Frage zum Arbeitsvertrag

14. Februar 2022 Thema abonnieren
 Von 
alexspricht
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Frage zum Arbeitsvertrag

Habe am 19.1.2022 meine Abschlussprüfung zum Kaufmann im Einzelhandel abgelegt ,und bin am darauffolgenden tag zum Arbeiten in den Ausbildungsbetrieb gekommen und wurde nicht weggeschickt. Jetzt wurde mir ein Arbeitsvertrag mit dem Einstiegsdatum 1.2.2022 vorgelegt obwohl ich vom 20.1. an in der Firma Tätig war.Mir wurde gesagt das ich aufgrund des Insolvenzverfahrenz der Firma was am 1.2. gestartet hat keinen anspruch auf eine Lohnzahlung für den Januar habe da ich vorher keinen Vertrag mit dem Unternehmen hatte. (war vorher in einer BAE mit besagtem unternehmen als Kooperationsbetrieb. ist dieses Vorgehen rechtens oder lohnt es sich dagegen vorzugehen

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11 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17258 Beiträge, 6434x hilfreich)

BaE heißt hier anscheinend Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE integrativ). Und dein jetziger Arbeitgeber war Kooperationspartner dieser BaE. Folglich solltest du mit dieser Ausbildungseinrichtung einen Vertrag haben / gehabt haben, der auch die Bezahlung regelt.
Deinen Vertrag kennen wir nicht - da musst du selbst nachlesen.

Dann ist es anscheinend so gelaufen, dass du nach dem Ende der Ausbildung ab dem 20. Jan. einfach weiter in den Betrieb gegangen bist und dort unbehelligt gearbeitet hast - man hat dich nicht "weggeschickt".
Wenn du damit sagen willst, dass Personalverantwortliche des Betriebes dich nach dem Ausbildungsende dort haben schaffen gesehen und das akzeptiert haben, wäre womöglich tatsächlich ein Arbeitsvertrag zustande gekommen.

Nicht einordnen kann ich die Bemerkung, wieso ein Insolvenzverfahren ausschlaggebend dafür sein können soll, dass du erst am dem 1. Februar würdest bezahlt werden können.

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#2
 Von 
Laerton
Status:
Frischling
(34 Beiträge, 5x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
dass Personalverantwortliche des Betriebes dich nach dem Ausbildungsende dort haben schaffen gesehen und das akzeptiert haben, wäre womöglich tatsächlich ein Arbeitsvertrag zustande gekommen.


Und das sogar unbefristet => BBiG

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#3
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17258 Beiträge, 6434x hilfreich)

Zitat (von alexspricht):
oder lohnt es sich dagegen vorzugehen

Ob es sich 'lohnt', kann ein Außenstehender kaum beantworten - das ist eine persönliche Einschätzung.
Anmerkung:
Sicherer ist der Rat, es nicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu tun:
a) du wirst vmtl. in der Probezeit stehen. Da ist es wohl klüger, die Füße still zu halten.
b) der Betrieb hat Insolvenz angemeldet, ist pleite. Möglicherweise ist da nichts mehr zu holen. Vll. klärt sich die Zahlungsunfähigkeit aber auch, und dann kann man solchen Fragen nachgehen.

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#4
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5522 Beiträge, 2494x hilfreich)

Zitat (von blaubär+):
a) du wirst vmtl. in der Probezeit stehen. Da ist es wohl klüger, die Füße still zu halten.


Da es keinen schriftlichen Vertrag gibt, gibt es auch keine Probezeit.

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#5
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17258 Beiträge, 6434x hilfreich)

Zitat (von alexspricht):
Jetzt wurde mir ein Arbeitsvertrag mit dem Einstiegsdatum 1.2.2022 vorgelegt

@ hiphappy
Die Vermutung Probezeit bezieht sich darauf, dass eben doch ein AV vorliegt oder zumindest angeboten wird.

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#6
 Von 
alexspricht
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Laut telefonat mit der Insolvenzverwaltung steht mir kein Lohn für den Januar zu da ich vorher nicht in dem Unternehmen angestellt war. Hatte am 20.1 als ich zur Arbeit erschienen war per Mail mit der Verwaltung geschrieben und mein Prüfungsergebnis mitgeteilt daraufhin wurde ich nicht weggeschickt. laut BBIG §24 müsste damit auch ein stillschweigendes Arbeitsverhältnis entstanden sein .Aber es wird sich aus sicht der verwalter mit Händen und Füssen dagegen gewehrt das dies so stattgefunden hat , und mir wurde vorgeworfen ich hätte vorher nicht rückmeldung über den Umstand gegeben das ich ja nicht in dem Unternehmen beschäftigt bin sondern in einer BAE , und damit müsste ich meinen Lohnanspruch auch an den Kostenträger dieser Maßnahme stellen ,obwohl es dort vertraglich so geregelt ist das mit Bestegen der Prüfung das Ausbildungsverhältnis endet

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#7
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17258 Beiträge, 6434x hilfreich)

Das Bild wird zwar bunter durch die jüngeren Darstellungen, aber im Grunde ändert sich nichts und die Erörterung tritt auf der Stelle.
Außenstehenden wie uns hier im Forum ist klar, dass es nach dem Bestehen der Ausbildung de facto zu einem unbefristeten AV gekommen sein wird - immerhin hast du anderthalb Wochen dort weiter gearbeitet, ohne dass jemand Anstoß genommen hätte. Dass der AG das nicht wahrhaben will, gehört wohl zu den Spielchen, zu denen es leicht kommt, wenn AG kalt erwischt werden.
Etwas allerdings fehlt mir: dass die Frage der Übernahme nach Ende der Ausbildung allem Anschein nach nicht gestellt oder erörtert worden sein soll - dann wäre es zu der aktuellen Irritation kaum gekommen.

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#8
 Von 
alexspricht
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Frage nach Weiterbeschäftigung der Auszubildenden wurde circa einen Monat vor der Prüfung schonmal in einem Gespräch mit den Verwaltern geklärt,mir wurde gesagt das eine übernahme geplant ist , Circa 3 Tage vor der Prüfung hatte ich noch einmal Telefonisch bei der Verwaltung nachgefragt ob sich etwas in dem Fall geändert hat , darauf wurde mir versichert das wenn ich die Prüfung bestehe ich am nächsten Tag nicht weggeschickt werde.Meines Empfinden nach versucht die Verwaltung hier gerade die rechtliche unerfahrenheit auszunutzen

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#9
 Von 
alexspricht
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Frage nach Weiterbeschäftigung der Auszubildenden wurde circa einen Monat vor der Prüfung schonmal in einem Gespräch mit den Verwaltern geklärt,mir wurde gesagt das eine übernahme geplant ist , Circa 3 Tage vor der Prüfung hatte ich noch einmal Telefonisch bei der Verwaltung nachgefragt ob sich etwas in dem Fall geändert hat , darauf wurde mir versichert das wenn ich die Prüfung bestehe ich am nächsten Tag nicht weggeschickt werde.Meines Empfinden nach versucht die Verwaltung hier gerade die rechtliche unerfahrenheit auszunutzen

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#10
 Von 
blaubär+
Status:
Weiser
(17258 Beiträge, 6434x hilfreich)

.... es wird immer unverständlicher, dass der AG sich so ziert - eigentlich lief es doch wie auf Schienen und es sollte angesichts der Vorgeschichte unproblematisch gewesen sein, dich ab dem 20/014/22 anzustellen.
Vll. sind die Leute in der Firma doch ob der Insolvenz einigermaßen durch den Wind.
Da wird es wohl immer noch besser sein, im Augenblick keinen großen Wind zu machen. Dir geht derzeit ja nichts verloren von deinen Ansprüchen - die kannst du immer noch nach deiner Probezeit (so denn eine vereinbart ist) auf den Tisch bringen.
Ein Tipp: Protokolliere die Vorgänge um die Zeit zwischen 20/01 und 10/02 gut. Schriftliches und Gesagtes.

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#11
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8405 Beiträge, 3763x hilfreich)

Ich stimme blaubär+ zu: Es geht dir nichts verloren, wenn du abwartest bis alles in trockenen Tüchern ist.

Die Fakten sind ja schon alle klargestellt; hier nochmal in der Zusammenfassung:

Seit dem 20.01.2022 bist du Arbeitnehmer im Koop.-Betrieb deines ehemaligen Ausbildenden.
Dort hast du seit dem 20.01.2022 einen mündlichen und somit unbefristeten Arbeitsvertrag (§24 BBiG)

Also stimmt diese Aussage nicht:

Zitat:
keinen anspruch auf eine Lohnzahlung für den Januar habe da ich vorher keinen Vertrag mit dem Unternehmen hatte.


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