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gerichtlicher Mahnbescheid trotz Ratenzahlung

 Von 
fb534657-2
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
gerichtlicher Mahnbescheid trotz Ratenzahlung

Hallo zusammen,

eventuell kann mir jemand weiterhelfen.. folgende Situation:

Ich habe mit einem Inkassodienst eine Zahlungsvereinbarung (Ratenzahlung) welche ich seit 1 Jahr auch zahle (Forderung ist berechtigt usw.) . Nun erhalte ich heute ohne weitere Ankündigung einen gerichtlichen Mahnbescheid über die laufende Angelegenheit, allerdings nicht mher von dem Inkassodienst sondern es wurde im Mahnbescheid nun eine Rechtsanwaltskanzlei als Prozessbevollmächtigte eingesetzt... Die Hauptforderung wird auf dem Bescheid auch reduziert dargestellt (sprich die ursprüngliche Hauptforderung abzüglich meiner bisher geleisteten Zahlungen..) .. Was mich nun ärger in diesem Bescheid werden nun natürlich wieder Verfahrenskosten und Zinsen geltend gemacht (Gerichtskosten: 32,00 ; Rechtsanwaltsgebühren 80,00 und Auslagen 16,00 € und Zinsen 0,15€) .. Wie verhalten ? Widerspruch/Teilwiderspruch einlegen ? Ist das überhaupt erlaubt das man sowas nun aus heiterem Himmel anmahnt ? Es existiert ja eine Ratenzahlungsvereinbarung..

Danke für Antworten :)

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Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Mahnbescheid Widerspruch Hauptforderung verhalten


10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1377 Beiträge, 477x hilfreich)

Die Vereinbarung wurde penibel eingehalten? Nie eine Mahnung gekommen? Die Vereinbarung war nicht befristet?

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#2
 Von 
fb534657-2
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

Ja wurde eingehalten, es gab keine Befristung oder Mahnungen bzw. nicht gezahlte Raten seit Beginn der Vereinbarung..und auch kein Schriftverkehr oder sonstiges seitens des Inkassodienstes..

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#3
 Von 
Ex Inkassomitarbeiter
Status:
Lehrling
(1377 Beiträge, 477x hilfreich)

Dann würde ich einen Teil WI gegen die Kosten des MB und gegen die evtl erhobenen RA Kosten einlegen. Die Zinsen sind egal, denn diese werden eh erhoben.

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#4
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23950 Beiträge, 15581x hilfreich)

Ich würde hier sogar vollständig widersprechen. Es gibt eine wirksame Vereinbarung und solange die weder aufgekündigt ist noch irgendwie dagegen verstoßen wurde, gibt es keinerlei Grund, einen Mahnbescheid zu veranlassen.
Man schuldet einstweilen nur die Einhaltung der Vereinbarung, also die jeweiligen raten: Wichtig: Stur weiterbezahlen, so wie es vereinbart war. Keine Angriffsfläche bieten.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#5
 Von 
fb534657-2
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, Danke für die Antworten... werde Montag erstmal beim Inkasso anrufen und einfach mal doof nachfragen wie das zustande kommt.. schließlich haben die ja ihre Inkassonummer/Aktenzeichen auch dan den REchtsanwalt weitergegeben.. und zahlen werde ich laut Vereinbarung weiter .. weil was anderes was das ändern sollte liegt mir nicht vor..

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(81410 Beiträge, 33990x hilfreich)

Zitat (von fb534657-2):
werde Montag erstmal beim Inkasso anrufen

Irgendwo zwischen sinnlos und kontraproduktiv ...
Wenn schon, dann schriftlich.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#7
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8838 Beiträge, 2837x hilfreich)

Zitat (von mepeisen):
Ich würde hier sogar vollständig widersprechen. Es gibt eine wirksame Vereinbarung und solange die weder aufgekündigt ist noch irgendwie dagegen verstoßen wurde, gibt es keinerlei Grund, einen Mahnbescheid zu veranlassen.

nun ja, drohende Verjährung wäre ein Grund, oder einfach der Wunsch nach Titulierung.

Berry

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#8
 Von 
guest-12325.03.2020 14:55:28
Status:
Gelehrter
(11859 Beiträge, 3045x hilfreich)

Drohende Verjährung sehe ich ein, dann jedoch ohne die Anwaltskosten. Das geht natürlich nur, wenn tatsächlich eine adäquate Ratenzahlungsvereinbarung existiert.


Frage an den TE:

Haben Sie eine Ratenzahlungsvereinbarung unterschrieben? Und natürlich auch an die Gläubiger gesandt?

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#9
 Von 
fb534657-2
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja habe ich.. Der Inkassodienst hat mir -schriftlich- den Eingang der Teilzahlungsvereinbarung zugeschickt und meinen Zahlungsvorschlag mit Einverständnis akzeptiert (ohne jegliche Befristung etc..)

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#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(23950 Beiträge, 15581x hilfreich)

Zitat:
nun ja, drohende Verjährung wäre ein Grund, oder einfach der Wunsch nach Titulierung.

Verjährung ergibt 0 Sinn. Mit jeder Zahlung beginnt die ohnehin von Neuem. Zudem verjähren die Raten ja erst einzeln bei Fälligkeit, also beginnt deren Verjährung sogar entsprechend in der Zukunft.

Der Wunsch nach Titulierung mag sein, aber das hätte dann so vereinbart werden müssen. Andernfalls ist das pure Kostentreiberei.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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