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Problem mit Unitymedia

26.8.2019 Thema abonnieren
 Von 
Katrienchen
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 9x hilfreich)
Problem mit Unitymedia

Falls ich im falschen Forum bin, bitte verschieben. Weiß nicht, wohin es sonst gehört.
Ich weiß gar nicht, wie ich mich am besten kurz fassen kann. Also, ich habe meinen aktuellen Vertrag, der seit Mai 2012 lief, gekündigt. Seitdem ständig Probleme mit dem Internet. Deswegen im Juni mit UM telefoniert, wo dann plötzlich festgestellt wurde, dass ich noch einen Vertrag dort drin stehen hätte von einer alten Anschrift. Man sagte mir, das würde man dann mal rausnehmen. Dieser Vertrag war im Übrigen zum 31.12.2010 gekündigt worden, da ich umzog und dort Sat-TV hatte.
das Ding ist, dass ich plötzlich im Juni dann auch eine Aufforderung zur Hardware-Rücksendung erhielt. Angeblich hätte ich noch einen alten Samsung Digital TV Receiver mit einem Wert von 59,-€ und eine SmartCard für 35,-€. Dummerweise habe ich die alten Unterlagen aber nicht mehr aufgehoben. Erst mit einem Neuabschluss in 2012 habe ich wieder UM-Unterlagen. Sprich, ich kann die Rücksendung von damals natürlich nicht mehr nachweisen. Zudem blickt man bei den ganzen Kundennummern, die man mir in den ganzen Jahren zugewiesen hatten, kaum mehr durch.
Gestern erhielt ich dann nochmal eine Rechnung über die nichterhaltene Smartcard und Receiver über 94,-€, auf dieser steht auch nochmal die Serviceadresse so dass kein Zweifel besteht für mich, aus welchem Zeitraum der Vertrag seinerzeit war.
So, was kann ich nun tun? Einfach anschreiben, dass ich seinerzeit alles zurückgegeben, aber nach dieser langen Zeit die Unterlagen nicht mehr habe? Fragen, ob das normal ist, dass denen nach 9 Jahren einfällt, ich hätte noch Geräte von ihnen? Und ob der derzeitige Wert dieser Geräte nicht als überteuert betrachtet werden dürfte? Vom Konto abbuchen möchten die Herrschaften am 30.8., allerdings existiert auch das angegebene Konto schon einige Jahre gar nicht mehr.
Und noch eines verwundert nich etwas, leider kann ich es ja heute nicht mehr nachvollziehen. Dass es sich um einen Digital-Receiver handeln soll. Meine aber, dass ich damals noch einen analogen Anschluss hatte. Aber letzlich auch nebensächlich. Habe alles zurückgegeben, kann es nur inzwischen nicht mehr nachweisen.

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8326 Beiträge, 3392x hilfreich)

Solche Geräte sind mit 3-5 Jahren eigentlich abgeschrieben. Sehr unglücklich, wenn man keine Unterlagen aufbewahrt. Ich würde der Rechnung widersprechen, den Betrag anzweifeln und die Einzugsermächtigung widerrufen. Ferner möge man anhand der Seriennr. die Nutzung bzw. den Rückerhalt prüfen.

Für die nächste Mahnwelle kann man mal überlegen, ob hier nicht eine Einrede der Verjährung möglich ist. ;)

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#2
 Von 
NaibaF123
Status:
Lehrling
(1452 Beiträge, 202x hilfreich)

Zitat (von Mr.Cool):
Für die nächste Mahnwelle kann man mal überlegen, ob hier nicht eine Einrede der Verjährung möglich ist.

Den Umweg würde ich gar nicht gehen. Ich würde die Einrede der Verjährung bereits im 1. Schreiben anführen, nebst den Tatsachen, dass man es seinerzeit bereits zurückzuschicken vermochte.

Entziehung des Lastschriftmandates halte ich für obsolet, insofern das Konto nicht mal mehr existiert. Bzw. ich würde darüber hinaus das Mandat für das aktuelle Konto widerrufen. Nicht dass da noch einer auf die Idee kommt. Alternativ halt eine entsprechende Abbuchung gleich zurückweisen.

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#3
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4865 Beiträge, 1626x hilfreich)

Bringt Einrede der Verjährung hier etwas? Es handelt sich doch im Zweifel um einen Herausgabeanspruch aus Eigentum, der verjährt erst nach 30 Jahren.

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#4
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8326 Beiträge, 3392x hilfreich)

Gute Frage! Der Schadensersatz wegen Nicht-Rücksendung wäre 2011 fällig gewesen, sofern ich das richtig interpretiere. Insofern stellt sich dann die Frage nach der notwendigen Aufbewahrungszeit von Belegen.

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#5
 Von 
Katrienchen
Status:
Frischling
(40 Beiträge, 9x hilfreich)

Ich habe erstmal ein Schreiben fertig gemacht, mal abwarten.

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#6
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4865 Beiträge, 1626x hilfreich)

Zitat (von Mr.Cool):
Der Schadensersatz wegen Nicht-Rücksendung wäre 2011 fällig gewesen

In dem Fall wäre es etwas anderes - wenn die Gegenseite ausdrücklich statt der Herausgabe einen Schadensersatz fordert (und das vertraglich festgelegt ist), könnte der an Stelle des Herausgabeanspruchs treten und auch in 3 Jahren verjähren. Die Frage ist dann, ob die Nichtzahlung vielleicht den Herausgabeanspruch wieder aufleben läßt (oder ob die Gegenseite das ebenfalls im Rahmen einer Verjährungsfrist erklären muß).

Unabhängig davon könnte man übrigens noch fragen, ob ein solcher Anspruch nach 8 Jahren nicht verwirkt wäre, wenn er nie geltend gemacht wurde (womöglich in der Hoffnung, man habe Beweismittel nicht so lange aufgehoben; das ist ja einer der Gründe, wieso es das Prinzip der Verwirkung überhaupt gibt).

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#7
 Von 
spatenklopper
Status:
Schlichter
(7897 Beiträge, 3531x hilfreich)

Kann die Hardware nicht zurückgesendet werden, ist dem Kunden der aktuelle Gegenwert des Gerätes in Rechnung zu stellen.
Dieser Betrag ergibt sich zwingend aus den steuerlichen Vorgaben des Bundesministeriums der Finanzen und darauf aufbauenden Wirtschaftsprüfungsrahmen.
Für Telekommunikationsgeräte wird eine 5-jährige Abschreibungsdauer des Neuwerts des Gerätes vorgeschrieben.

Der Wert von Telekommunikationselektronik liegt nach 8 Jahren bei 0€, von daher würde ich mich betreffend Schadenersatzansprüchen enspannt zurücklehnen.


-- Editiert von spatenklopper am 27.08.2019 15:11

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#8
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8326 Beiträge, 3392x hilfreich)

Bei meinem früheren UM-Vertrag wurde die Rückgabe binnen 4 Wochen nach Vertragsende gefordert. Danach entstehen Schadensersatzansprüche für die Geräte lt. AGB. Somit ist die Fälligkeit vor 8 Jahren gewesen.
Auf die Abschreibung hatte ich bereits hingewiesen.
Der Ablauf ist auch so schräg, das fast jedes Gericht auf "Systemleiche" erkennen würde.

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