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Zwangsurlaub!

30. Januar 2013 Thema abonnieren
 Von 
mutterheimat
Status:
Frischling
(44 Beiträge, 31x hilfreich)
Zwangsurlaub!

Wie ist eigentlich die Rechtslage bei folgendem Problem, oder besser gesagt, wie muß ich mich verhalten. Auf Grund, das der LKW defekt ist (mehrere Tage), muß ich Urlaub einreichen, obwohl ich um eine Reservearbeit (welche nicht vorhanden ist) ersucht habe und somit meine Arbeitskraft zur Verfügung gestellt habe. Da ich vor habe, den Arbeitsplatz zu wechseln (nach anderhalb Jahren in der Firma, eventuell ab 1. März), aber der neue anteilige Urlaub auf Grund der genannten Tatsache bereits überzogen ist, stellt sich die Frage, kann der Arbeitgeber mir deshalb etwas berechnen (Lohnabzug, etc.). Was kann also passieren?

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Problemlöser
Status:
Beginner
(125 Beiträge, 70x hilfreich)

es handelt sich um einen klassischen Fall von Annahmeverzug nach § 615 BGB

es liegt im Betriebsrisiko des AG, wenn er dir keine Arbeit anbieten kann, d.h. er muß trotzdem den Lohn weiter zahlen

du "musst" dafür auch keinen Urlaub einreichen
das wäre sogar für dich ungünstig,
denn wenn du einen Urlaubsantrag einreichst, kannst du schlecht im Gegenzug "Annahmeverzug deiner Arbeitskraft" geltend machen

also : nachweisbar die Arbeitskraft anbieten, keinen Urlaub einreichen, und den fehlenden Lohn im Endeffekt vor dem Arbeitsgericht einklagen, falls der AG nicht bezahlen will, wonach es ausschauen dürfte............

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"Erfahrene Juristen bezeugen, dass es vor Gericht von Vorteil sein kann, wenn man im Recht ist.-Graha"

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#2
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1258x hilfreich)

.... wenn du gleichwohl "Urlaub" machst, kann der AG dir deswegen nichts einbehalten, auch wenn du die dir zustehenden Urlaubstage überschreitest, käme also in etwa einer Freistellung gleich.
Wäre also gehupft wie gesprungen - nach Streit riecht es dennoch.


-- Editiert :blaubär: am 30.01.2013 15:34

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#3
 Von 
Problemlöser
Status:
Beginner
(125 Beiträge, 70x hilfreich)

das Problem wäre nur, daß eine Vergütung für Urlaubstage, die man selbst beantragt, aber eigentlich gar nicht mehr hat, obwohl sie der AG "genehmigt" im Gegensatz zu Annahmeverzug kaum einklagbar wäre

indem der AG einen Urlaubsantrag verlangt, will er ja gerade diesen Annahmeverzug umgehen

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"Erfahrene Juristen bezeugen, dass es vor Gericht von Vorteil sein kann, wenn man im Recht ist.-Graha"

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
:blaubär:
Status:
Student
(2472 Beiträge, 1258x hilfreich)

Zuviel gewährter Urlaub führst nicht zu Rückerstattungsansprüchen des AG; aber der Fragesteller kann damit rechnen, dass der AG das evtl. gleichwohl versucht.

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0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17781 Beiträge, 8011x hilfreich)

"Auf Grund, das der LKW defekt ist (mehrere Tage), muß ich Urlaub einreichen..."

[color=red]Nein, das müssen Sie nicht.[/color]

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#6
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(35352 Beiträge, 13323x hilfreich)

Auf gar keinen Fall ein Urlaubsgesuch stellen. Hingehen, Arbeit anbieten. Und wenn er nach Hause geschickt wird, ist das die Angelegenheit des Arbeitgebers, nicht seine!

wirdwerden

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