzlichen Vertragsinhalte überhaupt rechtens sind. Darf er diese Sonderkonditionen reinschreiben? Vor allem das mit dem Schlachtungsverbot kommt mir sehr seltsam vor.

Herzliche Grüße

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36 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71136 Beiträge, 32386x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
für ein Naturschutzprojekt habe ich ganz dringend Schafe kaufen müssen.

Das liest sich jetzt so, das man nicht als Privatperson gekauft hat?

Dann gilt durchaus eine erweiterte Vertragsfreiheit, Unternehmer untereinander können fast jeden Unfug vereinbaren.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#2
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Das stimmt, das sind beides Unternehmen! Ich bereue auch heftig...

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#3
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9503 Beiträge, 3626x hilfreich)

Hallo,

da in Deutschland Vertragsfreiheit* herrscht kann man auch sowas vereinbaren. Rechtswidrigkeiten die den Vertrag u.U. nichtig machen würden sehe ich auch nicht.

*in letzter Zeit zwar zunehmend eingeschränkt, aber Einschlägiges zu einem Fall ist mir da nicht bekannt

Einzig "Der Preis blieb aber derselbe." könnte vielleicht nicht durchsetzbar sein (er hätte sich schon entscheiden müssen, ob er verkaufen oder nur verleihen will, und das im Vertrag dann auch so bezeichnen - Kauf ist Kauf, und dazu gehört imho insbesondere die Chance/das Risiko der Wertentwicklung).

Wie sieht es denn aktuell mit dem Wert der Schafe aus? Mehr oder weniger als beim Kauf? (ich kenne mich da gar nicht aus, wann ist denn bei Schafen so das Wertmaximum?)
Und was soll eigentlich bei Tod der Tiere passieren? (natürlicher Tod natürlich)

Zitat:
Vor allem das mit dem Schlachtungsverbot kommt mir sehr seltsam vor.
Wieso? Gerade diese Klausel ist doch sogar gut nachvollziehbar. Und dazu passt dann auch, dass der Verkauf an Dritte ausgeschlossen ist (sonst wird das mit dem Schlachten ja unkontrollierbar).

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#4
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

...die beste Möglichkeit ist wohl, wenn ich ihm die Tiere jetzt zum Rückkauf anbiete, wie es Vertragsinhalt war (Vorkaufsrecht).

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#5
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6738 Beiträge, 3264x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
2) Er verbietet mir eine Schlachtung (sorry, aber das gehört halt eigentlich dazu...).

Schon etwas widersprüchlich zu ->
Zitat (von niktheking):
für ein Naturschutzprojekt

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#6
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo Stefan,
vielen Dank! Das mit der Schlachtung ist dem rein natürlichen Ablauf geschuldet. Wenn Du einen Bock dabei hast, werden sich die Tiere vermehren. Die Futterfläche auf dem die Tiere stehen, bleibt aber in der Regel gleich (bei mir, überall so). Dann MUSST Du Schlachten, sonst werden Dir die Tiere verhungern oder Du musst sehr teuer Grünfutter zukaufen (nicht darstellbar). Der Wert der Tiere hat bei 9-12 Monaten ein Maximum erreicht (€/Lebendgewicht-kg). Beim Tierverkauf für Nicht-Schlachtung (=Nachzucht) ist der Preis aber eigentlich immer stabil - also junge Tiere genauso viel wert wie ältere. Nur weiblich und männlich unterscheidet sich stark.

Der Vertrag nennt sich bei uns tatsächlich "Kaufvertrag". De facto schränkt mich der Vertrag enorm ein und senkt den Wert der Tiere krass. Wahrscheinlich können das auch viele nicht nachvollziehen: Aber die Tiere mussten aus Vertragsgründen (mit dem Naturschutz - hat mit diesem Vertrag nichts zu tun) sofort auf die Fläche. Das tut für diesen Fall nichts zur Sache, erklärt aber, warum ich die Tiere mit diesen Vertragsklauseln dennoch gekauft habe....

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#7
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Hallo Spatenklopper,
Du verwechselst Tierschutz und Artenschutz. Der Tierschutz ist de jure auch keine Aufgabe des Naturschutzes. Das ist also null widersprüchlich!
Gruß

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#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71136 Beiträge, 32386x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
Das mit der Schlachtung ist dem rein natürlichen Ablauf geschuldet.

An Altersschwäche sterben lassen ist dem rein natürlichen Ablauf geschuldet. Oder wenn ein Wolfsrudel vorbeikommt.



Zitat (von niktheking):
Wenn Du einen Bock dabei hast, werden sich die Tiere vermehren. Die Futterfläche auf dem die Tiere stehen, bleibt aber in der Regel gleich (bei mir, überall so). Dann MUSST Du Schlachten,

Nö, dann muss man nachdenken. Dann könnte einem die Alternative des Verkaufs der Nachkömmlinge einfallen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#9
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Harry von Sell,
dann müssen irgendwo andere Tiere sterben. Die Grünlandfläche lässt sich nicht vermehren - leider. Offensichtlich habe ich keine Ahnung von Recht. Offensichtlich haben Sie keine Ahnung von Tierhaltung. Können wir nicht dem jeweils anderen eine Gewisse Kenntniss zutrauen?
Herzlich,

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#10
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9503 Beiträge, 3626x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
...die beste Möglichkeit ist wohl, wenn ich ihm die Tiere jetzt zum Rückkauf anbiete, wie es Vertragsinhalt war (Vorkaufsrecht).
Ja nach dem wie das mit dem Wert jetzt ist könntest du auch an einen Dritten verkaufen (wollen), und das dann dem Exeigentümer mitteilen. Wenn er auf sein Vorkaufsrecht besteht muss er ihmo auch den höheren Marktpreis zahlen.

Zitat:
Dann könnte einem die Alternative des Verkaufs der Nachkömmlinge einfallen ...
Gute Idee, und zwar weil dafür dann die ganzen Beschränkungen nicht mehr gelten.

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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#11
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Merci, Stefan!!!

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71136 Beiträge, 32386x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
dann müssen irgendwo andere Tiere sterben.

Ja, das tun sie auch - regelmäßig.



Zitat (von niktheking):
Die Grünlandfläche lässt sich nicht vermehren - leider.

Irrelevant ob die Grünlandfläche sich vermehren lässt, man braucht nur Weidefläche.



Zitat (von reckoner):
Ja nach dem wie das mit dem Wert jetzt ist könntest du auch an einen Dritten verkaufen (wollen), und das dann dem Exeigentümer mitteilen. Wenn er auf sein Vorkaufsrecht besteht

Der Plan funktioniert nicht, denn es gibt hier schlicht kein Vorkaufsrecht.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Harry von Sell, Grünland ist Weide-/Futterfläche! Jetzt ist aber gut mit den "fachlichen" Anleitung an den Tierhalter ;-)

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#14
 Von 
radfahrer999
Status:
Schlichter
(7544 Beiträge, 4480x hilfreich)

die seltsamsten Vertragsbedingungen findet man beim An- und Verkauf von Tieren....

Zitat (von niktheking):
Die Grünlandfläche lässt sich nicht vermehren - leider.
Akquirierung neuer Nutzflächen?

Bei uns sind so Photovoltaikanlagen auf Wiesen. Das "Mähen" der Wiese durch die Schafe wird afairr in keinster Weise vom Wiesenbesitzer (Eigentümer/Pächter/whatever) vergütet, noch verlangt der Wiesenbesitzer dafür ein Entgelt.

Man sollte schon Fläche und Anzahl der Tiere im Einklang halten. Entweder man hat zu viele Tiere, oder zu wenig Fläche.

Zitat (von niktheking):
Dann MUSST Du Schlachten, sonst werden Dir die Tiere verhungern oder Du musst sehr teuer Grünfutter zukaufen (nicht darstellbar). Der Wert der Tiere hat bei 9-12 Monaten ein Maximum erreicht (€/Lebendgewicht-kg).
Das geht auch ohne Schlachtung.

Ist die Nutzfläche größer als von der Herde beansprucht, hat man genug Nutzläche für weitere Tiere (die von den gekauften Schafe geborenen Tiere).
Sterben die Alttiere (auf natürliche Weise, weil Schlachtung vertraglich untersagt) bleiben nur noch Jungtiere auf welche kein Vorkaufsrecht des Verkäufers besteht. Diese kann man dann, sollte die Anzahl der Tiere größer sein als an Nutzfläche zur Verfügung steht, schlachten und verwursten..

Die Jungtiere zu verkaufen ist imho keine nachhaltige Lösung. Wenn die Alttiere sterben und die Jungtiere verkauft werden, hat man irgendwann keine Herde mehr.

-- Editiert von radfahrer999 am 26.08.2019 13:35

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#15
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Leute, ich habe was rechtilches gefragt, von dem ich keine Ahnung habe. Ihr habt einfach - mit Verlaub - null Ahnung von Viehhaltung. Das ist ja nicht weiter schlimm, aber muss man denn zu jedem noch so fernen Thema seinen Senf abgeben? Pachtpreis für neues Grünland 500 Euro aufwärts. Auf dem Markt ist nichts und selbst wenn es so wäre, würde ich ja die Ressource nur meinem Betrieb zuführen und nicht per se vermehren. Die Muttertiere sterben nicht weg, die kriegen jedes Jahr Nachwuchs - 15 Jahre lang. So und jetzt rechnet Euch mal aus, wie viel neue Fläche ich bräuchte, wenn ich mit 10 Tiere starte und Euer NIcht-Schlachtungssystem 10 Jahre durchziehe. Und dann rechnet mal, wenn das jeder so machen würde. Hier geht es nicht um Massentierhaltung, sodern um eine Jahrtausende-alte Nutzungsform. Bei der ist halt das Schlachten nicht abzuwenden. Ich hoffe, all die Menschen die auf einmal wissen, wie man mit Tieren umzugehen hat, machen einen großen Bogen um Massentierhaltungsprodukte. Denn die sind wirklich mies zu Tier und Landfläche. Wir Schäfer erhalten Biodiversität, Landschaftsbild und viele andere Ökosystemleistungen. Und wir bekommen dafür de facto Null Support von der Bevölkerung. Da nervt diese Besserwisserei echt doppelt. So jetzt habe ich mich mal ausgekotzt! ;-)

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#16
 Von 
hiphappy
Status:
Master
(4048 Beiträge, 2101x hilfreich)

Du darfst nur die jetzt erworbenen Tiere nicht schlachten. (Wobei unklar ist, was passiert, wenn du es doch tust, ist eine entsprechende Vertragsstrafe vereinbart? )

Alle Nachkommen sind von dem Vertrag (zumindest deiner Schilderung nach) nicht erfasst.

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#17
 Von 
radfahrer999
Status:
Schlichter
(7544 Beiträge, 4480x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
null Ahnung von Viehhaltung.
Wir haben einen vegetarisch lebenden Bauern in der Region der war in der Zeitung, dass er einen Milchbetrieb führt ohne seine Tiere zu schlachten.

Ein Blick in meine Lieblingssuchmaschine (als wissenschaftler verwende ich natürlich Google Scholar) brachte mir u.a. folgendes Ergebnis: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-92556-1_13

Wenn dies mit Rindern möglich ist und von Menschen mit Ahnung von Viehhaltung praktiziert wird, warum sollte es dann nicht mit Schafen funktionieren?

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#18
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6738 Beiträge, 3264x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
Offensichtlich haben Sie keine Ahnung von Tierhaltung.

Da vertust Du dich. ;)

Zitat (von niktheking):
Das mit der Schlachtung ist dem rein natürlichen Ablauf geschuldet. Wenn Du einen Bock dabei hast, werden sich die Tiere vermehren.

Einfachste Lösung ist es da den Bock weg zu lassen.
Nicht umsonst stehen Bullen in der Regel getrennt von den Kühen....

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#19
 Von 
FareakyThunder
Status:
Praktikant
(937 Beiträge, 531x hilfreich)

Eigentlich weiss man, dass es nie gut kommt wenn man den Bock zum Gärtner macht. Dazu braucht es schon einiges an Cochones, Eiern. Wenn man das Schweigen der Lämmer will, dann gibt es nur folgende Möglichkeiten: Lämmer, Bock oder Eier müssen weg.

Zitat (von niktheking):
Bei der ist halt das Schlachten nicht abzuwenden.

Aber deswegen musst Du dass Messer doch nicht bei den Alttieren ansetzen. Hört mich so an, als hättest du für die zur Verfügung stehende Grünfläche eine von Anfang an zu grosse Herde gekauft bei der schon zu Beginn dezimiert werden muss.

So ein paar Fragen, bezüglich Vertrag:
Kannst Du den Bock alleine verkaufen?
Kannst Du einzelne Tiere verkaufen oder nur die ganze Herde?
Kannst du den Bock kastrieren lassen?
Kannst Du über den Nachwuchs frei verfügen oder gibt es da auch Einschränkungen?
Muss bei Ausübung des Vorkaufsrecht den Martkpreis, den potentieller Kaufpreise, oder der ehemalige Verkaufspreis bezahlt werden?
Vorkaufsrecht und Schlachtverbot mit erfolgreichen Verkauf an einen dritten Erloschen oder wird es "vererbt"?

Zitat (von reckoner):
Ja nach dem wie das mit dem Wert jetzt ist könntest du auch an einen Dritten verkaufen (wollen), und das dann dem Exeigentümer mitteilen. Wenn er auf sein Vorkaufsrecht besteht muss er ihmo auch den höheren Marktpreis zahlen.

Falls das Vorkaufsrecht bestand hat (wüsste nicht warum nicht, Harry ist leider da ein bisschen zugeknöpft warum es da kein Vorkaufsrecht gibt), dann würde ich das auch so machen. Die Tiere an einen dritten Verkaufen und diese dann zurück Leasen (und später zurückkaufen). Oder soll das etwa ein ewiges Vorkaufsrecht sein? Für den Fall das der Käufer von sein Vorkaufsoption Gebrauch macht, sollte man gewappnet sein und schon eine neue Herde in Aussicht haben.

Zitat (von niktheking):
3) Wenn er die Schafe kauft, dann will er die Abholung von mir vergütet haben.

mindestens den Preis den man dafür bezahlt das man die Zeitnot gelöst und das Naturschutzprojekt gerettet hat. Kann ja nicht so weit sein wenn er täglich neben der Wiede steht.

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#20
 Von 
radfahrer999
Status:
Schlichter
(7544 Beiträge, 4480x hilfreich)

Zitat (von hiphappy):
Du darfst nur die jetzt erworbenen Tiere nicht schlachten. (Wobei unklar ist, was passiert, wenn du es doch tust, ist eine entsprechende Vertragsstrafe vereinbart? )
Ich persönlich würde solche Klauseln per se für ungültg halten...

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#21
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71136 Beiträge, 32386x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
Hier geht es nicht um Massentierhaltung, sodern um eine Jahrtausende-alte Nutzungsform. Bei der ist halt das Schlachten nicht abzuwenden.

Tja, fakt ist, man hat ein Schlachtverbot unterschrieben. Das das dann nicht zu den eigenen Vorstellungen passt ist dann Dein Problem ...



Zitat (von FareakyThunder):
Harry ist leider da ein bisschen zugeknöpft warum es da kein Vorkaufsrecht gibt

Es gibt nur ein Verkaufsverbot an dritte.
Beim Vorkaufsrecht müsste erst mal ein Dritter kaufen, damit der Vorkaufsberechtigte in den Vertrag einsteigen kann.

Aber über Verkauf muss man sich ja keine Gedanken machen, weil es geht ja nur schlachten, verkaufen kann er nicht weil ja angeblich das Grünland fehlt.



Zitat (von FareakyThunder):
Oder soll das etwa ein ewiges Vorkaufsrecht sein?

Es gibt keinen automatischen Fristablauf. Das Vorkaufsrecht kann also durchaus ein paar Jahrzehnte existieren.



PS: mein Schwager hält 100 Schafe - der lacht sich gerade kaputt über die Argumentation man könne die Schafe nicht verkaufen weil Grünland fehlt ...


Jeden Tag sterben tausende Schafe durch Schlachtung und machen Grünland frei.
Den Nonsens mit "kein verkauf möglich weil Grünland fehlt" wird man also keinem Gericht glaubhaft darlegen können.



Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#22
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Dein Schwager - so es ihn gibt und er nicht nur für Deine Argumentationsstärkung geboren wurde - hat echt null Ahnung. Mehr will ich dazu auch nicht sagen, ich bin etwas genervt von dieser Attitüde. Ich bin Schäfer, Du nicht. Lassen wir es dabei.

Zu allen anderen sage ich: Vielen lieben Dank für Eure Hilfe! Warum ich mich so bei den Alttieren aufhänge: Wenn ein Bestandteil des Vertrages ungültig ist, ist doch der ganze Vertrag ungültig. Es gibt darin zumindest keine salvatorische Klausel... Wie gesagt bin ich Laie, ich dachte aber, dass das so etwa die Basic ist... Ohje... Offenbar nicht?!

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#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71136 Beiträge, 32386x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
Wenn ein Bestandteil des Vertrages ungültig ist, ist doch der ganze Vertrag ungültig.

Falsch. Kann, muss aber nicht, siehe 133 BGB und 139 BGB.



Zitat (von niktheking):
ich bin etwas genervt von dieser Attitüde. Ich bin Schäfer, Du nicht.

Das liegt daran, das eine juristisch nicht haltbare / unlogische / unsinnige Argumentation sinnlos ist.

Ein Gericht wird man halt von der Argumentation "es geht nur schlachten" überzeugen müssen. Die wenigsten Richter sind Viehhalter, das sind Juristen ...
Da nützt einem ein "ich bin Schäfer, Sie nicht" und "es gibt kein Grünland mehr" rein gar nichts. was nicht überzeugend ist, wird verworfen, sprich so behandelt als gäbe es das gar nicht.
Was dann mit der Klage passiert kann sich jeder vorstellen ...




-- Editiert von Harry van Sell am 26.08.2019 19:53

Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#24
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Mensch Harry, einen Richter kann man ja mit Infos füttern und hat dazu Zeit. Ich will auch keinen Richter aufsucheb erstmal!!! Huer sage ich, wie e ist ubd dann schreiben Leute irgendwas von Milchkühen und stellen ihr akademisches Wissen zzr Schau, weil sie mal bei Googme Scholar zu Gast waren. Ein Richter würde ja vllt mal jemabden fragen, bevir er urteilt und der würde ihm sagen, dass Schafe in der Regel überhaupt kicht zur Milcherzeugung gehalten werden. Abgesehen davon dass Kühe halt Lühe sind und nicht zur Argumentation i einer somcheb Diskussion taugen. Ein anderer Forist meint, ich soll einfach den Bock weglassen. Ich dachte eigentlich, dass es noch ein paar Menschen gibt, die wissen , was ein Schäfer so macht. Unser einkommen hängt wesentlich am Lammverkauf. Das ist als würde man einem Buchhändler sagen, er solle keine Bücher verkaufen. Mei Vertrauen i die deutsche Justiz ist niczt so erschüttert, dass ich einem Richter nicht dieses mindestmaß an Allgemeinbildung zutraue. Mensch, Landwirtschaft ermöglicht immer noch Euer überleben. Darf man sich ruhig mal so klitzekleine Basics aneignen!

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#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(71136 Beiträge, 32386x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
Ein Richter würde ja vllt mal jemabden fragen, bevir er urteilt

Nein, so läuft das im Zivilrecht nicht ab.
Kurzfassung:
Der Kläger reicht die Klage ein, darauf hin bekommt der Beklagte diese zugestellt und bekommt eine Frist zur Erwiderung.
In beiden Schriften muss alles so drin stehen das es jeder versteht und nachvollziehen kann - das ist der Job von Kläger und Beklagtem. das Gericht muss keine eigenen Ermittlungen anstellen.
Was nicht drin steht gilt dann als verspätetes vorbringen - das muss das Gericht dann nicht mehr beachten.



Zitat (von niktheking):
Unser einkommen hängt wesentlich am Lammverkauf.

Vollkommen korrekt. Dann verkauf die Lämmer. Nur schlachten darfst du sie halt nicht, man hat halt das Problem mit dem vertraglichen Schlachtverbot.


Das Schlachtverbot will man weg haben. Nun muss man dem Juristen erklären weshalb ein schlachten unumgänglich ist. So das er es versteht. Und geh ruhig davon aus, dass die nicht wirklich wissen was ein Schäfer macht.

Schlachten ist hier nämlich kein Argument den Vertrag zu brechen, solange es andere Alternativen (Verkauf) gibt.



Dein Argument war
Zitat (von niktheking):
Wenn Du einen Bock dabei hast, werden sich die Tiere vermehren. Die Futterfläche auf dem die Tiere stehen, bleibt aber in der Regel gleich (bei mir, überall so). Dann MUSST Du Schlachten, sonst werden Dir die Tiere verhungern oder Du musst sehr teuer Grünfutter zukaufen (nicht darstellbar).


So, und jetzt erkläre einem Juristen der nichts von Schäfern & Schafen weis, weshalb ein Verkauf der Nachkommen nicht möglich sein soll, sondern nur schlachten möglich ist.

Gehe dabei davon aus das er im Rahmen der Allgemeinbildung weis,
- das jede Minute irgendwo Grünfläche frei wird, weil ein irgendwo ein Schaf stirbt - was im Jahr ganz schön was ausmacht
- das Schafhalter regelmäßig Nachschub durch Zukauf benötigen, weil die "Eigenproduktion" nicht genug liefert oder neue Projekte gestartet werden


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#26
 Von 
radfahrer999
Status:
Schlichter
(7544 Beiträge, 4480x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Dann verkauf die Lämmer. Nur schlachten darfst du sie halt nicht
Das Schlachtverbot und das Vorkaufsrecht betrifft die Alttiere, nicht die Lämmer...

Zitat (von niktheking):
Unser einkommen hängt wesentlich am Lammverkauf.
Das kannst du doch durchführen. Verstehe echt das Problem nicht. Vielelicht war ich einfach nur zu lange Gast bei Google Scholar...

-- Editiert von radfahrer999 am 26.08.2019 22:12

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
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#27
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Hey Radfahrer,
merci für Deinen Tipp! Ich habe kein Problem mit dem Schlachten, das waren die Posts der anderen ;-)
LG

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#28
 Von 
spatenklopper
Status:
Senior-Partner
(6738 Beiträge, 3264x hilfreich)

Zitat (von niktheking):
Ein anderer Forist meint, ich soll einfach den Bock weglassen.

Ja das war ich, aus dem guten Grund, dass Du viele viele kleine Schafe nicht haben willst, weil sonst alle verhungern müssen, oder Du teures Zufutter kaufen musst.

Zitat:
Ich dachte eigentlich, dass es noch ein paar Menschen gibt, die wissen , was ein Schäfer so macht.

Die gibt es tatsächlich und ich kenne davon sogar Einige, die nicht extra für diesen Post geboren werden mussten.
Diese haben den Beruf sogar über mehrere Jahre erlernt, mit Allem was außer den eigentlichen Schäfchen, noch zum Beruf dazugehört.
Nicht über Google....

Zitat:
Unser einkommen hängt wesentlich am Lammverkauf.

Um so unverständlicher, dass man dann seine Haupteinkommensart schlachten möchte.

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#29
 Von 
guest-12307.09.2019 16:28:15
Status:
Frischling
(23 Beiträge, 3x hilfreich)

Harry,
danke für Deine juristischen Tipps!!!
Ein Lamm wird verkauft, um dann geschlachtet zu werden. Was denkst Du denn, was damit in der Regel passiert? Wird eine Kuh gemolken, damit die Milch dem Kalb gegeben wird? Harry, woher auch immer Du diese absurden Fakten her hast mit "es wird immer irgendwo Grünland frei" - das ist einfach falsch. Es gibt Grenzertragsstandorte, dort - und nur dort - wird Grünland frei. Diese verteilen sich aber nicht schön homogen über Deutschland, sondern sind in peripheren Hanglagen der Mittelgebirge zu finden. Die überwiegende Mehrheit der Landwirt hat da kein Zugriff drauf, zumal die Flächen unattraktiv sind, weil es häufig keinen Cent Förderung gibt (das ist einer EU-Definition geschuldet). Und bevor jetzt kommt "unattraktiv - so what". "Unattraktiv" heißt, dass sie Deinen betriebswirtschaftlichen Ruin bedeuten, wenn da nicht Geld von der EU fließt. Also: Nein es wird nicht ständig irgendwo irgendwas frei. In den meisten Regionen ist eine abartige Intensivierung mit enormen Preissteigerungen für Grünland im Gange. Das betrifft die absolute Mehrheit der Flächen. Dieses Grünland können wir Schäfer schon lange nicht mehr pachten. Das ist so teuer, das können sich nur noch große Milchviehbetriebe mit entsprechender Technisiserung und Automatisierung "leisten" (können sie eigentlich nur bedingt, wie die vielen Betriebsaufgaben vermuten lassen, aber die Not treibt sie halt).

Der Ablauf in einer Mutterschafhaltung sieht so aus: Du hast 300 Mutterschafe, die werden gedeckt. Bei mir saisonal. Dann gibts roundabout 400 Lämmer. Jedes Jahr. Vllt 30 behälst Du, weil einige Mutterschafe ersetzt werden. Alles wird in Mutterschafen gerechnet. Wie aus den Zahlen schon hervorgeht, entsteht ein (sehr großer) Überschuss an Schafen. Dieser Überschuss geht in die Metzgerei. Diese Mengen kann niemand anderes abnehmen und das ist auch gar nicht gewünscht - wir produzieren ja aus Überzeugung Grundnahrungsmittel (klimaneutral, biodiversitätsfördernd, kulturlandschaftserhaltend). Die Hobbyhalter und vllt mal ein Kollege nehmen vllt so 30 Lämmer im Jahr ab. Spezialisierte Betriebe verkaufen an dieses Kundensegment sicher mehr, aber die Masse geht auch dort zum Schlachter. Das ist ein wesentlicher Teil unseres Einkommens. Alles wird über das Jahr gerechnet. Also noch mal als Update: Es gibt keine freiwerdende Grünfläche aufgrund normaler Abläufe in der Schäferei.

Das war jetzt ein ganz kleiner Abriss der Grünlandwirtschaft. Das Forum hier ist nicht der richtige Ort. Es gibt genug Infomaterial für ein zen. Bei Dir hätte ich keine Chance auf einen an Fakten orientierten Richterspruch gehabt, wenn Du Dich nicht informiert hättest. Ich kann Dir ja dioe absoluten Basics auf 3 Seiten erklären...

Ich klinke mich hier aus - sei mir nicht böse. Deine Einstellung zur Sache ist immer noch, dass Du als Jurist (?), aber zumindest Laie in der Sache, mindestens genauso viel weißt über die Schafhaltung wie jemand, der das jeden Tag macht. Das ist nicht die erste Erfahrung die ich in die Richtung mache. Ungefähr jeden Tag kommt ein Spaziergänger und meint z.B., den Schafen ginge es schlecht, weil sie zu viel Wolle hätten oder so ein Quark. Manche sind aufnahmebereit für Infos, manche meinen, dass sie es besser wüssten. Mit Fakten kommst Du so Leuten nicht bei. Was diese Leute antreibt, weiß ich bis heute nicht.

Herzlich,

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#30
 Von 
reckoner
Status:
Unparteiischer
(9503 Beiträge, 3626x hilfreich)

Hallo,

warum schweifst du denn so vom Thema ab? Du musst dich hier doch nicht rechtfertigen, dass du deine Tiere schlachten willst. Die entsprechenden Beiträge waren doch nur Reaktionen auf unlogische Aussagen von dir.

Etwa das: "Dann MUSST Du Schlachten, sonst werden Dir die Tiere verhungern oder Du musst sehr teuer Grünfutter zukaufen (nicht darstellbar).". Erst schreibst du MUSST, und dann zeigst du selbst eine Alternative.
Du musst dich schon entscheiden, ob man etwas MUSS, oder ob es nur wirtschaftlich sinnvoll ist.

Außerdem, was sollen die Romane? - komm' auf den Punkt. Und sowas wie #15 und #24 geht gar nicht (hab' ich natürlich nicht gelesen)

Zitat:
Es gibt keine freiwerdende Grünfläche aufgrund normaler Abläufe in der Schäferei.
Wieso? Darf ein Schäfer denn nicht alle seine Tiere zum Schlachter bringen? Und dann neue kaufen, beispielsweise von dir?

Zitat:
Deine Einstellung zur Sache ist immer noch, dass Du als Jurist (?), aber zumindest Laie in der Sache, mindestens genauso viel weißt über die Schafhaltung wie jemand, der das jeden Tag macht.
Tja, so wird es dir vielleicht auch mit dem Richter ergehen, wenn dein Verkäufer dich verklagt. Bisher hast du es nicht annähernd geschafft hier jemanden zu überzeugen.

Stefan

Signatur:Auf einem Schiff befinden sich 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?
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