Mini Job und Arbeitsunfall

13. Oktober 2011 Thema abonnieren
 Von 
charly599
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Mini Job und Arbeitsunfall

Ich möchte in dieser Form meiner besten Freundin versuchen zu helfen, da sie kein I-net hat.

Folgender Sachverhalt:

Sie ist 60 Jahre alt und hat sich da sie keinen regulären Job bekommen konnte, vor 2 Jahren einen Mini Job gesucht. Hier bekommt sie je nach Monat zwischen 170,00 und 220,00 € monatlich ausgezahlt. Noch vergessen, sie bekommt Alg II, die Verdienstbescheinigungen werden monatlich dem Jobcenter vorgelegt.
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht nicht.
Nun hatte sie während der Arbeitszeit einen Unfall woraus eine Krankschreibung resultierte. Vom Arbeitgeber wurde der Vorfall als Arbeitsunfall aufgenommen.
Jedoch wurde ihr mitgeteilt, dass sie keinen Anspruch auf Krankengeld habe und sie solle den finanziellen Ausgleich bei dem Jobcenter beantragen.

Meine Frage ist nun, steht ihr wirklich kein Krankengeld als Mini-Jober zu.Und eine zweite Frage wäre, in welcher Form muss der Arbeitgeber Steuern für sie abführen? Sie hat z.B. im Monat September einen Bruttoverdienst von 216,50 € und hierfür wurden vom Arbeitgeber 15,50 € als Steuern abgeführt.

Ich wäre dem Forum für eine Antwort sehr dankbar

Grüsse Sandra

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6 Antworten
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#1
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2531x hilfreich)

quote:
Jedoch wurde ihr mitgeteilt, dass sie keinen Anspruch auf Krankengeld habe und sie solle den finanziellen Ausgleich bei dem Jobcenter beantragen.


wer hat das mitgeteilt, der Arbeitgeber? Es ist vermutlich richtig, dass kein Anspruch auf Krankengeld durch die Krankenkasse besteht. Der AG muss aber ganz normal Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für bis zu 6 Wochen leisten.


Auch wenn die AG bei 400-Euro-jobbern gern was anderes behaupten: geringfügig Beschäftigte haben Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und an Feiertagen und ebenso Anspruch auf den Mindesturlaub im Sinne des Bundesurlaubsgesetzes wie jeder andere Arbeitnehmer auch.

http://www.gesetze-im-internet.de/entgfg/__3.html

quote:
Meine Frage ist nun, steht ihr wirklich kein Krankengeld als Mini-Jober zu.


Noch mal zur Klarstellung. Krankengeld zahlt die Krankenkasse (z.b. nach den 6 Wochen der Entgeltfortzahlung bei längeren Erkrankungen). Das was man vom AG während der Arbeitsunfähigkeit bis zu 6 Wochen bekommt, nennt sich Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.


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#2
 Von 
charly599
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort. Und ja es geht um die Entgeldfortzahlung im Krankheitsfall und nicht um Krankengeld durch die KK.
Auch für den Link bedanke ich mich. Bin auch erstaunt zu lesen, dass Urlaubsanspruch besteht bisher hat sie in den fast drei Jahren im Vor- oder Nachgearbeitet wenn sie mal einen freien Tag z.B. Beerdigungen etc. brauchte.

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17245 Beiträge, 6431x hilfreich)

/// .. fast drei Jahren im Vor- oder Nachgearbeitet wenn sie mal ...

wenn sie darüber noch unterlagen hätte, wäre das noch einzufordern, da innerhalb der verjährung nach bgb.

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#4
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2531x hilfreich)

@blaubär

Der Urlaub aus 2010 und früher ist verfallen, Verjährungsfrist hin- oder her.
Den für 2011 sollte man aber noch geltend machen.

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#5
 Von 
nachtmieze
Status:
Praktikant
(879 Beiträge, 275x hilfreich)

@blaubär und @ 1000kleinesachen....
Beweise/Rechstsgrundlagen!!!!
was soll es den armen TE ohne das weiter nützen?

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
guest-12309.07.2016 16:31:25
Status:
Junior-Partner
(5011 Beiträge, 2531x hilfreich)

@nachtmieze

Wie meinen? Langeweile?

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