Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
515.517
Registrierte
Nutzer

Unrenoviert eingezogen und gestrichen und dennoch beim Auszug Malerkosten?

 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)
Unrenoviert eingezogen und gestrichen und dennoch beim Auszug Malerkosten?

Hallo, ich würde mich gerne informieren, wie schaut die Rechtssprechung diesbezüglich aus: Eine Wohnung wurde vor 7 Jahren unrenoviert bezogen und damals mit hochwertiger weißer Farbe frisch gestrichen. Jetzt ausgezogen und eine saubere Wohnung hinterlassen von Nichtraucher ohne Tiere. Das Mietobjekt sieht sehr gut aus. Der Vermieter behauptet, die Wohnung war zwar beim Einzug nicht renoviert, sah aber so aus, als wäre sie frisch gestrichen. Was nicht stimmte, da große Dübellöcher des Vormieters und abgewohnte Stellen an der Tapete zu sehen waren. Daher wurde die Wohnung gestrichen. Hätten wir gewusst, wie der Vermieter uns jetzt zur Kasse bitten will, hätten wir die Wohnung natürlich fotografiert. Zählen hier auch Zeugenaussagen?

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Wohnung Vermieter zahlen stellen


36 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Anami
Status:
Master
(4014 Beiträge, 892x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
wie schaut die Rechtssprechung diesbezüglich aus
Zuerst müsste man mal genau wissen, was im Mietvertrag bezüglich Renovierung vereinbart ist.
Rechtsprechung sind Gerichtsentscheidungen, und es gibt Unmengen zu unterschiedlichen Vertragsvereinbarungen.
Zitat (von Seniorin Marianne):
wurde vor 7 Jahren unrenoviert bezogen
Warum? Was hat der Vermieter in den Vertrag geschrieben? *...wird unrenoviert* übergeben...?
Zitat (von Seniorin Marianne):
und damals mit hochwertiger weißer Farbe frisch gestrichen.
Das ist gar kein Kriterium. Ob hochwertig, billig oder vergoldet...
Zitat (von Seniorin Marianne):
Das Mietobjekt sieht sehr gut aus.
Das sagt wahrscheinlich der ausziehende Mieter?
Zitat (von Seniorin Marianne):
Der Vermieter behauptet, die Wohnung war zwar beim Einzug nicht renoviert, sah aber so aus, als wäre sie frisch gestrichen.
Der Vermieter kann alles mögliche sagen. Hat der evtl. Fotos von vor 7 Jahren?
Zitat (von Seniorin Marianne):
Hätten wir gewusst, wie der Vermieter uns jetzt zur Kasse bitten will,
Was will er denn kassieren?
Zitat (von Seniorin Marianne):
Zählen hier auch Zeugenaussagen?
Wann denn? Bei der Wohnungsübergabe? Vielleicht vor Gericht?

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Im Mietvertrag steht nichts darüber, wie die Wohnung übergeben wurde. Doch, ich finde es schon wichtig zu wissen mit welcher Farbe strichen wurde. Eine markante Farbe muss man entfernen, aber das ist hier nicht der Fall.
Mich interessiert einfach ob noch gilt, dass der Mieter, wenn er einzog und renoviert hat und beim Auszug
dazu verpflichtet werden soll, nochmal zu streichen, unangemessen benachteiligt wird.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Grundsätzlich gilt erst mal (soweit nichts anderes vereinbart) wenn Sie unrenoviert eingezogen sind, dann müssen Sie bei Auszug auch nicht renovieren.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke. Es war wohl so, dass wir unrenoviert eingezogen sind, aber es wird nun behauptet, ja, die Wohnung war nicht frisch gestrichen, sah aber so aus. Der VM will die Kaution einbehalten für die nicht getätigte Schlussrenovierung, daher meine Frage.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
fb367463-2
Status:
Junior-Partner
(5608 Beiträge, 2518x hilfreich)

Am besten, Sie stellen mal die komplette Klausel mit Renovierung, etc im Wortlaut hier ein. Oft erledigt sich die Diskussion dann, weil Klauseln ungültig sind.

Zitat (von AltesHaus):
Grundsätzlich gilt erst mal (soweit nichts anderes vereinbart) wenn Sie unrenoviert eingezogen sind, dann müssen Sie bei Auszug auch nicht renovieren.

So siehts aus.

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6315 Beiträge, 3321x hilfreich)

Wenn der Mieter sich auf die unrenovierte Übergabe bei Mietbeginn berufen will, so muss er dies beweisen. Dies steht so im BGH Urteil (BGH, 18.03.2015 - VIII ZR 185/14). Darin heisst es auch: "Unrenoviert oder renovierungsbedürftig ist eine Wohnung nicht erst dann,wenn sie übermäßig stark abgenutzt oder völlig abgewohnt ist. Maßgeblich ist, ob die dem Mieter überlassene WohnungGebrauchsspuren aus einem vorvertraglichen Zeitraum aufweist, wobei solche Gebrauchsspuren außer Acht bleiben, die so unerheblich sind, dass sie bei lebensnaher Betrachtung nicht ins Gewicht fallen. Es kommt letztlich darauf an, ob die überlassenen Mieträume den Gesamteindruck einer renovierten Wohnung vermitteln. "

Große Dübellöcher sprechen meiner Meinung nach dafür, dass die Wohnung als unrenonivert gilt. Aber das müsste wie gesagt der Mieter beweisen.

Unabhängig davon stellt sich die Frage, ob überhaupt schon eine Renovierung fällig. Denn wenn die Schönheitsrenovierungsklausel im Mietvertrag gültig sein muss, dann müssen die Fristen weich sein. Also nur bei wirklichem Renovierungsbedarf müsste überhaupt renoviert werden. Mal abgesehen davon, dass moderne Fristenpläne bei 7 Jahren noch keine Renovierung der ganzen Wohnung vorsehen.

Zitat (von Seniorin Marianne):
Das Mietobjekt sieht sehr gut aus.
Was heisst das. Ist die Wohnung jetzt in einem besseren oder schlechteren Zustand als bei Einzug. Gibt es irgendwelche Zeugen für den Zustand bei Einzug? Umzugshelfer z.B. oder Personen, die beim Streichen geholfen haben?

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Zitat (von cauchy):
Wenn der Mieter sich auf die unrenovierte Übergabe bei Mietbeginn berufen will, so muss er dies beweisen.

Witzig ... sonst schreiben Sie doch immer, wenn der VM sich auf die renovierte Übergabe bei Mietbeginn berufen will, so muss er dies beweisen ... (schräge Zeiten in denen wir leben ;) )

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6315 Beiträge, 3321x hilfreich)

Zitat (von AltesHaus):
Zitat (von cauchy):
Wenn der Mieter sich auf die unrenovierte Übergabe bei Mietbeginn berufen will, so muss er dies beweisen.

Witzig ... sonst schreiben Sie doch immer, wenn der VM sich auf die renovierte Übergabe bei Mietbeginn berufen will, so muss er dies beweisen ... (schräge Zeiten in denen wir leben ;) )

Nein, das schreibe ich ganz sicher nicht. Zeig mir einen Thread, wo ich dies behauptet hätte. Mir ist das BGH Urteil bekannt. Bereits im offiziellen Tenor steht "Beruft der Mieter sich auf die Unwirksamkeit der Renovierungsklausel, obliegt es ihm, darzulegen und im Bestreitensfall zu beweisen, dass die Wohnung bei Mietbeginn unrenoviert oder renovierungsbedürftig war. Die Darlegungs-und Beweislast für die Gewährung einer angemessenen Ausgleichsleistung trifft den Vermieter"

Es ist richtig, dass an vielen Stellen im Mietrecht der Vermieter etwas beweisen muss, wenn er etwas will. Unter anderem müsste er hier beweisen, dass die Wohnung überhaupt renovierungsbedürftig ist. Aber bei der unrenovierten Übergabe hat der BGH anders entschieden.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Anami
Status:
Master
(4014 Beiträge, 892x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Doch, ich finde es schon wichtig zu wissen mit welcher Farbe strichen wurde.
Also weiß. OK. Das hochwertig weiß ist nicht relevant.
Zitat (von Seniorin Marianne):
und beim Auszug dazu verpflichtet werden soll, nochmal zu streichen, unangemessen benachteiligt wird.
Dann eben nicht.
Zitat (von Seniorin Marianne):
Der VM will die Kaution einbehalten für die nicht getätigte Schlussrenovierung,
AHA. Das ist der wichtige Satz.
Und sagt der Vermieter das nur--- oder schreibt er das auch?

Signatur:Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. Karl V.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Zählen hier auch Zeugenaussagen?

Ja die zählen auch ... gab es denn ein Protokoll zum Einzug der Wohnung?

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#11
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Cauchy, der Anwalt des VM hat geschrieben, die Kaution wird einbehalten. Kann mir jemand sagen, wie lange hier die Widerspruchsfrist dauert? Oder muss ich die 6 Monate abwarten, die der VM die Kaution behalten kann? Eine Rechtsbehelfsbelehrung lag dem Anwaltsschreiben nicht bei.

-- Editiert von Seniorin Marianne am 10.03.2019 18:17

-- Editiert von Seniorin Marianne am 10.03.2019 18:18

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#12
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Ah da ist schon ein Anwalt involviert ... nein Sie müssen dann nicht mehr warten, denn der VM hat ja schon "abgerechnet" und einbehalten. Wieso schreibt der VM sofort mit nem Anwalt? Gab es da schon ein Vorgeplänkel?

Wenn Sie RS versichert sind, dann auf zum Anwalt, wenn nicht ... hinsetzen und überlegen, ob Sie Ihren Vortrag des unrenovierten Einzuges und der darauf folgenden Renovierung auch nachweisen können.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#13
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin auf der Suche nach einem Fachanwalt. Hoffentlich bin ich nicht schon zu spät dran! Wie lange habe ich Zeit, um auf so ein Schreiben zu antworten, entweder selbst oder mit Anwalt?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#14
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Sie haben drei Jahre Zeit die Kaution einzufordern.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#15
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Ach, dann ist es ja gut! Ich las irgendwo, dass man binnen 4 Wochen auf ein Schreiben Widerspruch einlegen müsste, weil es sonst als anerkannt gilt. Dann bin ich ja beruhigt! Danke!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#16
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6315 Beiträge, 3321x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Ich las irgendwo, dass man binnen 4 Wochen auf ein Schreiben Widerspruch einlegen müsste, weil es sonst als anerkannt gilt.
Nein. Nicht-Reaktion zählt nicht als Anerkenntnis.

Wenn die Mietsache zurückgegeben wurde und eine eventuelle Nachfrist des Vermieters zur Durchführung der Arbeiten verstrichen ist, dann ist die nächste Frist 6 Monate. Innerhalb von 6 Monaten muss der Vermieter seine Ansprüche geltend machen. Und innerhalb von 6 Monaten muss auch der Mieter eventuelle Ansprüche an noch in der Mietsache befindlichen Einbauten geltend machen.

Danach ist die nächste Frist über 3 Jahre weg. Das ist nämlich die regelmäßige Verjährung von Ansprüchen. Für eine Rückforderung der Kaution hat der Mieter also viel Zeit. Sucht euch in Ruhe einen Anwalt für Mietrecht und macht bei dem einen Termin.

Einen Hinweis: Bereitet den Termin vor. Nehmt alle Unterlagen zum Mietverhältnis inklusive aller Schreiben vom Vermieter und dessen Anwalt mit. Überlegt, ob ihr irgendwelche Belege vom Zustand der Wohnung bei Einzug habt. Welche Zeugen zur Verfügung stehen, ob vielleicht noch Rechnungen zu der Renovierung vorliegen. Wenn es wirklich zu einem Prozess kommt, wird der Richter sich ein Gesamtbild machen wollen. Und da ist es gut, wenn der Anwalt einen Überblick über mögliche Indizien hat.

Und zum Schluß noch eom Hinweis: Nach 7 Jahren gibt es in aller Regel kein Recht auf einer Renovierung der kompletten Wohnung. Aber das wird der Anwalt beurteilen können.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#17
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Cauchy, vielen Dank! Doch, beim Einzug haben Freunde und Familienmitglieder beim Streichen geholfen. Wieso gibt es nach 7 Jahren kein Recht auf Renovierung der kompletten Wohnung? Die Wohnung sieht gut aus, weil das Gebäude noch relativ neu ist. Die weißen Kunststoff-Fensterrahmen, die Naturholz-Türen, Heizköprer und die Böden sehen makellos aus. Vermutlich gilt die Fristenregelung nicht mehr. Jedenfalls steht dort, dass nur "bei Bedarf" diese Renovierungsarbeiten zu machen sind. Gestrichen haben wir auch aus hygienischen Gründen und weil die Dübellöcher im Wohn- und Schlafzimmer sowie im Flur wirklich gestört haben.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#18
 Von 
cauchy
Status:
Senior-Partner
(6315 Beiträge, 3321x hilfreich)
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#19
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Cauchy, vielen Dank! Das sind wirklich hilfreiche Seiten. Und hier werden mal die feinen Unterschiede in der Formulierung deutlich. Wir haben uns das abgespeichert. Der Laie kann das ja nicht wissen. So sind wir gut gewappnet. Demnach gehen die Gesetze immer davon aus, dass auch wirklich "Bedarf" besteht an Renovierung. Einen Anwalt nehmen wir deshalb, weil vermutlich nur eine Klage die Kaution zurückbringen wird, da der VM zudem unwahre Behauptungen aufstellt, die wir aber widerlegen können. Man versucht es halt.....

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#20
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Einen Anwalt nehmen wir deshalb, weil vermutlich nur eine Klage die Kaution zurückbringen wird, da der VM zudem unwahre Behauptungen aufstellt, die wir aber widerlegen können. Man versucht es halt.....

Das ist eine gute Maßnahme!

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#21
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Wir waren gestern bei einem Anwalt für Mietrecht. Er wird Klage erheben. Kann mir netterweise jemand genauer erklären, welchen Gang das Ganze nun nimmt? Dass die Klageschrift dem Amtsgericht zugestellt wird ist klar. Aber wie geht es dann weiter? Wir haben diesbezüglich leider keinerlei Erfahrung und ich finde im Internet nicht die
entsprechenden Seiten. Danke schon mal! (Bitte nur antworten, wenn dies gerne geschieht.)

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#22
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Kann mir netterweise jemand genauer erklären, welchen Gang das Ganze nun nimmt?

Hat der Anwalt denn nix erklärt?

Er wird Klage bei Gericht einreichen und dann wird man sehen, wie der VM erwidert.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#23
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke. Nein, er hat gesagt er wird die Klageschrift erstellen und bei Gericht einreichen. Aber so die einzelnen Schritte hat er nicht geschildert, sonst wüsste ich es. Wenn der Ex-VM nun seine Darstellung vorlegt, wie geht es dann weiter?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#24
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Wenn der Ex-VM nun seine Darstellung vorlegt, wie geht es dann weiter?

Dann wird man sehen wie dieser argumentiert und entscheiden wie man weiter verfährt. Wissen kann das zZt hier niemand, da muss man einfach abwarten.

Viel Erfolg.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#25
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Wir waren beim Anwalt und dieser wollte eine Klageschrift erstellen. Nun sind 4 Wochen vergangen und gar nichts ist passiert. Deshalb habe ich heute per Mail angefragt, was unsere Angelegenheit macht. Da hieß es, es sei sicherer, die 6 Monate abzuwarten, während der VM die Kaution behalten kann. Das wäre der 30.5.2019. Danach hätte der VM keine Ansprüche mehr. Aber was ist mit den zu Unrecht genannten Ansprüchen des VM die schon erhoben wurden? Auf meine Frage, ob wir dann automatisch den zu Unrecht erhobenen Beanstandungen bzw. Forderungen des VM zustimmen, erhielten wir keine Antwort, deshalb frage ich hier. Wir wissen weiß nun nicht, wie es weitergeht bzw. was wir am besten tun sollten.
Hier habe ich vor einigen Woche erfahren, dass bis zu 3 J. Zeit ist, die Kaution einzufordern. Hätten gerne
eine Antwort von Cauchy oder Altes Haus, wenn möglich. DANKE!

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#26
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Warten Sie einfach ab. Dem VM jetzt schon Futter id Kanone zu geben macht nicht viel Sinn. Die bis jetzt gestellten Ansprüche sind nicht durchsetzbar, und ander (evtl. noch im Nachhinein festgestellte Mängel) kann er bis zu 6 Monaten nach Wohnungsübergabe geltend machen. Ruhe bewahren ;) ... wird schon.

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#27
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Dann gilt es nicht als automatisch akzeptiert, was sein Anwalt vor Wochen schrieb?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#28
 Von 
Seniorin Marianne
Status:
Frischling
(16 Beiträge, 0x hilfreich)

Der Anwalt schrieb, dass die Kaution einbehalten wird wegen diesem und jenem, was aber falsch ist und unzutreffend! Wir haben Zeugen und Fotos. Gilt es dann nicht als Einverständnis, wenn man bzw. der
Anwalt 6 Monate lang nichts macht? Ist dann die Kaution futsch und kann aufgerechnet werden, obwohl
nicht rechtens? Könnten wir diese Sachverhalte ggf. irgendwo nachlesen, damit man nicht so viele Fragen stellen muss?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#29
 Von 
NotKluk
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 1x hilfreich)

Der Vermieter ist erst nach 6 Monaten verpflichtet die Kaution auszubezahlen (abzüglich eines Anteils, den er als Sicherheit für die Nebenkosten behält). Zusätzlich kann der Vermieter innerhalb dieser 6 Monate auch noch Ansprüche aus verdeckten Mängeln geltend machen.

Der Anwalt könnte jetzt natürlich Klage erheben, das Ergebnis wäre aber ziemlich sicher "Es besteht noch kein Anspruch auf die Auszahlung" -> Sie würden auf Kosten für Gericht + Anwalt der Gegenseite sitzen bleiben. Gleichzeitig motiviert man Vermieter sofort mit der Suche nach verdeckten Mängeln zu beginnen. Eine Wohnung, die selten renoviert ist wird immer Mängel vorweisen, die nicht durch das Übergabeprotokoll zum Einzug gedeckt sind.

Stattdessen wartet man einfach die 6 Monate ab (jetzt kann der Vermieter selbst mit dem verdeckten Mangel keine Forderung mehr stellen) und holt sich dann das Geld wieder.

-- Editiert von NotKluk am 10.04.2019 22:01

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#30
 Von 
AltesHaus
Status:
Gelehrter
(10463 Beiträge, 2784x hilfreich)

Zitat (von Seniorin Marianne):
Der Anwalt schrieb, dass die Kaution einbehalten wird wegen diesem und jenem, was aber falsch ist und unzutreffend!

... und deswegen halten Sie schön die Füße still und warten noch ab bis Ende Mai ;)

Signatur:Ich erteile keine Ratschläge, ich schreibe nur wie ich die Dinge handhaben würde.
1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen
12